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Statt Kaffee: Das passiert in deinem Körper, wenn du einen Matcha-Latte trinkst

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 11.10.2021 Bunte.de Redaktion
Matcha-Latte © iStock/RyanJLane Matcha-Latte

Ein wirklicher Geheimtipp ist Matcha hierzulande nicht mehr. Der zu feinem Pulver zermahlene grüne Tencha-Tee ist ein jahrhundertealter Bestandteil der chinesischen und japanischen Tee-Tradition. Der edle, aufwändig hergestellte Tee hat bei uns nicht nur als Getränk seine Fans, sondern ebenso als Zutat von Süßspeisen, Gebäck und verschiedenen Drinks.

Trotzdem hast du vielleicht noch keinen Matcha-Latte probiert und schon gar nicht darüber nachgedacht, ob er morgens oder am Nachmittag das Zeug zur Kaffee-Alternative hat. Onlineportale, wie die US-amerikanische Gesundheitsseite "healthdigest.com", haben interessante Fakten rund um Matcha-Latte zusammengetragen.

Was genau ist Matcha?

Matcha-Tee (ab 11,95 Euro bei amazon.de) ist – auch in der Verbindung mit Milch – ein wirklicher Hingucker in der Tasse. Das intensive Grün verdankt der Tee der Tatsache, dass die Pflanzen etwa zwei bis vier Wochen vor der Teeernte mit Reisstrohmatten oder Plastikplanen beschattet werden. Dadurch behalten die Teeblätter ihre tiefgrüne Farbe, der Geschmack wird leicht süßlich.

Das fein vermahlene Pulver der Teebauern aus Japan und China – bei edlen Matcha-Tees werden die Stiele und Blattadern vorher entfernt und nur das Weiche der Blätter verwendet – hat wegen der aufwendigen Herstellung natürlich seinen Preis: 30 Gramm einer hohen Qualitätsstufe können bis zu 50 Euro kosten.

Matcha gilt als wahrer Gesundheitsbooster. Kein Wunder, schließlich bringt er Antioxidantien wie Catechine und andere sekundäre Pflanzenstoffe, die Aminosäure L-Theanin, Vitamine, Calcium, Kalium, Eisen und das dem Koffein vergleichbare Teein mit.

Einige Teesorten, darunter auch grüner Tee, können dein Immunsystem stärken.

Muntermacher Teein

Genaugenommen sind Koffein und Teein chemisch identische Alkaloide, die eine anregende und die Nerven stimulierende Wirkung haben. Allerdings hat eine Tasse Kaffee etwa dreimal so viel Koffein wie schwarzer oder grüner Tee. Die Menge variiert auch je nach Kaffee- oder Tee-Sorte.

"Healthdigest.com" führt aus: "Der Hauptvorteil von Matcha besteht darin, dass es eine anregende Wirkung bietet, ähnlich wie Kaffee, aber deutlich sanfter und verträglicher, ohne mögliche negative Begleiterscheinungen des Koffeins. Weil Matcha voller Flavonoide und L-Theanin ist, kann es dich wach halten. Aber im Gegensatz zu Koffein, das Angstgefühle verstärken kann, neigt L-Theanin dazu, die Konzentration zu fördern, während es tatsächlich das Stressniveau senkt und dich entspannter macht."

Studien von niederländischen und britischen Forschern belegen die Annahme, dass L-Theanin beruhigt, ohne schläfrig zu machen. Zudem kann der Stoff im Matcha-Tee nach einem Bericht in der internationalen Zeitschrift "Nutritional Neuroscience" über die Zusammenhänge von Ernährung und Nervensystem dabei helfen, Konzentration und Aufnahmefähigkeit zu steigern. Ideale Voraussetzungen für den Start in einen anstrengenden Arbeitstag ganz ohne die teilweise mit Kaffee verbundene Nervosität.

Wie hältst du es mit dem Aufwärmen von Kaffee?

Matcha-Latte kann noch mehr

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften eines Matcha-Latte gehen über den Energiekick weit hinaus. So können die im Teepulver enthaltenen Antioxidantien dabei helfen, den Blutdruck zu senken und Entzündungsherde im Körper zu verringern. Wie das US-Gesundheitsportal "webmd.com" ausführt, kann das Antioxidans Catechin durch die Regulierung des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels das Risiko von Herzkrankheiten, Herzinfarkt und Schlaganfall senken. Außerdem soll Matcha, wie anderer grüner Tee auch, die Körperzellen vor Krebs schützen – bisher fehlen hierzu jedoch konkrete Studienergebnisse, die die Vermutung untermauern.

Wohl jeder wünscht sich ein erfolgversprechendes Anti-Krebs-Mittel. Ob Grünkohl etwas bewirken kann?

Matcha zum Abnehmen?

Du darfst keine Wunder erwarten und natürlich hilft dir nur eine generell ausgewogene Ernährung dabei, Pfunde zu verlieren. Einige Studien – wie eine amerikanische von 2008 – bestätigen, dass grüner Tee den Stoffwechsel und die Fettverbrennung beträchtlich (um etwa 17 Prozent) ankurbelt. Andere Untersuchungen – etwa aus Japan von 2012 – konnten den Abnehm-Effekt jedoch nicht bestätigen.

Zudem ist der Effekt, den Gewichtsverlust zu unterstützen, bei reinem Matcha-Tee größer als bei Matcha-Latte. Denn einerseits werden hier die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe gewissermaßen durch die Milch verdünnt. Andererseits bringt die Milch – egal ob tierisch oder pflanzlich – zusätzliche Kalorien mit.

Es gibt durchaus Lebensmittel, bei denen du bedenkenlos zugreifen kannst, ohne das Abnehmen zu gefährden.

Matcha-Latte – trotzdem eine gute Kaffee-Alternative

Der ganz besondere Geschmack von Matcha polarisiert. Viele Anhänger betonen, dass er süßer und milder schmeckt als andere Grüntees. Integriert in einen Latte kann ein köstliches Muntermacher-Getränk entstehen, das Kaffee in gesundheitlicher Hinsicht überlegen ist. Du solltest dafür die Milch verwenden, die du am liebsten magst: Kuh- oder Hafer-, Soja- oder Ziegen-, Mandel- oder Haselnussmilch. Ein Matcha-Latte funktioniert aufgeschäumt, warm oder kalt, leicht gesüßt oder naturell. Probieren lohnt sich.

Japan-Kennerin Corinna empfiehlt auf "schuesselglueck.de", etwa einen halben bis einen ganzen Teelöffel Matcha-Pulver pro Tasse mit 100 Milliliter heißem Wasser – ideal sind 80 Grad Celsius – zu übergießen und dann mit dem typischen Bambusbesen (ab 10,90 Euro bei amazon.de) aufzuschäumen. Sie ergänzt: "Wem das mit dem Bambusbesen zu aufwendig ist: Ein elektrischer Milchaufschäumer (ab 9,75 Euro bei amazon.de) tut's auch." Dann den Tee nach Belieben mit Agavendicksaft oder Honig süßen. Anschließend verwandelt sie den Tee in einen Latte: "Zum schaumig geschlagenen Matcha kommt noch etwas aufgeschäumte Milch. Ich persönlich liebe Matcha Latte mit aufgeschäumter Mandel-Kokosmilch. Aber auch Kuhmilch, Soja-, Mandel- oder Reismilch passen gut. Die Milch erwärmen, schaumig schlagen und auf den vorbereiteten Tee geben. Voilà!"

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