Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Überwachung durch Sprachassistenten: Alexa, die Verräterin

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 05.06.2019 Jörg Hunke
Sprachassistenten können nichts für sich behalten. © Getty Images/iStockphoto Sprachassistenten können nichts für sich behalten.

Schon in der Vergangenheit sind in Wohnungen Mikrofone angebracht worden, um Kriminelle zu belauschen. Telefone wurden später abgehört, Smartphones natürlich auch. Es ist nur der nächste Schritt, wenn die Innenminister den Nachrichtendiensten in Zukunft ermöglichen wollen, auch Sprachassistenten wie Amazons Alexa anzuzapfen, um Täter zu überführen. Die Sprachassistenten können eben nichts für sich behalten, die Behörden wissen, wie sie das nutzen können. So geht Ermittlung 4.0. In den Wohnungen können sich allerdings auch Menschen aufhalten, die unverdächtig sind und trotzdem belauscht werden können. Gerichte haben also eine hohe Verantwortung, wenn sie die Genehmigung zum Abhören erteilen.

Das interessiert andere MSN-Leser: 

Emojis: Die wahre Bedeutung hinter den Smileys

Luftfahrt: Die Lufthansa befindet sich in der Digitalfalle

Entwicklerkonferenz: Apple sagt iTunes Lebewohl

Das Problem bei Sprachassistenten - je mehr sie hören, desto besser funktionieren sie

Die Sprachassistenten haben noch eine weitere Schwachstelle: Je häufiger wir mit ihnen kommunizieren, desto besser können sie unsere Stimme identifizieren und zuordnen. Unsere Stimme begleitet uns immer, sie charakterisiert uns, macht uns einzigartig, ein Leben lang. Das Risiko: Wenn wir uns in Zukunft also in der Öffentlichkeit unterhalten, wird es nicht schwer sein, uns nicht nur durch Videoüberwachung und Bilderkennung zu finden, sondern auch anhand unserer Stimme. Beispielsweise in Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe, in denen die Videokameras schon jetzt mit Mikrofonen ausgestattet sind.

Es bleibt das Dilemma unserer Zeit: Je mehr persönliche Informationen wir preisgeben, desto besser funktionieren die High-Tech-Geräte. Aber desto größer ist auch die Gefahr, dass die Informationen gegen uns verwendet werden können.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Berliner Zeitung

Berliner Zeitung
Berliner Zeitung
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon