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RKI meldet 2440 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt weiter

WELT-Logo WELT 11.06.2021
Jeden Tag hören wir die neuen Corona-Fallzahlen. Aber was bedeuten sie, an welcher Stelle der Pandemie stehen wir? Und wie ist die Tendenz? Olaf Gersemann erklärt und bewertet hier jeden Morgen kurz und kompakt die Zahlen. Alles, was Sie am 10. Juni wissen müssen. Quelle: WELT / Olaf Gersemann © WELT / Olaf Gersemann Jeden Tag hören wir die neuen Corona-Fallzahlen. Aber was bedeuten sie, an welcher Stelle der Pandemie stehen wir? Und wie ist die Tendenz? Olaf Gersemann erklärt und bewertet hier jeden Morgen kurz und kompakt die Zahlen. Alles, was Sie am 10. Juni wissen müssen. Quelle: WELT / Olaf Gersemann

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7).

Coronavirus © Infografik Die Welt/Steinröder Coronavirus

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.711.569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.569.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, beträgt nun 89.687.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 79 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Am besten kommen bundesweit derzeit der bayerische Landkreis Tirschenreuth und die Stadt Schwerin durch die Pandemie: Die Sieben-Tage-Inzidenz in den beiden Kreisen ist nach Daten des RKI vom Donnerstag auf Null gesunken. Damit lagen die beiden Kreise deutschlandweit vorn – gefolgt vom Landkreis Ostholstein in Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 0,5, wie aus den RKI-Daten hervorgeht. Allerdings sind die Daten wegen der Meldeketten nicht immer ganz aktuell, auch gibt es immer wieder Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter.

In Deutschland sind inzwischen 47 Prozent (39,1 Millionen) der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag (Stand: 13.51 Uhr) haben 39,1 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. 19,9 Millionen Menschen (23,9 Prozent) sind vollständig geimpft. Insgesamt sind demnach 57,9 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Mittwoch wurden sogar 1.280.338 Impfdosen an nur einem Tag gespritzt.

Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet Bremen mit 50,4 Prozent. Sachsen liegt mit 41,5 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Das Saarland liegt bei der Berücksichtigung aller verabreichten Impfdosen beim Tempo an der Spitze, während die Kampagne dem RKI zufolge in Brandenburg am langsamsten läuft. Das östliche Bundesland hat aber von allen Ländern bislang auch mit die wenigsten Impfdosen erhalten.

Impfwillige können sich seit Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig stiegen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

Corona weltweit

Indien meldete am Donnerstag 6148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden und damit einen neuen weltweiten Höchstwert. Dazu trug vor allem bei, dass der Bundesstaat Bihar seine Todeszahl am Vortag wegen einer neuen Erfassung um rund 4000 Fälle nach oben korrigierte. Hier werden nun auch Fälle berücksichtigt, bei denen Menschen zu Hause oder in privaten Kliniken an Covid-19 starben.

Damit steigt die Zahl der Todesfälle in dem südasiatischen Land auf 359.676, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das ist der dritthöchste Wert weltweit nach den USA und Brasilien. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen erhöhte sich in Indien um 94.052 auf 29,2 Millionen. Die täglich gemeldeten Neuinfektionen waren zuletzt unter die Schwelle von 100.000 gefallen, nachdem es Anfang Mai teils noch über 400.000 gewesen waren. Das Gesundheitssystem war teilweise überlastet, in Kliniken wurden Intensivbetten knapp.

Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird.

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Entwicklung bei der Inzidenz haben wir die Skalierung bei unserer Karte zu den Corona-Hotspots angepasst.

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