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Portugals Algarve ist kein Hochrisikogebiet mehr

TRAVELBOOK-Logo TRAVELBOOK vor 2 Tagen Nuno Alves

Ganz Portugal ist seit Sonntag, 19. September, kein Hochrisikogebiet mehr. Denn mit der Algarve hat die Bundesregierung jetzt auch die letzte Region des Landes von der Liste genommen. Außerdem müssen die Portugiesen im Freien keine Maske mehr tragen. TRAVELBOOK gibt einen Überblick über die Corona-Lage vor Ort.

Algarve Portugal Corona © Getty Images Algarve Portugal Corona

Aktuelles zur Corona-Lage in Portugal

Die Algarve ist eine besonders bei Urlaubern aus Deutschland beliebte Region. Kein Wunder also, dass sich die Tourismusbranche der Algarve aufgrund der jetzigen Lockerungen erleichtert zeigt: „Wir sind sehr erfreut, dass die letzten Reisebeschränkungen für Gäste aus Deutschland nun gefallen sind. Die Algarve sieht nun einer starken Herbst- und Wintersaison entgegen, die vor allem bei Deutschen immer beliebter wird“, sagte der Präsident des Tourismusverbandes der Algarve, João Fernandes, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

An der Algarve liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell noch bei etwa 102,87, der Durchschnitt ganz Portugals bei 56,26. Und bei den Impfungen ist Portugal deutlich besser aufgestellt als Deutschland. 87 Prozent haben mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten, fast 82 Prozent sind vollständig geimpft. Damit weist Portugal die derzeit weltweit höchste Impfquote auf. Zum Vergleich: In Deutschland haben knapp 67 Prozent der Bevölkerung die erste Impfdosis erhalten.

Die in Portugal herrschende Maskenpflicht im Freien wurde bereits aufgehoben. Auf den Straßen der Metropolen Lissabon und Porto sowie in anderen Städten trugen viele Menschen aber weiterhin Schutzmaske. Sie folgten damit der Empfehlung von Gesundheitsministerin Graça Freitas, bei größeren Ansammlungen auch im Freien Vorsicht walten zu lassen.

In Portugal geht man bei Corona-Lockerungen deutlich vorsichtiger vor als zum Beispiel in Spanien, wo die Infektionszahlen ebenfalls rapide zurückgehen und die Maskenpflicht im Freien schon zweieinhalb Monaten eher aufgehoben wurde. Anders als im Nachbarland muss in Portugal etwa zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen ein Impf- oder ein Genesenen-Nachweis oder ein negativer Test vorgelegt werden.

Auch interessant: „Portugal zahlt hohen Preis für Corona-Schlitterkurs“

Was für Reise-Rückkehrer aus Portugal gilt

Wer von Portugal nach Deutschland reisen möchte, muss sich aktuell nicht mehr digital registrieren. Aber alle, die älter als zwölf Jahre sind, müssen bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorlegen, einen Nachweis der vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis.

Der Testpflicht bei der Einreise kann wie folgt entsprochen werden:

  • Negativer Test mit Nukleinsäureamplifikationstechnik (z. B. PCR, PoC-PCR) in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache; nicht älter als 72 Stunden.
  • Negativer Antigen-Schnelltest in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache; nicht älter als 48 Stunden.

In beiden Fällen gilt der Zeitpunkt der Abstrichnahme.

Welche Maßnahmen in Portugal gelten

Aufgrund der steigenden Impfquote hat die portugiesische Regierung beschlossen, die Corona-Maßnahmen stufenweise zurückzunehmen. Im Folgenden die aktuellen Regelungen.

Notwendigkeit eines negativen Tests bzw. Impfnachweises für:

  • Reisen über den Luftweg oder Wasser
  • für touristische Beherbergungsbetriebe
  • Kasino-Besuche
  • Innenbereich von Restaurants an Wochenenden (Fr., ab 19 Uhr bis Sonntag) und Feiertagen
  • Fitnessstudios bei Teilnahme an Gruppenkursen
  • Thermen und Spas

Weitere Regeln:

  • Begrenzung der Anzahl der Gäste für Gastronomie auf acht in Innenräumen und 15 im Außenbereich
  • In der Gastronomie, im Handel und Veranstaltungsbereich gilt eine einheitliche Schließzeit von 2 Uhr morgens
  • keine Homeoffice-Pflicht mehr
  • Kultur-Events können mit einer Auslastung von bis zu 75 Prozent stattfinden
  • private Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Taufen dürfen mit einer Auslastung von bis zu 75 Prozent stattfinden
  • keine Begrenzung in puncto Fahrgäste für den öffentlichen Personenverkehr

Sobald 85 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz haben, sollen in einer dritten Phase folgende Lockerungen hinzukommen:

  • Möglichkeit zum Besuch von Bars und Diskotheken mit negativem Test oder Impfnachweis
  • keine Begrenzung in puncto Anzahl der Gäste für Gastronomie, Veranstaltungen und andere gewerbliche und touristische Betriebe

Ampel-System an den Stränden in Portugal

Wie bereits im vergangenen Jahr gilt auch in dieser Saison ein Ampelsystem, das darüber informieren soll, wie voll die Strände sind. Mithilfe der App „Info Praia“ (Google Play | Apple App Store) oder auf der Website kann man die Situation vorab prüfen.

  • Grün: relativ leer (Auslastung bis ca. 33 Prozent)
  • Gelb: halbwegs voll (Auslastung zwischen ca. 33 und 66 Prozent)
  • Rot: voll (Auslastung von mehr als 66 Prozent)

Auch am Strand gilt bis zum Erreichen des Platzes, an dem man sich niederlässt, eine Maskenpflicht, und auch immer dann, wenn der von den Behörden empfohlene Mindestabstand von 1,5 Metern nicht möglich ist.

