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Achtung! Diese 5 beliebten Diät-Trends helfen dir nicht beim Abnehmen

InStyle-Logo InStyle 24.03.2019 Alexandra Franz
Diese Diät-Tipps kann man ignorieren © Getty Images Diese Diät-Tipps kann man ignorieren

Zitrone hilft beim Abnehmen, Fencheltee sorgt für einen flachen Bauch und das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages – manche Diät-Tipps kannten schon unsere Omas. Und sie haben durchaus ihre Berechtigung. 

Bei anderen Diät-Trends dagegen können Ernährungsberater nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, denn sie helfen definitiv nicht beim Abnehmen, sondern bewirken manchmal sogar das Gegenteil.

Diese Diät-Trends kannst du getrost vergessen – sie helfen nicht beim Abnehmen:

1. Diät-Trend: Beim intermittierenden Fasten kannst du essen, was du willst

Intervallfasten ist ein beliebter Weg, um schnell ein paar überflüssige Pfunde zu verlieren. Dabei wird meist über einen Zeitraum von 16 Stunden nichts gegessen. Wer also zum Beispiel am Nachmittag um 16 Uhr die letzte Mahlzeit isst, kann ab 8 Uhr morgens am nächsten Tag frühstücken. Den Zeitraum kann man beliebig verschieben.

Inzwischen gilt das intermittierende Fasten auch unter Ärzten als wirksam. So konnten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg nachweisen, dass die Teilnehmer mit Intervallfasten tatsächlich erfolgreich abnehmen.

Aber: Teilnehmer einer zweiten Gruppe konnten essen, wann sie wollten. Ihre einzige Vorgabe: Sie mussten täglich 20 Prozent weniger Energie aufnehmen. Beide Gruppen verloren ähnlich schnell an Gewicht.

Intervallfasten ist damit nicht effektiver oder weniger effektiv als eine herkömmliche Diät. Manchen Menschen fällt es schlicht leichter, in einem bestimmten Zeitraum auf Essen zu verzichten.

Doch der Mythos, dass man beim intermittierenden Fasten essen kann, was man möchte, stimmt definitiv nicht. So kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: „Die meisten Konzepte des Intervallfastens beinhalten keine oder nur sehr vage Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl. Daher findet alleine durch das intermittierende Fasten in der Regel keine Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl statt.“

Soll heißen: Wer in den erlaubten acht Stunden des Fastens nur Süßes und ungesundes Fast-Food isst, wird vielleicht kurzfristig abnehmen – langfristig werden die Fettpolster am Bauch aber sicher nicht schmelzen.

2. Diät-Trend: Cheatdays helfen beim Abnehmen

12 Pfannkuchen, vier Pizzen, 21 Brownies – und insgesamt 12550 Kalorien: So viel aß der Hercules-Darsteller Dwayne Johnson nach eigenen Angaben, nachdem er 172 Tage lang Diät gehalten hatte. Grundsätzlich kann es auch durchaus sinnvoll sein, die Diät zu brechen und mit Genuss zu schlemmen. Denn dann wird im Blut das Hormon Leptin freigesetzt, das dem Körper signalisiert: Ich bin satt! Der Cheatday gilt daher als absoluter Diät-Trend und bei Instagram finden sich unzählige Posts zu diesem Hashtag.

Das Problem: Nicht jeder von uns hat einen Stoffwechsel wie Dwayne The Rock Johnson – doch so mancher verhält sich am Cheatday so. Natürlich wird der Körper die überflüssigen Kalorien dann trotzdem umwandeln in Fettpolster.

Viele Ernährungsexperten raten deshalb eher zu einem Cheatmeal pro Woche statt an einem Tag komplett zu eskalieren. Generell gilt die Faustregel: Man sollte sich zu 80 Prozent gesund ernähren – und zu 20 Prozent darf man auch mal über die Stränge schlagen.

Wer auf den geliebten Cheatday nicht verzichten möchte, der kann zumindest so „betrügen“, dass es dem Körper nicht zu sehr schadet. Hierbei sollte man die gesamte Menge an Kalorien gedanklich über sieben Tage aufteilen. Wer dann auf mehr als die täglich empfohlene Menge an Kalorien kommt, dem sollte klar sein: Eine solche Menge an Essen kann selbst einmal pro Woche die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erheblich erhöhen.

3. Diät-Trend: Es ist egal, was man isst – solange die Energiebilanz stimmt

Auch diesen Mythos hört man sehr häufig: Ich esse, was ich will – für mich muss nur die Energiebilanz stimmen. Und natürlich hat ein Weißmehl-Brötchen weniger Kalorien als ein Vollkornbrötchen.

Trotzdem macht es keinen Sinn, auf die ungesunde Alternative umzusteigen, denn: Ob wir abnehmen – darüber entscheiden bei Weitem nicht nur die Energiebilanz, sondern auch die Makronährstoffe.

Viele von uns sitzen mehr als acht Stunden täglich und verbrauchen nur wenig Energie. Da macht es einen riesigen Unterschied, ob man sich hauptsächlich von Kohlenhydraten ernährt, die dann nicht verbrannt werden oder gesunde Proteine aufnimmt, die schon bei der Verdauung mehr Energie verbrauchen.

4. Diät-Trend: Ananas essen macht schlank

Natürlich entscheidet immer die richtige Zusammensetzung der Lebensmittel über den Diät-Erfolg. So sollte man Obst aufgrund der Vitamine und Nährstoffe nicht komplett streichen. Dennoch macht auch hier die Dosis das Gift.

Besonders die Ananas wird als Diät-Trend-Food überschätzt. Sie ist nämlich ziemlich süß und Ernährungsexperten empfehlen deshalb, sie nur in sehr kleinen Mengen zu verzehren. Auch zu viel Obst und süße Säfte können eher kontraproduktiv sein. Der enthaltene Zucker wird nämlich spätestens nach acht Stunden zu Fett umgewandelt.

5. Diät-Trend: Mahlzeiten durch Eiweiß-Shakes zu ersetzen, macht schneller schlank

Noch immer sind viele Abnehm-Shakes beliebt, mit denen man ganze Mahlzeiten ersetzt. Das Versprechen klingt ja auch einfach: Man genehmigt sich diesen einen Shake – und schon klappt es mit dem Abnehmen.

Grundsätzlich kann man mit Proteinpulver die Ernährung ergänzen. Und genau darin liegt der Unterschied: Man sollte es vermeiden, ganze Mahlzeiten mit Protein-Shakes zu ersetzen.

Denn schneller schlank wird man damit sicher nicht. Bei frischen Lebensmitteln muss der Körper nämlich mehr Arbeit leisten, um Gemüse und Co. zu verdauen. Dadurch ist auch der thermogenetische Effekt höher. Wir verbrennen also schon bei der Verdauung mehr Kalorien.

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