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Wie trägt und wäscht man Schutzmasken denn nun richtig?

WELT-Logo WELT 18.04.2020
Auch wenn es zu Lockerungen kommen sollte, wird nichts so sein wie vorher. An den Mindestabstand und die Masken haben wir uns gewöhnt. Wird die Smartphone-App zur Kontaktverfolgung bald genauso normal dazugehören? Quelle: WELT / Lea Freist © WELT / Lea Freist Auch wenn es zu Lockerungen kommen sollte, wird nichts so sein wie vorher. An den Mindestabstand und die Masken haben wir uns gewöhnt. Wird die Smartphone-App zur Kontaktverfolgung bald genauso normal dazugehören? Quelle: WELT / Lea Freist

In Verhandlungen hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich mit den Regierungschefs der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise abgestimmt. Unter anderem dazu, dass es in der Öffentlichkeit „empfehlenswert und geboten“ sei, eine „Alltagsmaske“ zu tragen, insbesondere beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr. Zu den sogenannten Alltagsmasken gehört etwa der einfache Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder die selbst genähte Maske aus Baumwolle – beide schützen in erster Linie das Umfeld, nicht aber den Träger. Das Aussondern größerer Tröpfchen an die Umgebung wird verhindert, so die allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregeln befolgt werden – auch im Umgang mit dem Mundschutz.

Waren Masken erst nur vereinzelt zu sehen, prägen sie jetzt mehr und mehr das öffentliche Bild. Aber schaut man einmal genauer, sieht man, wie oft Schutzmasken nicht nur falsch getragen, sondern auch gehandhabt werden – der eine trägt sie ganz nonchalant auf dem Kinn statt auf Mund und Nase, der andere zupft mit seinen Händen ständig an Maske und Bändern herum. Um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, gilt es schon beim Aufsetzen einer Gesichtsmaske einiges zu beachten, während des Tragens sowieso – und auch beim Waschen.

Doch ebenso, wie man sich an das Bild von Menschen mit Mundschutz gewöhnen muss, muss man sich auch selbst an das Tragen eines solchen gewöhnen – zumindest, wenn er nicht sowieso zur alltäglichen Arbeitskleidung gehört. Ein häufiger Fehler im Umgang mit MNS ist wohl, dass man ihn nicht korrekt anlegt, um sich Luft zu verschaffen – weil es, zugegeben, schnell stickig und juckend darunter werden kann. Aber so sollten Atemschutzmasken keinesfalls getragen werden:

Fehler 1: Nicht unter der Nase tragen

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Fehler 2: Nur die Nasenspitze zu bedecken ist zu wenig

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Fehler 3: Auch das Kinn sollte komplett bedeckt sein

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Fehler 4: Immer darauf achten, dass die Maske nicht zu locker sitzt, sodass Lücken an den Seiten entstehen

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Fehler 5: Erst die Maske, dann die Brille aufsetzen – sodass sie auf der Maske und nicht darunter sitzt

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Fehler 6: Und diese Variante ist in etwa so effektiv, wie einen Schutzhelm zu tragen und dessen Riemen nicht zu schließen

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Idealerweise sollte eine Gesichtsmaske vom Nasenrücken bis unter das Kinn reichen – also wie der Name sagt, sowohl die Nase als auch den Mund komplett bedecken –, inklusive eines etwaigen Barts. Welche Bärte sich dafür eher weniger eigenen und womöglich gestutzt werden sollten, verrät eine Grafik des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Es sei bemerkt, dass die Grafik nicht im Zusammenhang mit Corona entstand, sondern bereits 2017 – gedacht war sie speziell für Arbeitnehmer, die eng anliegende Atemschutzmasken tragen müssen.

Die Schlaufen oder Bänder sollten entsprechend der Kopfgröße angepasst werden, sodass die Maske bequem, aber straff am Gesicht anliegt und keine Lücken an den Seiten entstehen. Hat die Maske am Nasenrücken einen eingearbeiteten Draht, einen sogenannten Nasenbügel, muss dieser durch leichtes Biegen an die Nase angepasst werden. Zudem sollte man beim Auf- oder Absetzen – und während des Tragens sowieso – vermeiden, die Schutzmaske direkt an der Vorderseite anzufassen, besser nur an den Bändern über die Ohren ziehen beziehungsweise hinter dem Kopf zusammenbinden und am Saum über Kinn und Nase ziehen. Vor und nach dem Anziehen und Tragen der Maske sollte man die Hände ausreichend mit Seife waschen.

Atemschutzmasken richtig tragen und waschen © Getty Images/Christian Vierig Atemschutzmasken richtig tragen und waschen

Sicherstellen, dass die Maske hygienisch bleibt

Stoffmasken sollten regelmäßig gewaschen und getrocknet werden. Denn sobald sie durch die Atemluft durchfeuchtet sind, verlieren sie ihre Schutzwirkung – und müssen gewechselt werden. Daher empfiehlt es sich, mindestens zwei Masken zu besitzen, die abwechselnd getragen werden können – aber immer nur von derselben Person. Mittlerweile kursieren verschiedene Möglichkeiten, wie diese wiederverwendbaren Masken gereinigt werden sollen. In der Waschmaschine, im Backofen, mit dem Bügeleisen oder in der Mikrowelle. Doch welche Methoden funktionieren wie und sind auch effektiv?

Gekaufte oder selbst genähte Stoffmasken lassen sich idealerweise in der Waschmaschine waschen – ohne zu beschädigen oder die Form zu verlieren. Dafür bestenfalls das Programm Kochwäsche bei mindestens 60 Grad wählen. Nicht die Eco- oder Sparprogramme, weil diese meist nicht auf die angegebenen Temperaturen kommen, sondern nur so sauber wie mit 60 Grad waschen. Außerdem sollte Waschmittel mit Bleiche oder ähnlichen Wirkstoffen verwendet werden, das tötet Mikroben wirksamer ab als gängige Color- oder Feinwaschmittel.

Trocknen, bügeln, backen – aber nicht in der Mikrowelle

Wenn möglich, sollte man seine Masken nach dem Waschgang bei höchstmöglicher Temperatur, die der Stoff zulässt, zusätzlich in den Trockner geben. Falls man keinen Wäschetrockner besitzt, kann man die getrocknete Atemmaske auch einfach auf höchster Stufe bügeln – bei mindestens 165 Grad Celsius, das sind zwei Punkte im Bügelsymbol.

Virologe Christian Drosten erklärt im NDR-Podcast, dass man Schutzmasken, insbesondere jene aus Zellulosestoffen, ohne Kunststoffe, auch im Backofen effektiv sterilisieren könne. Dafür sollten sie für 20 bis 30 Minuten – oder bis sie trocken sind – bei etwa 70 bis 80 Grad Celsius im Ofen „backen“. Jedoch sollte man seine Maske nach dem Waschen, Trocknen, Bügeln immer auf etwaige Beschädigungen überprüfen – und notfalls in den Müll entsorgen.

Ob eine Desinfizierung in der Mikrowelle etwas bringt, ist laut der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), nicht bekannt. Insofern sollte von dieser Methode eher Abstand genommen werden – insbesondere, wenn die Masken eine Nasenklammer oder andere Materialteile aus Metall beinhalten.

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