Ein Verstoß kann mit Bußgeldern von bis zu 100 Euro geahndet werden.

Auch sportliche Aktivitäten sind am Strand nicht erlaubt. Eine Ausnahme gilt, wenn die Ampel auf Grün steht.

Was gilt bei der Einreise nach Portugal?

Was die für die Einreise nach Portugal erforderlichen Tests betrifft, so dürfen die Fluggesellschaften Passagieren den Einstieg nur mit dem Nachweis folgender durchgeführter Labortests gestatten: Nukleinsäure-Amplifikationstest (NAT) oder Antigen-Schnelltest (TRAg), die innerhalb von 72 Stunden (NAT) bzw. 48 Stunden (TRAg) vor Abflug durchgeführt wurden. Darüber hinaus wurde festgelegt, dass Kinder unter 12 Jahren von der Testpflicht befreit sind. Seit dem 1. Juli 2021 sind auch Inhaber eines digitalen COVID-Zertifikats der EU von der Testpflicht befreit.

Um eine Kontaktverfolgung gewährleisten zu können, müssen über den Luftweg einreisende Passagiere anhand eines „Passenger Locator“-Formulars Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen. Zudem wird am Flughafen per Infrarotkameras die Körpertemperatur gemessen. Übersteigt diese 38 Grad, müssen Reisende mit weiteren Untersuchungen und Quarantäne rechnen.

Für die Azoren und Madeira gelten andere Regelungen. Hier wird bei der Einreise ein negativer Corona-Test verlangt, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer keinen Test hat, kann ihn bei der Ankunft machen und muss bis zum Testergebnis in Quarantäne bleiben.

Muss ich in Quarantäne, wenn ich aus Deutschland nach Portugal einreise?

Aktuell gibt es für Einreisende aus Deutschland keine Quarantänepflicht, wenn sie das portugiesische Festland besuchen.

Ausnahmen gelten für Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen in Südafrika, Indien oder Nepal aufgehalten haben. Sie müssen sich direkt nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne begeben. „Inhaber des Digitalen COVID-Zertifikats der EU sind von der Quarantänepflicht befreit“, schreibt das Auswärtige Amt. Diese Reisenden müssen ein zusätzliches Formular der Grenzbehörden (SEF) ausfüllen.

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Die Corona-Infektionslage in Portugal

Die 7-Tages-Inzidenz in Portugal

Die 7-Tage-Inzidenz in Portugal nach Regionen im Überblick laut TRAVELBOOK-Berechnungen:

Region 7-Tagesinzidenz
Norden 57,53
Centro 39,46
Großraum Lissabon 53,22
Alentejo 40,88
Algarve 102,87
Madeira 37,78
Azoren 22,65
Portugal gesamt 56,26
Stand: 19. September 2021; Quelle: Direção-Geral da Saúde (Daten) / TRAVELBOOK (Inzidenzberechnung)

Auch interessant: Corona-Risikogebiete – die Regelungen in Europa im Überblick

Die Einstufung eines Landes oder einer Region als Hochrisikogebiet erfolgt durch das RKI aufgrund mehrerer Kriterien, etwa:

  • 7-Tagesindizidenz von deutlich über 100
  • Ausbreitungsgeschwindigkeit
  • Hospitalisierungsrate
  • geringe Testrate bei gleichzeitig hoher Positivitätsrate
  • nicht ausreichend vorhandene oder verlässliche epidemiologische Daten
  • Vorhandensein einer Virusvariante, „die mit Eigenschaften eines erhöhten Risikos für die Gesundheit – wie z. B. erhöhte Transmissibilität oder Morbidität – einhergeht“

Auch interessant: Wie das RKI Corona-Risikogebiete definiert

Corona-Versicherung für Portugal-Reisende

Was beinhaltet die Versicherung?

Da Portugal stark auf den Tourismus angewiesen ist, bietet das Land Reisenden gegen Gebühr nun auch eine Corona-Versicherung an – in Kooperation mit der Firma Bónus Seguros. Die Versicherung greift bei „unvorhergesehenen Ereignissen im Zusammenhang mit Covid-19“ und ermöglicht Rückerstattungen bei Flugstornierungen oder -unterbrechungen, heißt es auf der portugiesisch- bzw. englischsprachigen Webseite von Portugal Travel Insurance. Beim genaueren Blick auf die enthaltenen Leistungen fällt allerdings auf, dass diese recht allgemein gehalten sind. So wird beispielsweise eine Unterstützung bei Gepäckdiebstahl in Portugal zugesichert – was mit Covid-19 nichts zu tun hat.

Relevanter für Urlauber sind die unter dem Punkt „Vollständige Deckung bei unvorhersehbaren Situationen“ vermerkten Leistungen. Im Krankheitsfall bietet die Versicherung eine Deckung der…

  • … Arzt- und Krankenhauskosten in Portugal
  • … Kosten für die Nachsorge bei einem Krankenhausaufenthalt
  • … Rückreisekosten im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls

Auch interessant: Was bieten „Corona-Versicherungen“ für Reisende?

Die Preise der Corona-Versicherung für Portugal

Die Kosten für die Versicherung richten sich nach der Dauer des Aufenthalts in Portugal.

  • bis zu 10 Tagen: 37,20 Euro pro Person
  • 10 bis 15 Tage: 43,20 Euro pro Person
  • 16 bis 30 Tage: 48,20 Euro pro Person
  • 30 bis 60 Tage: 65,20 Euro pro Person

Quellen

  • Auswärtiges Amt
  • Deutsche Presse-Agentur
  • Robert Koch-Institut
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