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7 Ideen, um dir die Gartenarbeit zu erleichtern

Homify-Logo Homify 20.04.2021 press profile homify

Einen Garten zu besitzen, ist wunderschön. Und sich in ihm jahrein, jahraus um Zier- und Gemüsepflanzen, Bäume und das große Drumherum zu kümmern, ist auch ein wunderbar erfüllendes Hobby – das zudem auch noch lauter Leckereien und optische Highlights produziert. Allerdings sollten wir uns auch nichts vormachen: Alles im Garten unterliegt der ständigen Belastung durch die Einwirkungen des Wetters und aller natürlichen Faktoren. Auch ist es vom Erdreich bis zum Baumwipfel ständig nötig, Arbeit zu investieren, denn Mutter Natur wächst unkontrolliert und ihr ist es auch völlig gleich, ob wir Lust zur Gartenarbeit haben oder nicht. Vielfach kann das schöne Gartenhobby deshalb richtiggehend in harte Arbeit ausarten. Ihr möchtet es euch etwas einfacher machen? Dann schaut euch unsere sieben Vorschläge für euren Garten an. Sie alle machen es euch deutlich leichter. 1. Befestigt eure Gartenwege Ganz vorn die Liegewiese; links das von der Küche aus gut erreichbare Kräuterbeet; rechts ziehen sich die langen Gemüsebeete bis ganz ans Gartenende; gegenüber kicken die Kids; dazwischen lauter Bäume und Sträucher – ein wunderschöner Mix aus Zier- und Nutzgarten, umrahmt von einer prachtvollen Mauer aus alten Steinen. Viele Gärten sehen so aus. Allerdings bedeutet eine derartige Nutzung auch, dass zahllose Wege quer durch das Areal notwendig sind. Und wie wir Menschen so sind, neigen wir dazu, immer den direkten Weg zu gehen. Mit etwas Pech sieht euer Garten deshalb nach überraschend kurzer Zeit regelrecht „zertrampelt“ aus. Zumindest aber lässt sich auf einen Blick feststellen, welche Wege ihr immer nehmt. Das ist jedoch nicht nur unschön – als wenn das nicht schlimm genug wäre. Es ist auch eine enorme Belastung für euren Garten. Denn im Prinzip gilt, dass jeder Schritt den Boden verdichtet. Überlegt dazu einfach, auf welch geringe Fußsohlenfläche sich euer Körpergewicht beim Gehen verteilt. Diese Verdichtung zieht eine Menge Nachteile nach sich – nicht nur in der Landwirtschaft unter dem „Eindruck“ von schwerem Gerät, sondern auch in privaten Freizeitgärten. Dadurch, dass ihr ohne feste Wege kreuz und quer durch den Garten lauft, wird so mit der Zeit überall ein wenig mehr verdichtet. Hier ist vor allem die Zeitkomponente das große Problem. Ihr wollt es anders machen? Dann legt feste Wege an und geht folgendermaßen vor: Macht eine Zeichnung von eurem Garten. Tragt darauf ein, welche Wege ihr regelmäßig gehen müsst. Achtet am besten auf eine geschwungene Linienführung ohne strenge Geraden und Winkel. Das wirkt harmonischer und natürlicher. Besorgt euch passende Gehwegmaterialien – beispielsweise Platten aus Strukturbeton. Dazu Sand/Feinkies, Schnur, Schaufel, Wasserwaage und einen schweren Gummihammer. Eine Gehwegbreite von 60 Zentimetern genügt völlig. Markiert zunächst den Verlauf des Weges (ggf. abschnittsweise) mit Schnur. Bei stark geschwungenen Linien könnt ihr auch Flüssigkreide-Spraydosen nehmen – die ist ungiftig und nach ein paar ordentlichen Regenschauern verschwunden. Hebt die Oberfläche aus. Geht so tief, wie es für euer jeweiliges Gehwegmaterial plus die Bettung aus Sand/Kies nötig ist. Bringt das Bettungsmaterial ein. Arbeitet am besten nur meterweise. Zieht mit einem Brett das Material zurecht und kontrolliert alles mit der Wasserwaage. Setzt die Gehwegplatten ein, kontrolliert ebenfalls in beide Richtungen mit der Wasserwaage und klopft sie dann vorsichtig mit dem Hammer in ihre Bettung. Wenn ihr eine neue Platte setzt, kontrolliert mit der Wasserwaage, ob sie in derselben Höhe ist wie die vorangegangene. Zum Schluss füllt ihr Lücken wieder mit dem Aushub auf – ihn könnt ihr auch durchsieben, dann lässt er sich besser verteilen. Wasser hilft euch dabei, dieses Erdreich zu verdichten (das nennt sich Einschlämmen). Auf diese Weise könnt ihr einen wunderbaren Weg durch euren Garten „schlängeln“, habt ungeachtet des Wetters einen festen Untergrund und betretet alles andere nur, wenn es unbedingt nötig ist – sowohl die Versickerungsfähigkeit wie sämtliche Gartenbewohner werden es euch danken. 2. Sagt dem streng gepflegten Rasen adieu Kein Garten ohne Rasen – das steht zwar in keinem Gesetzbuch, ist aber dennoch ein ungeschriebenes Gesetz. Dabei ist so ein Rasen eigentlich ein Quell ständiger Schweißtropfen. Schon seine Anlage ist alles andere als einfach. Und in Hitzesommern benötigt er auch schnell Unmengen von kostbarem Wasser. Dass er euch regelrecht dazu nötigt, spätestens alle paar Wochen den Rasenmäher zu starten (und das teure Gerät zu kaufen), kommt noch hinzu. Und so natürlich der Rasen auch aussehen mag, so sehr ist er eigentlich kein sonderlich natürliches Biotop für Schmetterling, Hummel und Co. Ihr wollt all diese Probleme gleichzeitig lösen? Dann überlegt euch doch, den Rasen zur Wildblumenwiese zu machen. Das funktioniert sowohl, wenn alles noch angelegt werden muss wie dann, wenn der Rasen schon besteht. Wir zeigen euch nachfolgend die Umwandlung eines bestehenden Rasens: Stellt sofort das Mähen ein. Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Mäher auch gleich verkaufen. Wenn ihr es richtig schnell haben wollt, müsst ihr die gesamte Grasnarbe großzügig aufbrechen oder sogar entfernen. Andernfalls könnt ihr auch Flecken für Flecken arbeiten; nur dann dauert die Umwandlung zwei bis drei Jahre. Besorgt euch hochwertiges Saatgut für Wildblumenwiesen. Das gibt es mittlerweile in vielerlei Varianten. Achtet darauf, dass ihr vom NABU empfohlene Samen-Sorten dabeihabt. Pro Quadratmeter benötigt ihr ungefähr fünf bis zehn Gramm Saatgut. Der Rest ist simpel: Streut das Saatgut bei warmer Witterung aus und arbeitet es etwas ein. Für gleichmäßigere Ergebnisse könnt ihr auch einen Streuwagen nehmen, wie man ihn auch zur Anlage eines normalen Rasens heranzieht. Dann muss die Wildblumenwiese für rund sechs Wochen schön feucht gehalten werden. Der Rest? Zurücklehnen. Diese Wiese pflegt sich selbst. Höchstens zweimal im Jahr solltet ihr überhaupt schneidend eingreifen – zwingend nötig ist es allerdings wirklich nicht. Genießt es und hört genau hin: Was da summt und brummt sind lauter neue Gartenbewohner, die ein derart ursprüngliches Habitat dringend benötigen. 3. Bekämpft Kraut mit Kraut Da habt ihr euch nun abgemüht, die schönsten Gemüse- und Zierbeete anzulegen, lockert immer wieder die Erde auf und wässert, wenn nicht genug Regen fällt. Doch nicht nur eure Pflanzen danken es euch, sondern auch eine ganze Menge Unkräuter (der Fachmann nennt sie übrigens Beikräuter). Langfristig gewinnen könnt ihr diesen Kampf mit herkömmlichen Methoden nicht. Denn alle Lebensbedingungen, die euren Pflanzen helfen, ziehen auch Beikräuter an – und die Samen gelangen auf natürlichem Weg auch immer wieder auf den Boden. Die beiden einzigen Lösungen, die wirklich dauerhaft Ruhe verschaffen und Arbeit abnehmen, sind diese: Mulch. Wegen seiner Langlebigkeit am besten Rindenmulch. Deckt im Beet alles mit Zeitungspapier ab, was nicht mehr bewachsen werden soll. Darauf kommt eine mindestens zwei Finger dicke Schicht Rindenmulch. Die Zeitung verhindert, dass bestehende Kräuter von unten durchwachsen; der Mulch lässt hingegen kein Licht mehr ans Erdreich, wodurch auch längerfristig keine neuen Kräuter nachwachsen. Gleichzeitig kann Regenwasser eindringen, aber der Mulch hält die Erde feucht. Das hilft euch, indem ihr seltener wässern müsst. Lasst aber einige Zentimeter rund um eure gewollten Pflanzen frei, damit sie ungestört Licht, Luft und Wasser bekommen. Bodendecker. Das sind sehr niedrig wachsende, sich allmählich ausbreitende Pflanzen. Da sie so niedrig bleiben, stellen sie keine Gefahr für eure gewünschten Pflanzen dar. Gleichzeitig besetzen sie aber jenen Lebensraum, welchen die Beikräuter benötigen. Toller Nebeneffekt: Nehmt ihr immergrüne Bodendecker, sehen die Beete das ganze Jahr über schön aus. Manche Sorten sind auch durch Blüten eine ganz eigene Zierde. Mulch müsst ihr alle paar Jahre auffrischen, weil er sich natürlich zersetzt. Bei den Bodendeckern hingegen müsst ihr nur gelegentlich die Gartenschere ansetzen, wenn die Triebe euren gewünschten Pflanzen zu nahekommen. Was ihr nehmt, bleibt euch überlassen, wirksam sind beide Methoden gleichermaßen. 4. Legt euch Erinnerungsstützen an Jeder Garten ist anders. Und auch wenn es im Nutzpflanzenbereich zahllose Ratgeber gibt, die euch genau sagen, was ihr wann wie aussähen, pflegen und ernten müsst, so gibt es doch keinen Universalratgeber, der für jeden Garten passt und Tipps für sämtliche dort nötigen Arbeiten inkludiert. Nun, zumindest existiert ein solcher Ratgeber nicht auf dem freien Markt. Wenn ihr ihn euch erstellt, sieht es jedoch etwas anders aus. Eine Möglichkeit zur Vorgehensweise ist die professionelle Zusammenstellung von Fotos zu einem Fotobuch: Ihr fotografiert jede Pflanze eures Gartens. Dann schreibt ihr bei der Gestaltung dazu, wann ihr sie setzt und erntet, welche Pflege sie wann benötigt. Lasst ihr darunter noch etwas Papierfläche frei, könnt ihr mit steigenden Erfahrungen auch noch weitere handschriftliche Ergänzungen vornehmen. Wenn ihr dieses Buch mit einem Taschenkalender kombiniert, in dem ihr jahresgenau eintragt, wann ihr was gepflanzt und ausgesät habt (auch mit genauer Nennung der Sorte, falls ihr beispielsweise innerhalb einer Pflanzenfamilie wechselt), erstellt ihr euch so einen riesigen Almanach eures eigenen Gartens. Gibt es etwas zu tun, müsst ihr nur die richtige Seite aufschlagen und nachschauen.

