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Ameisen bekämpfen: Welche biologischen Methoden funktionieren wirklich?

Mein schöner Garten-Logo Mein schöner Garten 21.05.2021 Kathrin Brunner
Ameisen © Bereitgestellt von Mein schöner Garten Ameisen

Beim Bekämpfen von Ameisen muss man nicht sofort zu Chemie greifen. Oft helfen auch biologische Methoden. Diese drei haben sich bewährt.

Ameisen sind Nützlinge und wichtig für unser Ökosystem: Sie räumen den Garten auf, lockern den Boden, lassen neue Blumen sprießen, indem Sie Samen verbreiten, und sie vertilgen so manchen Schädling. Gelegentlich aber werden die Tiere für Hobbygärtner und Hausbesitzer zum Problem, weshalb sich dann die Frage stellt: Wie kann man Ameisen effektiv bekämpfen? Vor allem dann, wenn sie sich in Scharen in Rasen und Blumentöpfen breit machen, die Terrasse untergraben oder gar munter durch Haus und Wohnung wandern, um sich an zuckrigen Kekskrümeln gütlich zu tun.

Bei der Recherche stößt man – von Köderdosen bis Insektenspray – auf so manches giftige Mittelchen. Doch es muss nicht die Chemiekeule sein: Es gibt zahlreiche biologische Methoden, mit denen sich Ameisen bekämpfen lassen. Wir stellen drei bewährte Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen vor.

1. Lavendelöl zur Ameisen-Abwehr

Ameisen haben einen guten Geruchssinn. So nutzen Sie zum Beispiel Duftstoffe beziehungsweise Pheromone, um Artgenossen zu einer Futterquelle zu leiten oder um untereinander zu kommunizieren. Manch ein intensiver Duft lässt sich daher nutzen, um die Spuren zu übertünchen, die Ameisen zu verwirren und sie schließlich auch zu vertreiben. Als bewährtes Hausmittel gilt hier das ätherische Lavendelöl. Träufeln Sie es auf die Ameisenstraße, damit Arbeiterinnen den Heimweg nicht mehr finden, oder direkt auf das Nest, um die Ameisen zum Auszug zu bewegen. Lavendelöl ist also eine milde Methode, um Ameisen loszuwerden – zumindest für eine gewisse Zeit. Im Freien wird der Duft schnell vom Regen weggewaschen, aber er verliert auch mit der Zeit seine Intensität. Sowohl im Garten als auch im Haus und in der Wohnung muss man diese Methode daher immer mal wiederholen.

Übrigens: Es kann sogar helfen, Lavendel an Problemstellen zu pflanzen oder Zweige auszulegen. Außerdem gelten auch andere stark duftende Mittel wie Essig, Zimt und Zitronenschale als hilfreich, um die Tierchen auf Abstand zu halten.

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2. Ameisen im Blumentopf umsiedeln

Werden die Ameisen vor allem in Garten und Hochbeet lästig, kann man sich auch einfach einen Blumentopf zunutze machen. Richtig präpariert, fungiert er wie ein kleines Umzugsunternehmen für die Ameisenkolonie. Zwar braucht diese Methode etwas Geduld, sie ist aber wohl auch die schonendste. Und so einfach geht’s: Füllen Sie lockere Erde in einen größeren Tontopf mit Loch am Boden und geben Sie gegebenenfalls noch etwas Stroh oder Holzwolle hinein. Dann stellen Sie ihn direkt auf das Nest. Hat sich der Topf erstmal in der Sonne aufgewärmt, bietet er den Tieren ideale Bedingungen.

Es wird dann nicht lange dauern, bis die Ameisen von unten in den Topf wandern und mit Sack und Pack ihre neue Unterkunft beziehen. Anschließend können Sie die Insekten mitsamt Blumentopf einfach an einen neuen Platz umsiedeln, an dem sie nicht weiter stören. Tipp: Mindestens 30 Meter Distanz sollten aber zwischen altem Bau und neuem Standort liegen, damit sie nicht wieder zurückwandern.

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3. Mit Backpulver und Puderzucker Ameisen bekämpfen

Gleich vorneweg: Die Backpulver-Methode hat sich zwar im Kampf gegen Ameisen bewährt, da sie die Insekten nicht nur vorübergehend vertreibt, sondern abtötet. Sie ist aber auch äußerst radikal und sollte nicht die erste Wahl sein. Das Allzweck-Hausmittel wird, gemischt mit einem süßen Lockstoff wie Puderzucker, zu einer zwar ökologischen, aber auch gemeinen Falle für Ameisen: Es wird dort ausgestreut, wo die Tiere sich aufhalten. Diese fressen das süßliche Gemisch, das stark blähend wirkt und die Tiere recht qualvoll sterben lässt. Zum Teil platzen sie. Um nicht auch Bienen und Schmetterlinge damit anzulocken, sollte es daher nicht im Freien eingesetzt werden. Prüfen Sie am besten zunächst, ob Sie nicht auch mit einer der schonenderen Methoden erfolgreich sind.

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