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Getestet: Toniebox, Hörbert, Lunii-Box – welches Hörspielgerät ist das richtige für dein Kind?

InStyle-Logo InStyle 23.07.2020 Bianka Morgen
Gestest: Welches Hörspielgerät ist das richtige für dein Kind? pr, instyle, istock © pr, instyle, istock Gestest: Welches Hörspielgerät ist das richtige für dein Kind? pr, instyle, istock

Früher war alles einfacher... Naja, zumindest was die Musikauswahl im Kinderzimmer betrifft. Es gab Kassettenspieler mit Mikrofon (die Kinder der 80er erinnern sich sicher an den "My First Sony") und später CD-Spieler. Punkt.

Heute können Eltern und Großeltern schnell mal den Überblick verlieren bei der Auswahl an Hörspielgeräten: Toniebox, Hörbert, Lunii, Tigerbox, Dogbox, Jooki... Wow! Wie soll man da herausfinden, welches das richtige fürs eigene Kind ist? 

Hilfe naht: Wir haben die Toniebox, den Hörbert und den Geschichtenerzähler von Lunii getestet und die Vor- und Nachteile der Hörspielgeräte zusammengefasst. 

Hörspielgeräte für Kinder im Test: Tonibox, Hörbert & der Geschichtenerzähler von Lunii 

Die Toniebox kam Ende 2016 auf den Markt und löste einen regelrechten Hype aus. Die Idee dahinter: Der Gründer Patric Faßbender fand es fruchtbar oldschool, dass es für Kinder keine digitalen Abspielgeräte für Musik und Hörspiele gab. Außerdem fehlte ihm der Spielefaktor an CDs. Also erdachte er die Toniebox, einen Würfel, der als Basis dient, auf den man Spielfiguren (die Tonies) stellen kann, die dann Musik oder Geschichten abspielen.

Diese Idee traf den Zeitgeist! Inzwischen expandiert das Düsseldorfer Unternehmen in die USA.

Kinder-Hörspielgeräte im Test: So funktioniert die Toniebox

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Die Toniebox lässt sie sich ganz intuitiv bedienen – ganz ohne sichtbare Knöpfe: Die Lautstärke regelt man über die "Ohren", das Vor- und Zurückspulen funktioniert indem man die Box kippt und die Kapitel wechselt man, wenn man links oder rechts dagegen haut. Stellt man eine Toniefigur auf das magnetische Feld oben, startet die Musik bzw. das Hörspiel automatisch. Nimmt man sie herunter, stoppt sie. Easy!

Mit Hilfe einer App kann man u.a. die maximale Lautstärke festlegen und die sogenannten Kreativtonies mit eigenen Geschichten oder Musik bespielen.

Zum erstmaligen Abspielen muss die Toniebox mit dem W-LAN verbunden sein. Dann wird das Hörspiel aus der Toniecloud heruntergeladen. Einmal gespeichert, können die Geschichten anschließend auch offline wiedergegeben werden. Ein Kopfhöreranschluss sorgt dafür, dass Eltern etwa bei langen Autofahrten die Biene Maja nicht in Dauerschleife hören müssen.

Was kostet die Toniebox?

Ein Toniebox-Starterset kostet ca. 80 Euro und beinhaltet die Box plus einen Kreativtonie zum Selbstbespielen. Die einzelnen Tonies kosten ca. 15 Euro.

 

Die Vorteile der Toniebox

  • Die Box ist weich und aus gummiertem Material, somit abwaschbar. Klebrige Kinderhände sind also kein Problem.

     
  • Die Bedienung für die Kids ist denkbar einfach. Schon Kleinkinder lernen schnell, wie die Toniebox funktioniert. Kinder unter drei Jahren haben vor allem an den Musiktonies Spaß, die Hörspiele werden meist um den dritten Geburtstag herum spannend. 

     
  • Außerdem sehen die Tonies so hübsch aus, dass der Nachwuchs auch gerne einfach nur mit den Figürchen spielt. Sie verkratzen nicht so leicht wie CDs.

