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Vier waren mit Schadstoffen belastet: Stiftung Warentest: Das sind die besten Proteinpulver

stern-Logo stern 25.03.2020 cf
Stiftung Warentest hat 21 Proteinpulver für Eiweißshakes getestet. © Picture Alliance/Christin Klose/ Stiftung Warentest hat 21 Proteinpulver für Eiweißshakes getestet.

Viele Freizeit-Sportler schwören auf Proteinpulver. Einige Dosen kosten locker mehr als 30 Euro. Doch wie gut ist die Qualität der Eiweiß-Shakes? Stiftung Warentest hat 21 Produkte getestet. 

Für Proteine haben sich früher nur Bodybuilder und Leistungssportler interessiert. Seit ein paar Jahren gelten sie jedoch als neues Wundermittel und werden Joghurts, Brot und sogar Eis zugesetzt. Mittlerweile stehen große Dosen mit Eiweißpulver sogar aufgereiht in den Drogeriemärkten. In größeren Städten gibt es sogar Fachgeschäfte, die sich auf Proteinshakes spezialisiert haben. Kein Wunder: Umfragen zufolge trinkt jeder fünfte Bundesbürger regelmäßig Eiweißshakes.

Doch taugen die Pulver etwas? Für wen lohnen sie sich überhaupt? Die unabhängige Stiftung Warentest hat 21 Präparate im Labor getestet. Die gute Nachricht: In keinem wurden pharmakologisch wirksame Substanzen wie Anabolika gefunden, den Doping-Test haben also alle bestanden. Vier Pulver waren mit Schadstoffen belastet, darunter Aluminium und Nickel.

Proteinpulver: Bedenklich für Nierenkranke

Zunächst die wissenschaftliche Einordnung: Nötig sind Eiweißshakes nur für die wenigsten Menschen, so Warentest, die meisten decken den Proteinbedarf ausreichend durch ihre Ernährung. Um Muskeln wachsen zu lassen, sollten man sich stattdessen mehr bewegen. Zwar sei die durchschnittliche Menge von 23 Gramm Eiweiß je Shake für Gesunde unproblematisch, als Nebeneffekt könne sie sich jedoch auf die Hüften legen. Allerdings entstehe beim Abbau von Eiweiß viel Harnstoff, was die Nieren von Nierenkranken zusätzlich belasten könne, warnen die Experten. "Sie sollten die Pulver generell meiden."

Unterschiede gibt es zwischen den Proteinpulvern vor allem bei der Deklaration, vor allem beim Aroma. Fazit-Noten hat die Stiftung Warentest diesmal nicht verteilt, weil die meisten Sportler diese Produkte nicht benötigen, sondern diese nur für eine spezielle Zielgruppe empfohlen werde.

Proteinpulver: Diese Marken sind empfehlenswert

Getestet wurde von jedem Hersteller die Variante mit Vanillegeschmack. Die beste Eiweiß-Qualität (Note: 1,0) im Test hat Power System "Protein 90 für mehr Muskelmasse Bourbon Vanille Geschmack", der Preis liegt mit 15 Euro pro 660-Gramm-Box und 2,27 Euro je 100 Gramm im unteren Rahmen. Allerdings schneidet es beim Schadstoff-Test nur mit einem "Befriedigend" (Note: 2,7) ab. Das ist nicht bedenklich, aber alles andere als ideal. Die mikrobiologische Qualität sei jedoch sehr gut. Der Geschmack sei leicht bohnig mit karamelligen Noten.

Sehr gute Eiweißqualität und ein gutes Ergebnis im Schadstoff-Test hat das "Eiweiß 100 Vanille-Geschmack" von Megamax. Das schmeckt "kräftig nach Vanillinzucker", sei aber sehr süß, so die Tester. Mit 4,75 Euro pro 100 Gramm ist es aber auch eines der teuersten.

Weider "Protein 80 Plus Vanilla Flavour" (3,20 Euro je 100 Gramm) hat ebenfalls durch die Bank gut abgeschnitten: Die Eiweißqualität ist sehr gut, bei Schadstoffen, mikrobiologischer Qualität und sensorischem Urteil gibt es jeweils ein "gut".

Von vier Pulvern raten die Warentester ab, darunter Bio Planète "Sportlerheld Protein-Pulver vegan". Mit 4,85 Euro ist es eines der teuersten, im Schadstoff-Test fällt es jedoch mit einer 5,0 durch. Ebenfalls abgeraten wird von "Wellmix Sportprotein 90 Neutral", der Hausmarke von Rossmann. Das hat zwar eine sehr gute Eiweißqualität, erzielt aber nur ein "Ausreichend" im Schadstoff-Test.

Den vollständigen Test aller Proteinpulver gibt es gegen Gebühr unter test.de/eiweisspulver.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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