5. Setzt, wo es geht, auf mehrjährige Pflanzen

5. Setzt, wo es geht, auf mehrjährige Pflanzen © homify / press profile homify 5. Setzt, wo es geht, auf mehrjährige Pflanzen

Im Gemüsebeet gibt es oftmals keine Alternative zu einjährigen Pflanzen. Allein schon deshalb, weil ein guter Hobbygärtner auch in diesem Kleinformat eine Dreifelderwirtschaft mit Fruchtfolge betreiben sollte, damit der Boden durch den unterschiedlichen Nährstoffbedarf der Leckereien nicht allmählich ausgelaugt wird. 

Doch wenn ihr so vorgeht, wisst ihr auch, wie anstrengend dies sein kann: Boden vorbereiten, anpflanzen, pflegen, ernten, Pflanze entfernen, Boden wieder vorbereiten. Aus diesem Grund solltet ihr für eine echte „Arbeitsminimierung“ in eurem Garten versuchen, außerhalb des Gemüsebeets auf einjährige Pflanzen zu verzichten. Das bedeutet keineswegs, dass ihr dabei auf schöne Blüten verzichten müsstet. 

Schon die Rose kommt jedes Frühjahr zurück. Wenn ihr euch gezielt im Bereich der Stauden umseht, findet ihr sogar eine riesige Auswahl in sämtlichen Farben und Blütenformen – selbst wenn ihr euch natürlich nur auf diejenigen Stauden beschränken müsst, die einen typischen Winter an eurem Standort verkraften.

