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Neue Apple-Serie "Shrinking": Von der Wiederauferstehung eines Sitcom-Stars

teleschau-Logo teleschau vor 2 Tagen Julian Weinberger
Jimmy (Jason Segel, links) ist zufrieden mit seinen neuen, unkonventionellen Methoden - sein Chef Paul (Harrison Ford) eher weniger. © Apple Jimmy (Jason Segel, links) ist zufrieden mit seinen neuen, unkonventionellen Methoden - sein Chef Paul (Harrison Ford) eher weniger.

Seine Frau ist tot, seine Tochter von ihm entfremdet - und die Patienten nerven: Für Therapeut Jimmy (Jason Segel) läuft es in der Apple-Serie "Shrinking" nicht gut. Doch dann findet er in der lebensnahen Dramedy einen Weg, gleichzeitig seinen Patienten und sich selbst zu helfen: schonungslose Ehrlichkeit.

Bis 2014 schien es in Jason Segels Karriere nur eine Richtung zu geben: nach oben. Dank seiner Rolle als Marshall Eriksen in der Erfolgssitcom "How I Met Your Mother" flogen dem Schauspieler die Sympathien zu. Obendrein ließ sich Segel die Rolle seines Lebens ordentlich versilbern und gehörte zeitweise zu den zehn bestbezahltesten Seriendarstellern der Welt. Doch mit Ende der Serie erlebte die Karriere des 42-Jährigen einen Knick, große Rollen blieben Mangelware.

Als ergrauter Therpeuten-Mentor Paul macht der inzwischen 80-jährige Harrison Ford eine gute Figur. © Apple Als ergrauter Therpeuten-Mentor Paul macht der inzwischen 80-jährige Harrison Ford eine gute Figur.

In den vergangenen zwei Jahren kämpfte sich Segel zurück ins Rampenlicht. Nachdem er 2020 als Schöpfer seiner eigenen Amazon-Serie "Dispatches from Elsewhere" auftrat, verkörperte er zuletzt eine der Hauptrollen in der Sportserie "Winning Time: Der Aufstieg der Lakers-Dynastie". Und ab 27. Januar gehört ihm die Bühne wieder ganz: Bei der Apple-Dramedy "Shrinking" spielt er nicht nur die Hauptrolle, sondern tritt auch als Koproduzent in Erscheinung.

Liz (Christa Miller, links) und Gaby (Jessica Williams) sorgen sich um Jimmy. © Apple Liz (Christa Miller, links) und Gaby (Jessica Williams) sorgen sich um Jimmy.

"Ted Lasso"-Macher lassen es einmal mehr menscheln

Segels Figur Jimmy Laird ist in der neunteiligen Serie des Techriesen ganz unten. Nach dem Tod seiner geliebten Frau Tia (Lilian Bowden) hat er sich eingeigelt. Alte Freunde wie Brian (Michael Urie) hat der Psychotherapeut von sich gestoßen, das Verhältnis zu seiner Tochter Alice (Lukita Maxwell) ist gelinde gesagt angeknackst. Und dann wäre da noch das ständige, nervige Genörgel seiner Patienten samt Vaterkomplexen, Bindungsängsten und Aggressionsproblemen. Kurzum: Jimmy kann sein Leben nicht ausstehen. Doch alles ändert sich, als er beschließt, seinen Klienten ab sofort nur noch die Wahrheit zu sagen.

Schon in der vielfach prämierten Fußball-Hitserie "Ted Lasso" glückte Schöpfer Bill Lawrence eine feine Balance zwischen menschlichem Drama und humoristischen Elementen. Auch in "Shrinking" mischen Lawrence und seine Co-Macher Brett Goldstein (spielte Roy Kent in "Ted Lasso") und Jason Segel die Fehlbarkeit der durchweg lebensnahen Figuren mit Situationskomik, die aber nie überhandnimmt oder die Charaktere der Lächerlichkeit preisgibt.

"Shrinking" mag an keiner Stelle spektakulär sein, dafür menschelt es an jeder Ecke - egal ob beim von Parkinson geplagte Elder-Statesman-Therapeuten Paul (herrlich knorrig: Harrison Ford) oder bei Jimmys sympathischem, aber leicht reizbarem Patienten Sean (Luke Tennie). Zu sehen gibt es den zehnteiligen Dramedy-Stoff ab 27. Januar bei Apple TV+. Nach dem Start mit einer Doppelfolge erscheint wöchentlich eine neue Episode.

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