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RKI meldet 289 neue Fälle in Deutschland

WELT-Logo WELT 25.05.2020
Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die rasant ansteigende Zahl der Infektionen in Südamerika mit Sorge. Der Kontinent sei „zu einem neuen Epizentrum der Krankheit geworden“, sagte WHO-Experte Michael Ryan. Quelle: WELT © WELT Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die rasant ansteigende Zahl der Infektionen in Südamerika mit Sorge. Der Kontinent sei „zu einem neuen Epizentrum der Krankheit geworden“, sagte WHO-Experte Michael Ryan. Quelle: WELT

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montagfrüh in Deutschland einen Anstieg der Corona-Infektionen um 289 auf nunmehr 178.570 Fälle. Die Zahl der Toten sei zum Vortag um zehn auf 8257 geklettert.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag bei 0,94 (Datenstand 24.5.,0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert zuletzt bei 0,93. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen.

Corona_teaser_Weltkarte © Infografik Die Welt/Steinröder Corona_teaser_Weltkarte

In den vergangenen sieben Tagen überschritt nur die Stadt Regensburg die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. (72,1) In Bayern, das einen schärferen Grenzwert von 35 angesetzt hat, überschritten der Landkreis Coburg (41,4) und Lichtenfels (41,9) den Grenzwert. In Thüringen ist weiterhin der Kreis Sonneberg (35,6) stärker betroffen.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46.326 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2382 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 37.298 Fällen und mindestens 1565 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.431 bestätigten Fällen und mindestens 1698 Toten.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag. Das RKI aktualisiert die Zahlen nur einmal pro Tag.

Die Zahl der weltweit registrierten Coronavirus-Infektionen liegt inzwischen laut der Johns-Hopkins-Universität bei über 5,4 Millionen. Mehr als 345.000 Menschen starben bereits an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen.

Die Johns-Hopkins-Universität zählt in den USA über 1,64 Millionen Fälle, mit deutlichem Abstand mehr als in jedem anderen Land der Welt. Auch bei den täglichen Neuinfektionen sind die USA weiterhin führend. Über 97.720 Menschen sind bislang infolge einer Infektion gestorben. Neben New York hat sich auch die Hauptstadtregion um Washington D.C. zu einem neuen Epizentrum des Virus entwickelt - gemeinsam mit den umliegenden Bundesstaaten Maryland und Virginia herrscht hier derzeit landesweit die höchste Ansteckungsrate.

Lateinamerika ist das neue Zentrum der Epidemie

Die Zahl der registrierten Todesopfer durch die Corona-Pandemie in Lateinamerika und der Karibik ist auf mehr als 40.000 gestiegen. Dies ergab in der Nacht zum Montag eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben. Innerhalb von nur zwei Wochen hat sich damit die Gesamtzahl der in dieser Weltregion verzeichneten Corona-Toten verdoppelt.

Brasilien ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Region und das am zweitstärksten betroffene weltweit – nur die USA haben mehr Fälle. Bis Sonntagabend (Ortszeit) wurden dort 22.666 Todes- und 363.211 Infektionsfälle gezählt. Angesichts des Ausmaßes der Infektionszahlen in Brasilien verkündete die US-Regierung am Sonntag ein Verbot von Einreisen aus dem südamerikanischen Land. Dahinter liegen Peru (3456 Tote und 119.959 Infizierte) und Mexiko (7394 Tote und 68.620 Infizierte).

In Russland ist die Zahl der Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages auf einen neuen Höchststand gestiegen. 153 infizierte Menschen starben seit Samstag, wie die Behörden in Moskau am Sonntag mitteilten. Damit gibt es mittlerweile 3541 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Landesweit haben sich mehr als 344.481 Menschen infiziert – 113.300 gelten als genesen. Ein Großteil der aktiven Fälle betrifft dabei die Hauptstadtregion um Moskau.

Die Zahl der Todesfälle in Großbritannien liegt laut JHU bei 36.875. Insgesamt wurden 260.916 Infektionen verzeichnet.

In Spanien starben bislang 28.752 Menschen im Zuge der Pandemie. Die Zahl der Infektionen stieg auf 235.772. Am stärksten ist weiterhin die Region um die Hauptstadt Madrid betroffen, die Zahl der Neuinfektionen ist aber weit von jener zu Hochzeiten der Pandemie in März und April entfernt. Die wenigsten Neuinfektionen gab es gemessen an der Einwohnerzahl in den vergangenen 14 Tagen in der nördlichen Region Asturien, auf den Kanaren und im südlichen Andalusien.

In Italien stieg die Zahl der Todesopfer auf 32.735. Es wurden zuletzt landesweit 531 neue Ansteckungsfälle gemeldet - etwa die Hälfte davon erneut in der bislang am schwersten von Covid-19 getroffenen Region, der Lombardei. Sizilien, Sardinien und das südliche Kalabrien meldeten dagegen keinen einzigen neuen Corona-Fall. Insgesamt 229.858 Menschen wurden damit bislang positiv getestet.

Frankreich liegt inzwischen bei 182.709 gemeldeten Infektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 28.370.

In Indien gibt es inzwischen mehr als 138.854 bestätigte Corona-Infektionen. Damit liegt das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land auf Platz 10 der globalen Coronazahlen-Liste der amerikanischen John-Hopkins-Universität. Trotz einer zunächst sehr strikten Ausgangssperre im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde hat sich die Kurve nicht abgeflacht.

China bestätigt elf neue Coronavirus-Fälle, gegenüber drei am Vortag. Nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission stammen alle Neuinfektionen von Einreisenden. Zehn der sogenannten „importierten Fälle“ befinden sich in der Inneren Mongolei, einer in der südwestlichen Provinz Sichuan. Die Gesamtzahl der Covid-19-Erkrankten beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 82.985. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4.634.

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