Das Einzige, was dann neben dem Wässern noch an Arbeit ansteht, sind gewisse Pflegeschnitte. Sie sind aber wirklich simpel und rückenschonend. Apropos:

6. Schont gezielt euren Rücken und den restlichen Körper

6. Schont gezielt euren Rücken und den restlichen Körper © homify / press profile homify 6. Schont gezielt euren Rücken und den restlichen Körper

Gartenarbeit wird gemeinhin als vergleichsweise leicht dargestellt. Als etwas, das auch Rentner problemlos durchführen können. In der Praxis allerdings ist dies eine ziemlich einseitige Betrachtung. Natürlich, ein paar Pflänzchen in die Erde zu bringen, treibt sicher nicht gerade den Schweiß auf die Stirn. Aber wer stundenlang auf Knien arbeitet, weiß am Ende des Tages schon, was er geleistet hat – und spürt es auch. 

Das große Problem ist, dass viele Gartenarbeiten gleichzeitig repetitiv sind, also relativ monotone Bewegungen verlangen, wie sie diese Bewegungen auch in einer (dauerhaft) anstrengenden Zwangshaltung verlangen – also ähnliche Dinge, die auch dafür sorgen, dass so viele Büroangestellte schmerzgeplagt sind. 

Eure wichtigsten Helfer gegen diese Art der einseitigen Belastung sind die folgenden Dinge:

Gelenkschoner. Kindern mag es nichts ausmachen, dauernd auf den Knien herumzurutschen. Ihr als Erwachsene solltet jedoch für ein gutes Polster sorgen, auch wenn ihr im frischgeharkten Beet kniet. Dafür könnt ihr ruhig variabel sein: Kleine transportable Schaumstoffkissen aus dem Gartenmarkt sind eine Möglichkeit. Knieschützer aus dem Sportbereich eine andere. Auch gibt es bei vielen Modellen von Arbeitshosen vorne im Bein Taschen, in die spezielle Schaumstoffpolster eingeschoben werden.

Kniebänke. Sie kombinieren das transportable Schaumstoffkissen mit einem robusten Gestell aus Metallrohr und oft auch daran befestigten Taschen für das Gartenwerkzeug. Sie helfen euch vor allem, wenn ihr bei der knienden Gartenarbeit immer wieder aufstehen müsst. In dem Fall stützt ihr euch mit den Armen auf das Gestell und verteilt so die Last auf den ganzen Körper.

Rollsitze. Sie sind die mit dicken Reifen ausgestatteten Verwandten der Werkstattsitze. Sie sind so niedrig, dass ihr von dort problemlos den Boden erreichen könnt. Geht es weiter, müsst ihr euch nur mit den Beinen abdrücken – toll beispielsweise, wenn ihr in einem Beet lange Reihen von Pflanzen in die Erde bringen müsst, aber auch beim Bewässern mit dem Schlauch.

Beetgestaltung. Je breiter ein Beet, desto mehr müsst ihr euch verrenken, um alles zu erreichen. Sorgt vor allem im Gemüsebeet dafür, dass ein Streifen nicht breiter als 120 Zentimeter ist; noch besser sind 100. Gibt es dann auf beiden Seiten einen (schmalen) Weg, kommt ihr gut an alles heran, ohne euch zu sehr strecken zu müssen. Das hilft auch beim folgenden Punkt:

Werkzeugstiele. Hier sind leider viele Gartengeräte mit deutlich zu kurzen Stielen ausgestattet – falsche Sparsamkeit der Hersteller. Selbst bei schmalen Beeten müsst ihr euch dann trotzdem weit nach vorne neigen und euren Rücken samt Schultern strapazieren. Besser ist es, wenn ihr all eure Werkzeuge mit maximal langen Stielen verseht – in Abhängigkeit von der Art der zur Bedienung nötigen Bewegung. Beispielsweise sollte alles, was ihr zieht (etwa der Rechen) stehend rund 30 Zentimeter über euren Kopf hinausragen. Probt dazu immer im Geschäft und kauft solche Werkzeuge nicht blindlings online. Bei allem solltet ihr idealerweise aufrecht stehen können.