     
  • Wenn Oma, Tante oder Freundin alle nach einer kleinen Geschenkidee zu Ostern, Weihnachten oder Nikolaus fragen, sagt man einfach: einen Tonie bitte. Die Figuren kosten ca. 15 Euro und es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen: von Klassikern wie Benjamin Blümchen, über diverse Kinderlieder bis hin zu Wissenstonies zu Gebieten wie der Feuerwehr.

     
  • Die Kreativtonies erlauben es selbst Musik oder Geschichten aufzunehmen. Das macht gemeinsam mit den Geschwistern besonders viel Spaß. Ein selbstbesprochener Tonie ist aber auch eine tolle Geschenkidee.

     
  • Der Akku hält sieben Stunden. Zwar die geringste Laufzeit in unserem Test. Aber die Toniebox sagt dem Kind, dass ihr Akku leer ist und dass er auf seine Ladestation möchte. Die ist ebenfalls kindgerecht. Die Box muss nur aufgesteckt werden.

Die Nachteile der Toniebox

  • Die Tonies sind kein Mitnahmeartikel. Steht weder Geburtstag, noch Nikolaus an, gibt man nicht mal eben so 15 Euro aus. Zudem haben sie bei gleichem Anschaffungspreis oft unterschiedliche Spieldauern. "Das Grüffelokind" etwa hat gerade mal eine Spielzeit von 20 Minuten. 

     
  • Der Cloud-Speicher von tonie.de beschränkt die Laufzeit der Kreativtonies auf 90 Minuten. Und: Nicht alle Audioformate werden vom Kreativtonie akzeptiert. Das sollte man wissen. 

     
  • Wer Dolby Surround Sound erwartet, wird enttäuscht sein. Die Klangqualität ist für Kinder jedoch absolut ausreichend.

     
  • Die Inbetriebnahme funktioniert recht schnell und einfach, bedarf jedoch ein wenig Vorarbeit durch die Eltern. Wir empfehlen daher, die Toniebox vor dem Schenken bereits in Betrieb zu nehmen, damit die Kinder nicht enttäuscht sind, wenn sie nicht sofort funktioniert, wenn sie sie ausgepackt haben.

Der Toniebox-Hype: Vorsicht Sammelkult!

Rund um die Tonies ist eine regelrechte Sammelwut entstanden, der an den Ü-Ei-Hype aus den 90ern erinnert. Eltern und Großeltern, Tanten und Onkel tauschen sich inzwischen in Facebookgruppen und Foren über Tauschbörsen, News und Tonie-Aufbewahrungs-DIYs aus.

Fazit: Zu wem passt die Toniebox?

  • super für Kinder ab zwei Jahren, die Geschichten und Musik mögen
  • ideal wenn man viele Freunde und Verwandte hat, die immer wieder fragen, was man dem Kind schenken kann (Antwort: einen Tonie!)
  • für trendbewusste Eltern
  • perfekt als Geschenk zu Taufe, Geburtstag oder Weihnachten
  • die Kreativ-Tonies sind genial für Kinder und Familien, die selbst gerne Musik machen und Geschichten erfinden
  • alle mit Sammelleidenschaft

Der Hörbert ist ein tragbarer, batteriebetriebener MP3-Player, eingebaut in einen stylischen Holzkasten mit Lautsprecher und bunten Knöpfen. Musik und Hörspiele kommen von einer wiederbeschreibbaren SD-Speicherkarte. Hergestellt wird er in Deutschland aus nachhaltigen Materialien. 

Sehr cool: Man kann ihn für einen Aufpreis von knapp 10 Euro auch individuell gravieren lassen.

Kinder-Hörspielgeräte im Test: So funktioniert der Hörbert

Über einen Kippschalter auf dem Hörbert, geht das Gerät an. Über neun bunte Knöpfe lassen sich die Inhalte von der Speicherkarte anwählen. Das schaffen Kinder schon ab zwei Jahren. Sie haben schnell heraus, hinter welcher Taste ihr Lieblingslied steckt. Zwei weitere Knöpfe dienen zum Vor- und Zurückspulen.

 

Good to know: Die Stiftung Warentest hat den Hörbert unter 13 getesteten Kinder-Musikspielern mit der Note 1,8 zum Testsieger gekürt.

