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Falten am Hals mildern – die besten Anti-Aging-Tipps

STYLEBOOK-Logo STYLEBOOK 28.07.2021 STYLEBOOK

Anti-Aging-Maßnahmen gehören für viele zur täglichen Pflegeroutine, beschränken sich aber in der Regel aufs Gesicht – die Halspartie bleibt meist außen vor. Dabei ist gerade der Hals besonders anfällig für Falten. Ein Dermatologe erklärt die Gründe dafür und, was es in der Pflegeroutine zu beachten gilt.

Frau mit faltigem Hals © Getty Images Frau mit faltigem Hals

Warum ist der Hals so faltenanfällig?

Die Haut am Hals ist extrem dünn und empfindlich, erklärt der Münchener Dermatologe Dr. Timm Golüke im STYLEBOOK-Interview. „Ihr fehlt es an Talgdrüsen, die ihre Oberfläche mit Fett und Feuchtigkeit versorgen könnten.“ Ungünstig: Der Hals wird täglich stark beansprucht, dreht sich etwa bei den meisten Alltagsbewegungen mit, die tägliche Nutzung von Smartphone und Co. sorgt zudem für das so genannte „Tech Neck“: Durch das ständige Herabschauen auf das Handy lässt die Elastizität der Haut auf Dauer nach, erklärt der Experte das Phänomen. Die Halskontur nimmt dadurch ab, die mögliche Folge ist ein faltiger Hals. Hinzu komme, dass viele den Hals in Sachen Pflege und Sonnenschutz schlichtweg oft vergessen, so Dr. Golüke.

Was kann man vorbeugend gegen einen faltigen Hals tun?

Dr. Golüke rät eindringlich bei jedem Eincremen auch den Hals mit zu pflegen. Setzen Sie dabei auf Produkte mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Hyaluron oder Antioxidantien. „Nur indem Sie kompensieren, was der dünnen Halshaut von Natur aus fehlt, kann sie bestmöglich vor Falten- und Knitterbildung geschützt werden“, so der Experte. Das gilt auch schädliche UV-Strahlen. Denn vernachlässigt man beim Auftragen der Sonnencreme der Hals, rächt sich das früher oder später mit Pigmentveränderungen, so genannten Altersflecken.

Um dem „Tech Neck“ entgegen zu wirken, sollte man zudem das Handy fortan auf Augenhöhe nutzen, „damit der Kopf gerade ist“, so der Experte.

Behandlungsmöglichkeiten bei einem faltigen Hals

Unterspritzungen mit unvernetzter Hyaluronsäure

Für Patienten mit leichten Knitterfalten am Hals empfehlen sich Unterspritzungen mit Hyaluronsäure. Dabei allerdings wichtig: „Es muss unvernetzte Hyaluronsäure verwendet werden“, erklärt der Experte. Sie ist so aufbereitet, dass sie sich sanft in die kleinen Falten einlegt.

Kosten: etwa 300 Euro pro Spritze. Zwei davon sind im Abstand von etwa drei Wochen nötig, der Effekt hält dann etwa ein halbes Jahr lang.

Eigenbluttherapie gegen einen faltigen Hals (PRP)

In der Arztpraxis werden ca. 20 Milliliter Eigenblut abgenommen, zentrifugiert und im Anschluss als Plasma in einem Röhrchen mit Hyaluronsäure vermischt. Die Lösung wird dann über eine sogenannte „Mesopistole“ in gleichbleibenden Mengen in die betroffenen Areale abgegeben, um die Kollagenproduktion in den Hautzellen anzuregen.

Kosten: etwa 350 Euro pro Sitzung, zu Beginn sind erstmal zwei nötig. „Das muss in gewissen Abständen allerdings wiederholt werden“, erklärt Dr. Golüke.

Skin Tightening bei Halsfalten

Bei dieser Behandlungsmethode strafft man den Hals mit Hilfe von mikrofokussiertem Ultraschall. „Der Ultraschall erwärmt das Kollagen, wodurch es zu einer Neubildung kommt“, erklärt Dr. Golüke. Das sorgt für eine diskrete Straffung der Kinn-Hals-Partie.

Kosten: ab 400 Euro aufwärts. Der Effekt hält dann aber auch zwei bis drei Jahre, weil „durch die Behandlung die Uhr quasi zurückgedreht wird“, so der Dermatologe.

Botox bei faltigem Hals

Botox kann Längsfalten am Hals lindern, was aber nicht für alle gilt: „Die besten Chancen auf eine optische Verbesserung haben Patienten mit gut ausgeprägten Halsmuskeln“, weiß Dr. Golüke. Der Grund: Das Nervengift Botulinumtoxin wird in den Muskel injiziert. Ist aber nur schlaffes Gewebe vorhanden, verflüchtigt es sich schneller.

Kosten: etwa 200 Euro pro Spritze. Das Ergebnis hält etwa ein halbes Jahr lang.

Auch interessant: 5 Alternativen zu Botox, die bei Falten helfen

IPL gegen Halsfalten

Verfärbungen durch geplatzte Äderchen oder dunkle Pigmentflecken kann Dr. Golüke mittels der IPL-Lasermethode beseitigen. Dabei wird über ein spezielles IPL-Gerät Licht in unterschiedlichen Wellenlängen auf die Haut gelasert, wodurch die stärker pigmentierten Stellen, die als Flecken sichtbar sind, so stark aufgehellt werden, dass sie optisch verschwinden. Außerdem regt man so auch gleichzeitig die Neubildung von Kollagen an.

Kosten: etwa 200 Euro pro Sitzung, notwendig sind zwei bis drei Sitzungen in einer „sonnennahen Jahreszeit“, rät Dr. Golüke. Das Ergebnis hält dauerhaft.

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