Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

5 Millionen Infizierte – WHO meldet Rekordzahl an Neuinfektionen

WELT-Logo WELT 22.05.2020
Prof. Claudia Brözel, Tourismusforscherin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, erklärt im WELT-Interview, wie die Zukunft des Tourismus aussehen könnte. Quelle: WELT/ Fanny-Fee Werther © WELT/ Fanny-Fee Werther Prof. Claudia Brözel, Tourismusforscherin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, erklärt im WELT-Interview, wie die Zukunft des Tourismus aussehen könnte. Quelle: WELT/ Fanny-Fee Werther

Die Zahl der weltweit registrierten Coronavirus-Infektionen hat am Donnerstagmorgen die Marke von fünf Millionen überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität im US-Bundestaat Baltimore gibt es weltweit 5.001.494 bestätigte Fälle. Rund 328.000 Menschen starben bereits an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue weltweite Rekordzahl täglicher Neuinfektionen gemeldet. „In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet – die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. Die Gesundheitsbehörde befürchte insbesondere schwerwiegende Folgen für ärmere Länder, hieß es weiter. „Wir haben bei der Covid-19-Pandemie noch einen langen Weg vor uns“, sagte Tedros.

Corona_teaser_Weltkarte © Infografik Die Welt/Steinröder Corona_teaser_Weltkarte

„Wir sind sehr besorgt über die steigende Zahl von Fällen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen“, sagte der WHO-Chef weiter. Dort sei das Gesundheitssystem schwach oder nicht vorhanden, zudem seien notwendige Maßnahmen wie Distanzregeln schwieriger umzusetzen.

Fast zwei Drittel der binnen 24 Stunden gemeldeten Fälle wurden laut Tedros aus vier Ländern gemeldet. Der WHO-Chef gab jedoch nicht an, um welche Staaten es sich dabei handelte. Laut der Internetseite der Organisation handelte es sich im letzten WHO-Bericht um die USA, Russland, Brasilien sowie Saudi-Arabien. Danach folgten Indien, Peru und Katar.

Weiter weniger als 1000 neue Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstagmorgen 745 Neuinfektionen für Deutschland und damit den zwölften Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.752, wie das RKI mitteilt.

Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 57 auf 8147 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 158.000 rund 1100 mehr als am Vortag.

In den letzten sieben Tagen überschritten die kreisfreie Stadt Straubing (54,4 Fälle pro 100.000 Einwohner) und der Landkreis Coburg (61 Fälle pro 100.000 Einwohner) die Obergrenze.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit 45.929 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2348 Toten, Nordrhein-Westfalen mit 36.912 Fällen und mindestens 1546 Toten sowie Baden-Württemberg mit 34.175 bestätigten Fällen und mindestens 1680 Toten.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag. Das RKI aktualisiert nur einmal pro Tag die Zahlen.

Bei den bundesweiten Labortests auf das neue Coronavirus sind immer weniger Proben positiv. Das geht aus dem jüngsten Bulletin des RKI hervor, das am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach waren in der 20. Kalenderwoche vom 11. bis zum 17. Mai von 425.842 übermittelten Testergebnissen aus 176 Laboren 1,7 Prozent positiv. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn dieser Statistik Mitte März. Die Anzahl der wöchentlichen Tests und der meldenden Labore schwankt allerdings. In der 18. Kalenderwoche lag die Anzahl der Positiv-Tests bei 3,9 Prozent, in der 19. Woche bei 2,7 Prozent. Den höchsten Wert gab es in der 14. Kalenderwoche Anfang April mit neun Prozent – bei insgesamt 408.348 Testergebnissen aus 154 Laboren.

Italien meldete am Mittwoch einen Rückgang der bekannten Neuinfektionen auf 665 von 813 am Dienstag. Die Zahl der neuen Todesfälle blieb dem Katastrophenschutzamt zufolge mit 161 faktisch unverändert. Insgesamt sind damit in Italien 32.330 Tote und 227.364 Infektionen verzeichnet.

In Spanien stieg die Zahl der bekannten Neuinfektionen am Mittwoch um 518 auf 232.555. Zudem gebe es weitere 95 Todesfälle und damit insgesamt 27.888, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Frankreich meldete am Mittwoch 418 Neuinfektionen, insgesamt damit 143.845. Die Zahl der Todesfälle stieg um 110 auf 28.132.

In Indien gibt es inzwischen mehr als 112.000 bestätigte Corona-Infektionen. Damit liegt das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land auf Platz 11 der globalen Coronazahlen-Liste der amerikanischen John-Hopkins-Universität. Trotz einer zunächst sehr strikten Ausgangssperre im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde hat sich die Kurve nicht abgeflacht. Inzwischen gibt es in Indien mehr Infektionen als in China. Die Ausgangssperre wurde mittlerweile gelockert, und viele Geschäfte, Märkte sowie Fabriken sind wieder geöffnet, auch der öffentliche Verkehr fließt in mehreren Städten wieder.

Die Johns-Hopkins-Universität zählt in den USA rund 1,55 Millionen Fälle, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Fast 93.500 Menschen sind demzufolge bislang infolge einer Infektion gestorben.

In Russland sind inzwischen mehr als 3000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. In den vergangenen 24 Stunden wurden weitere 127 Tote gemeldet. Zugleich legte die Zahl der bekannten Infektionen um 8849 auf 317.554 zu. Russland hat nach den USA die meisten nachgewiesenen Infektionsfälle.

Die Zahl der Todesfälle in Großbritannien liegt laut JHU bei mehr als 35.700. Insgesamt wurden fast 250.000 Infektionen verzeichnet.

In China, wo das Virus seinen Ursprung hat, gab es Stand Donnerstagmorgen laut JHU mehr als 84.000 registrierte Infektionsfälle, die Zahl der Todesopfer lag bei 4638.

Alle aktuellen und weltweiten Entwicklungen zum Coronavirus können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.

Haben Sie Fragen zum Coronavirus? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Informationen.

Für unsere umfassende Corona-Berichterstattung laden Sie sich die Microsoft News App auf Windows 10iOS oder Android herunter.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von WELT

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon