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Micro-Cheating: Alles über das Mini-Fremdgehen

Men’s Health-Logo Men’s Health 24.06.2018
© Bojan Milinkov / Shutterstock.com

Sie lächeln, wenn eine schöne Frau Ihnen heiße Blicke zuwirft? Ihre Kollegin und Sie machen sich einen Spaß aus einem lockeren Büroflirt? Auf einer Party unterhalten Sie sich auch mal angeregter mit einer interessanten Lady? Das ist normal und kein Grund zu Untreue-Spekulationen. Aber das sieht nicht jeder so. Denn wenn Sie nicht gerade Single sind, könnten böse Zungen Ihnen diese scheinbar unverfänglichen Handlungen als Vorstufe des Seitensprungs auslegen. Das Stichwort lautet: "Micro-Cheating".

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Was heißt Micro-Cheating?

Übersetzt heißt Micro-Cheating so viel wie "Mini-Seitensprung" oder "Micro-Betrug". Auf den Plan gerufen hat ihn die australische Paartherapeutin Melanie Schilling. Sie versteht unter Micro-Cheating die Interaktion zwischen zwei Menschen, die potentiell eine intime Beziehung eingehen könnten, es aber nicht tun – weil mindestens einer von beiden schon vergeben ist. Sie bewegen sich sozusagen in einer Grauzone zwischen einer freundschaftlichen Beziehung und einem ernsten Flirt. 

Ist Micro-Cheating ein neuer Trend?

Nein. Fremdflirten gibt es schon lange. Allerdings ist es dank sozialer Medien und Apps heute einfacher denn je. Sie könnten quasi jederzeit einen Flirt mit einer Fremden starten, ohne aus dem Haus zu gehen.

Wie erkennt man Micro-Cheating?

Beim Mini-Seitensprung geht es nicht um Körperkontakt oder realen Sex, sondern um subtile Zuneigungsbekundungen, die im ersten Moment nicht als Treuebruch wahrgenommen werden. Deswegen ist Micro-Cheating auch nicht leicht zu erkennen. Micro-Cheater schreiben sich zum Beispiel regelmäßig vielsagende Nachrichten mit einer Person und verheimlichen es dem Partner. Verfängliche Mitteilungen werden vorsichtshalber gelöscht, neue Passwörter eingerichtet und Telefonnummern von Flirts unter falschem Namen abgespeichert. 

Sind Sie ein Micro-Cheater?

Viele Menschen die Fremdflirten oder den Mini-Betrug begehen, sind sich dessen nicht bewusst. An diesen Anzeichen erkennen Sie, ob Sie ein Micro-Cheater sind:

  • Sie sagen der Liebsten, dass Sie Ihrem besten Kumpel schreiben, schicken aber gerade einen Kuss-Smiley oder eine neckische Mittelung an eine Bekannte
  • Sie sind immer noch bei einer Dating-Plattform angemeldet und schauen sich dort um
  • Sie geben sich beim Flirten als Single aus oder verschweigen Ihre Partnerin
  • Sie löschen Nachrichten auf Ihrem Handy oder nutzen ein zweites Telefon, damit die Liebste bloß keine Hinweise findet
  • Sie erzählen Ihrer Partnerin nicht, dass Sie mit der heißen Praktikantin zu Mittag essen
  • Sie sammeln auf Partys reihenweise Handynummern ein

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Ist Micro-Cheating die Vorstufe von Fremdgehen?

Nicht unbedingt. Es kommt darauf an, wie weit Sie es treiben. Ein harmloser Flirt oder eine nette Nachricht an eine alte Bekannte sind weit weg vom Treuebruch. Auch harmloses Geplänkel im Büro ist nichts, wofür Sie sich schämen müssten. Das hebt schließlich die Stimmung bei der Arbeit und tut keinem weh. Wenn Sie es jedoch auf körperlichen Kontakt anlegen oder über Monate heimlich mit einer anderen Frau Nachrichten mit sexuellen Inhalten verschicken, wird es heikel. Dann geht es nicht mehr bloß um den kurzen Push fürs Selbstbewusstsein oder unverbindlichen Spaß. Das ist definitiv ein Vertrauensbruch.

Muss ich meiner Partnerin von jedem Flirt erzählen?

Hüten Sie sich. Ihre Partnerin erzählt Ihnen schließlich auch nicht, wenn ihr ein schöner Mann zugezwinkert hat. Flirts machen den Alltag erträglicher und sind nicht verboten. Es ist aber besser, dass Sie darüber schweigen, sonst machen Sie die Liebste nur unnötig misstrauisch. Man muss Dinge auch nicht größer machen als sie sind. Verheimlichen Sie ihr aber nicht jede Nachricht, die Sie von einer Frau bekommen, sondern teilen Sie bestimmte Dinge mit ihr. So weiß sie, dass sie ihnen vertrauen kann und nicht immer ein Auge auf Ihr Smartphone haben muss. Wenn Sie jedoch das Bedürfnis haben, aus harmlosen Flirts mehr zu machen, sollten Sie Ihre Beziehung überdenken, bevor Ihnen die Partnerin auf die Schliche kommt.

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Was soll ich tun, wenn meine Partnerin micro-cheated?

Zuerst sollten Sie prüfen, ob Sie mit Ihrer Vermutung richtig liegen. Das heißt nicht, dass Sie ihr Handy nach Nachrichten anderer Männer durchforsten sollen. Fangen Sie bei sich selbst an. Fragen Sie sich, ob es nicht völlig okay ist, wenn die Liebste ab und zu Bilder auf dem Instagram-Profil anderer Männer liked oder kommentiert oder Bekannten zum Geburtstag gratuliert. Sind Sie womöglich ohne Grund eifersüchtig? Mangelt es Ihnen vielleicht derzeit an Selbstwertgefühl?

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Im nächsten Schritt sollten Sie sich fragen, ob Sie selbst auf Flirts an der Supermarktkasse oder auf Partys verzichten wollen, nur weil, Sie das auch von Ihrer Partnerin verlangen. Würde das Ihre Beziehung wirklich besser machen? Freut es Sie nicht im Grunde, dass Ihre Herzdame auch bei anderen Männern gut ankommt – Sie aber nie wirklich betrügen würde?

Haben Sie begründeten Grund zur Sorge, weil Sie beispielsweise einer Lüge auf die Spur gekommen sind oder die Liebste beim Chatten mit einem Verehrer erwischt haben, sollten Sie Ihre Sorge offen ansprechen. Sagen Sie ihr, dass Sie sich ein vertrauensvolles Verhältnis wünschen und dass Ihnen nicht wohl bei dem Gedanken ist, dass Sie mit einem potentiellen Nebenbuhler flirtet. Machen Sie Ihr in keinem Fall Vorwürfe, sondern sprechen Sie immer in Ich-Botschaften.

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© LightField Studios / Shutterstock.com

Die Gefahren von Micro-Cheating

Ganz klar: Wenn Ihre Partnerin herausbekommt, dass Sie sie bewusst angelogen haben, ist es mit der Vertrauensbasis in Ihrer Beziehung dahin. Selbst, wenn Sie nie daran gedacht haben, mit einer anderen Frau ins Bett zu steigen, wird Ihre Partnerin das anders sehen. Es sind die Dinge, die Sie verheimlichen oder hinter Ihrem Rücken tun, die der Partnerin wehtun (sofern sie sie rauskriegt). Einen harmlosen Augenkontakt, ein nettes Gespräch auf einer Party oder an der Bushaltestelle oder eine zweideutige Mail zwischen Ihnen und Ihrer Kollegin muss die Liebste aber nicht erfahren – und das ist auch besser so.

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Fazit: Micro-Cheating muss die Beziehung nicht ruinieren

Fremdflirten ist ganz normal und bedeutet nicht das Ende der Beziehung. Nur weil Sie eine Frau attraktiv finden, heißt das nicht, dass Sie gleich Ihre Partnerin gegen sie austauschen würden. Mit heißen Bett-Geschichten hat Micro-Cheating nichts zu tun. Ob der Mini-Betrug Ihrer Beziehung schadet, kommt immer darauf an, wie weit Sie dabei gehen. Wenn Sie hin und wieder flirten, ohne sich zu verlieben oder der Dame an die Wäsche zu wollen, kann das Ihrer Beziehung sogar Auftrieb geben. Denn so ein kleiner Kick fürs Selbstbewusstsein, verbessert die Laune und davon hat auch die Liebste eine Menge.

© Mladen Zivkovic / Shutterstock.com
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