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Stellungswechsel: Was du jetzt für Sexarbeitende tun kannst

ZEITjUNG-Logo ZEITjUNG 12.04.2020 Nadine Kroll

Auch das älteste Gewerbe der Welt leidet unter der Krise. Unsere Autorin hat aufgeschrieben, was du nun für Pornodarsteller*innen, Prostituierte und Co. tun kannst.

© ZEITjUNG

Sex und Feminismus, das passt nicht zusammen? Doch, wie unsere Kolumne „Stellungswechsel“ von Nadine Kroll beweist.

Die Corona-Krise hat einen Einfluss auf unser aller Leben, doch trifft sie diejenigen am härtesten, die in unserer Gesellschaft sowieso schon einen schwächeren Standpunkt haben als andere – sowohl wirtschaftlich, als auch sozial. Auch das „älteste Gewerbe der Welt“ hat mit massiven Einbußen zu kämpfen und während der Großteil der im Homeoffice arbeitenden Konsumenten sich über gratis Pornhub Premium freut, bangen Sexarbeitende auf der ganzen Welt um ihre Existenz. Die Bordelle sind zu, der Lebensunterhalt ist nicht länger gesichert.

Dass Sexarbeit ganz normale Arbeit ist, darüber sind wir uns inzwischen hoffentlich einig. Und weil es sich lohnt, Sexarbeitende genauso zu unterstützen wie beispielsweise Menschen aus dem kreativen Bereich, die aktuell mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben, habe ich hier ein paar Tipps für dich, was du für Pornodarsteller*innen, Prostituierte und andere Personen, die in der Sexarbeit tätig sind, tun kannst.

Kaufe Filme

Statt dir pornografische Filme auf einer der unzähligen Plattformen für umme anzugucken, zücke zur Abwechslung doch mal deine Kreditkarte und kaufe einen Film deiner Lieblingsdarsteller*in als Download (oder DVD) oder schließe ein Abo bei einem Anbieter ab, bei dem man vollständige Erotikfilme streamen kann.

Nutze die Video- und Telefonangebote

Einige Sexarbeiter*innen setzen in Zeiten von Corona vermehrt auf Cam-Shows oder Telefonsex. Warum nicht also ein paar Euros in ein erotisches Telefonat oder einen sexy Videochat stecken? Win-Win-Situation.

Investiere in OnlyFans

Viele Sexarbeitenden nutzen dem Social-Media-Dienst OnlyFans, um ihren Kund*innen und Fans gegen einen monatlichen Beitrag exklusive Inhalte bereit zu stellen. Ein bisschen wie Netflix also, nur eben mit Pornos. 80% der über Abonnenten generierten Einnahmen gehen direkt an die Content Creators selbst.

Kaufe etwas von der Wunschliste

Viele Sexworker, die offen in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, haben eine Amazon-Wunschliste, auf denen nicht nur Sextoys stehen, sondern auch Artikel des alltäglichen Gebrauchs – eine neue Pfanne, Hundefutter oder auch Klopapier. Unterstützen kannst du deine Lieblingsdarsteller*innen also auch, indem du ihnen etwas von ihrer Wunschliste kaufst und mit einem netten Gruß versiehst.

Spende Geld

Auch Geldspenden können Sexarbeiter*innen dabei helfen, in Zeiten von Corona (finanziell) zu überleben. Manche Sexworker nehmen Spenden direkt entgegen (zum Beispiel via Paypal), doch wenn das nicht möglich ist, kann eine Spende an den Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. hilfreich sein.

Frag einfach nach

Nicht alle Sexarbeitenden verfügen über ein Online-Netzwerk, das ihnen dabei hilft, sich über Wasser zu halten. Wenn du Kontakt zu Sexarbeiter*innen hast und gerne etwas für sie tun möchtest, frag einfach nach, was sie brauchen. 

Bildquelle: Pixabay, CCO-Lizenz

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