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Liebe in Zeiten von Corona: Wie sich eine Trennung im Videocall anfühlt – und warum Liebeskummer in Corona-Zeiten besonders wehtut

stern-Logo stern 20.04.2020 epp
Trennungen über Videoschalten fühlen sich irgendwie falsch an © Getty Images/martin-dm Trennungen über Videoschalten fühlen sich irgendwie falsch an

Die Liebe in Zeiten von Corona: Über eine Video-Plattform beendete der Freund einer Autorin die Beziehung. Das ist schon schlimm genug, tut aber in der Pandemie besonders weh, erzählt sie.

Die Liebe in Zeiten von Corona – es ist nicht einfach, für niemanden. Für Singles hat sich die Partnersuche aus der Isolation und mit Social Distancing noch einmal erschwert. Andere halten es kaum noch aus, mit ihrem Partner über Wochen hinweg in der Wohnung eingesperrt zu sein. Und manche Paare, deren Beziehung ihre Halbwertzeit während oder schon vor der Corona-Krise überschritten hat, trennen sich so, wie es die Zeiten erfordern – über Programme wie Skype oder Zoom.

Das ist vielleicht nicht ganz so schlimm wie das berüchtigte Schlussmachen per SMS. Aber richtig klingen Trennungen im Videocall auch nicht. Trotzdem tritt das Phänomen mittlerweile auf, berichten einige Betroffene auf Twitter. "Bin ich die erste Person, die über Zoom abgeschossen wurde?", fragte die Autorin Julia Moser. Für "Buzzfeed" hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben.

"Meine Freundinnen können nicht einfach vorbeikommen"

Die Trennung auf diese Art und Weise sei "ungefähr so demütigend, wie man es sich vorstellt", schreibt Moser in ihrem Text. Da sie befürchteten, in Kontakt mit Corona-infizierten Menschen gewesen zu sein, hätten sie und ihr Freund sich beide in freiwillige Quarantäne begeben – jeder für sich. Über die Videokonferenz-Plattform Zoom blieben sie in Kontakt. Bis eines Tages die Nachricht kam: "Hast du später Zeit zum Reden?" Geredet wurde dann über das Ende der Beziehung.

Moser macht ihrem Ex-Freund keine Vorwürfe, beide kannten sich noch nicht lange, sie kann seine Gründe nachvollziehen. Es sei auch nicht ihre erste Trennung gewesen, dennoch sei diesmal etwas anders: "Es tut besonders weh, dass so etwas mitten in einer Pandemie passiert. Meine Freundinnen können nicht einfach vorbeikommen und mir Kuchen und Wein bringen. Sich bei seiner Schwester über FaceTime auszuheulen ist nicht das Gleiche, wie sich im realen Leben den Schnodder an ihrer Schulter abzuwischen."

Trennung auf Distanz – Julia Moser ist offenbar nicht die erste, die das erlebt. Auf Twitter erzählen weitere Menschen von ihren Erfahrungen: Eine Frau berichtet, dass ihr Freund vor einer Woche via Skype mit ihr Schluss gemacht habe. Anderen ist Ähnliches passiert, als sie gerade im Ausland lebten. Und tatsächlich scheint zumindest manchen diese Art der Trennung nicht ganz neu zu sein: Eine Userin erzählt, dass ihr Freund in der achten Klasse sich über den AOL-Messengerdienst AIM von ihr trennte – ganz ohne Pandemie.

Quellen: Julia Moser auf Twitter / "Buzzfeed"


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