Hochbeete. Zwar wird es in vielen Gärten nicht möglich sein, alle ständig zu bearbeitenden Beete „höherzulegen“. Jedoch solltet ihr versuchen, zumindest alle Gemüsepflanzen, die mehrmals pro Saison geerntet werden können, in diese Beete zu verlagern. Beispielsweise nachwachsende Salate oder Tomaten. Achtet jedoch darauf, dass ein gutes Hochbeet eine sorgsame Strategie und Vorgehensweise benötigt. Für maximale Langlebigkeit kann es deshalb vielleicht auch Sinn machen, noch ein letztes Mal den Schweiß fließen zu lassen und das Beet zu mauern oder aus Beton zu gießen, statt es aus Holz zu errichten. Achtet jedoch auch hier darauf, das Beet nicht zu breit zu machen, sonst müsst ihr euch wieder recken.

Falls ihr allerdings auch auf einen Mähroboter setzen möchtet, solltet ihr dies bitte absolut nur tun, wenn euer Garten ringsherum komplett geschlossen ist. Der Grund: Sobald es irgendwo auch nur ein kleines Schlupfloch gibt (etwa unter Toren und Zäunen), ist es sehr wahrscheinlich, dass Igel euren Garten nachts besuchen oder tagsüber darin schlafen. 

Leider werden genau diese Tiere sehr häufig durch die Mähroboter schwer verletzt oder getötet, weil sie nicht weglaufen, sondern sich abwehrend zusammenkugeln – und dann leider überrollt werden. Geht auch bitte nicht davon aus, dass bei euch keine Igel seien. Die sehr scheuen Tiere bleiben trotz Anwesenheit für den Menschen unsichtbar und finden sich auch in sehr stadtnahen Lebensräumen.

7. Macht euch frei von der Bewässerungsarbeit

Spätestens die Hitze- und Dürresommer 2018 und 2019 haben uns vor Augen geführt, dass es ohne künstliche Bewässerung vielfach einfach nicht mehr geht. Wenn nicht genug vom Himmel fällt und auch die Grundwasserstände absinken, bleibt nicht einmal für viele Bäume etwas übrig. Geschweige denn Pflanzen, deren Wurzeln nur wenige Zentimeter tief reichen.

Klar ist deshalb, dass ihr auch in Zukunft immer wieder, zumindest partiell, Mutter Natur unterstützen müsst. Allerdings kann dies ebenfalls zu einer Mammutaufgabe werden. Denn wenn das Thermometer wochenlang auch nachts nicht unter 25°C fällt und kein Tropfen Regen fällt, müsst ihr im Zweifelsfall jeden Morgen oder Abend zu Schlauch oder Gießkanne greifen.

  • Ersteres ist zwar etwas komfortabler, frisst aber gehörig viel Zeit – vor allem deshalb, weil ein effektives Bewässern deutlich mehr benötigt, als nur den Boden so zu benetzen, dass er sich dunkel verfärbt. 
  • Letzteres frisst noch mehr Zeit und geht zudem auch gehörig auf die Muskeln und Gelenke, besonders den Rücken – eine typische Garten-Gießkanne fasst 14 Liter. Auch wenn sie aus Kunststoff besteht, wiegt sie dennoch in gefülltem Zustand ebenso viele Kilogramm.

Auch hier habt ihr die Option, euch mit einer finalen Arbeit für immer Ruhe zu verschaffen. Und zwar mit Bewässerungssystemen. Viele verstehen darunter Geräte wie den Rasensprenger. Der gehört zwar tatsächlich dazu, ist aber nur ein Baustein und auch nur für Flächen geeignet.

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Gezielter sind sogenannte Tropf-, Perl- oder Schwitzschläuche. Das sind solche Schläuche, bei denen das Wasser nicht nur an einem Ende heraussprudelt, sondern entweder an einigen Löchern oder über die ganze Oberfläche. Diese Schläuche verlegt ihr entweder in einem Beet oder grabt sie dicht bei den Pflanzen kurz unter der Erdoberfläche ein. Mit einem Millimeterbohrer und einem Verschlussstopfen könnt ihr sogar einen normalen Gartenschlauch derartig umbauen – oder einen alten Schlauch upcyceln.

Mit genügend Abzweigungen könnt ihr so jede Ecke eures Gartens versorgen. Der Rest ist nur noch das Aufdrehen eines Wasserhahns oder das Einschalten einer Brunnen- oder Regenwasserpumpe. Und weil auch der Garten mittlerweile smart wird, gibt es alternativ auch Bewässerungscomputer, die das automatisch übernehmen.

Tipp: Wenn ihr sowieso Wege anlegt, könnt ihr auch etwas tiefer graben und auf diese Weise eine Wasserhauptleitung durch den Garten legen, von der ihr dann nur noch abzweigen müsst. 

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