Was kostet der Hörbert?

Der Hörbert kostet ca. 233 Euro. Eine stolze Summe. Der Anbieter bietet jedoch eine Finanzierung an für alle, die das nicht aus der Portokasse zahlen können. 

Die Vorteile des Hörberts

  • Die einfache Bedienung. Schon die Kleinsten verstehen: Taste drücken, Musik läuft.

     
  • Top ist die Laufzeit: Mit einem Satz Batterien spielt der Hörbert 57 Stunden lang Musik und Geschichten. Mini-Minuspunkt: Das Aufschrauben des Hörberts zum Batterien wechseln ist ein wenig lästig.

     
  • Mit dem Hörbert wird eine mit 140 Minuten Musik und Hörspielen bespielte Speicherkarte (mit 4 GB und weiterem Speicherplatz für insgesamt 1000 Minuten Hörinhalte) geliefert. Dann müssen nur noch Batterien eingesetzt werden und es kann losgehen. Im Hörbert-Shop kann man zusätzlich vier weitere vorbespielte SD-Karten für ca. 30 Euro kaufen. Eine sogar auf Switzerdütsch.

     
  • Zwar ist es mit ein wenig Mühe verbunden die Speicherkarte mit Inhalten zu befüllen, dafür kann man auf seine bestehende Musik- und Hörspielsammlung zurückgreifen. Weiterer Pluspunkt: Zum Abspielen ist man nicht auf funktionierendes Internet oder Apps angewiesen. 

     
  • Das Retrodesign des Hörberts ist so hübsch, dass man ihn gerne als Kindheitserinnerung über lange Jahre aufbewahrt oder weitervererbt.

Die Nachteile des Hörberts

  • Der Preis ist happig für ein Kinder-Hörspielgerät.
  • Mit einem Kilogramm ist der Hörbert ziemlich schwer. Der Holzkasten macht ihn zwar sehr robust, fällt er aber auf einen Kinderfuß kann das ganz schön weh tun. In unserem Test fiel außerdem auf, dass sich manchmal Teile lösen, wenn er einen Sturz hinlegt. Das ist jedoch schnell repariert: Hörbert aufschrauben und loses Teil wieder feststecken.
  • Der Hörbert hat leider keinen Kopfhöreranschluss. Man kann jedoch für ca. 60 Euro ein Bluethooth-Modul für kabellose Köpfhörer nachrüsten. Die Kopshörer sind in dem Preis nicht mitinbegriffen.

Hörbert-Zubehör und zum Selberbauen

Wer seinen Hörbert besonders liebt, kann ihn pimpen – etwa mit einem Nähset für Filztaschen, Aufkleber oder einer Zeitschaltuhr (praktisch, wenn die Kids ihn zum Einschlafhören nutzen). All diese Extras bekommt man über hoerbert.com.

An alle Tüftler-Papas und Mamas – oder -Großeltern: Für ca. 116 Euro kann man auch einen Elektronik-Baukasten für den Hörbert erwerben und ihn damit einfach selbst zusammenbauen. Nicht dabei ist jedoch der Holzkasten. Dafür muss man sich selbst eine kreative Lösung ausdenken. Ideen dazu findet man etliche auf Pinterest.

Fazit: Zu wem passt der Hörbert?

  • schon für Kinder ab einem Jahr geeignet
  • für Familien, die auf bewussten Konsum und Nachhaltigkeit Wert legen
  • perfekt als besonderes Geschenk, von dem man lange etwas hat
  • der Baukasten ist perfekt für Familienmitglieder mit Tüftelgen

Der Geschichtenerzähler des französischen Unternehmens Lunii hat eine ganz besondere Funktion: Kinder können die Stories darauf selbst gestalten, in dem sie zum Beispiel den Protagonisten aktiv wählen.

Die Idee dahinter: Kindern ein Lernspielzeug ohne Bildschirm und Strahlung zu bieten, das ihre Konzentration fördert.

Kinder-Hörspielgeräte im Test: So funktioniert der Geschichtenerzähler von Lunii

Die Lunii-Box verfügt über drei gelbe Knöpfe (Home, Pause, OK) und über zwei Regler. Mit dem Lautstärkeregler auf der Seite, geht der Geschichtenerzähler an. Mit dem OK-Knopf beginnt man mit der Auswahl eines Helden, einer Nebenfigur, eines Ortes sowie eines Gegenstandes.

Über den großen Regler kann man unter den Möglichkeiten switchen. Dazu leuchten Bilder von den Vorschlägen auf der Vorderseite der Box auf. Insgesamt lassen sich so bis zu 48 unterschiedliche Geschichten zusammenstellen.

Sechs weitere Geschichten erhältst du gratis auf der Lunii-Homepage. Falls das nicht ausreicht, kann man aus dem Lunii Store weitere Inhalte downloaden, Kosten: ca. 3-20 Euro, je nach Album.

Kinder ab drei Jahren können den Geschichten bereits gut folgen und die Box bedienen. Für jüngere Kinder ist das Gerät noch nicht so geeignet. Sie spielen meist nur an den Knöpfen herum.

Ingesamt passen bis zu 30 Stunden Hörvergnügen auf das Gerät. Der Akku lässt sich per USB-Kabel aufladen. Laufzeit laut Hersteller: ca. zehn Stunden.

Was kostet der Geschichtenerzähler von Lunii?

Das Gerät kostet ca. 60 Euro. Der passende Kopfhörer ca. 30 Euro. 

Die Vorteile des Geschichtenerzählers von Lunii

  • Über wenige Knöpfe einfach zu bedienen. Die Kinder haben schnell heraus, wie es funktioniert

     
  • Die Lunii-Box kommt mit 48 Inhalten und kann nach dem Aufladen sofort genutzt werden.

     
  • Der Geschichtenerzähler hat einen standardisierten Klinkensteckeranschluss für Kopfhörer. Lunii bietet auch eigene Kopfhörer, die speziell für den Kinderkopf entwickelt wurden und eine super Passform haben. Die maximale Lautstärke entspricht den gesetzlichen Regeln und ist somit auf Kinderohren angepasst. Zudem lassen sich die Kopfhörer zusammen falten.

     
  • Dank dem doppelten Klinkenstecker können zwei Kinder gleichzeitig den Geschichten über Kopfhörer lauschen. Nur bei der Auswahl der Geschichte könnte es zu Reibereien kommen. 

     
  • Genial für Familien, in denen die Kinder mehrsprachig aufwachsen: Die Lunii Box gibt es in acht verschiedenen Sprachen: Französisch, Russisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch, Englisch, Flämisch und Deutsch

     
  • Die Auswahl der Geschichten ist recht groß. Auch für ältere Kinder gibt es Angebote, wie zum Beispiel kleine Meditation

     
  • Das Gerät ist sehr leicht und eignet sich daher super zum Mitnehmen, etwa für lange Autofahrten oder Flugreisen.

     
  • Das Gerät ist für Kinder zwischen drei und zehn Jahren konzipiert. Für ältere Kids kann man ihm Store altersgerechte Inhalte kaufen. Sogar kleine Meditationen gehören zum Angebot.

Die Nachteile des Geschichtenerzählers von Lunii

  • Leider lässt sich der Regler an der Seite, mit dem das Gerät einschaltet wird sehr leicht bedienen, so dass der Akku manchmal unbemerkt verbraucht wird. Ein zusätzlicher On/Off-Button wäre besser.

     
  • Die Geschichten, die sich bereits auf dem Gerät befinden, dauern maximal sieben Minuten. Größeren Kindern ist das meist zu kurz.

     
  • Zusätzliche Inhalt kann man nur über den Lunii Store kaufen. Dafür braucht man eine Kreditkarte. 

     
  • Mit eigenen Inhalten lässt sich der Geschichtenerzähler leider nicht bespielen

Fazit: Zu wem passt der Geschichtenerzähler von Lunii?

  • Kinder zwischen drei und zehn Jahre
  • Kinder, die mehrsprachig aufwachsen
  • Familien, die viel reisen
  • Eltern, die ihre Kinder möglichst lange von Tablet & Co. fern halten wollen, deren Kindern aber gerne auf Knöpfe drücken
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