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Adobe Flash: Jetzt ist endgültig Schluss

t3n Magazin-Logot3n Magazin 04.01.2021 Raimund Schesswendter

Der Methusalem der Webgeschichte nimmt nun endgültig seinen Hut: Adobe Flash ist Geschichte. © 360b / Shutterstock.com Der Methusalem der Webgeschichte nimmt nun endgültig seinen Hut: Adobe Flash ist Geschichte.

Adobe hat den Support endgültig eingestellt, sodass die Plattform nun nur noch als Spielwiese für Hacker dient. Wer Flash noch nicht deinstalliert hat, sollte das jetzt schleunigst nachholen.

„Die Warnmeldung kommt jedes Mal, ich klicke die immer weg.“ Kaum jemand kennt diese Aussage nicht. Ein lästiges Unterfangen, mit dem man sich nicht beschäftigen will, wird einfach auf später verschoben. Dieses Warnfenster sollte man jedoch spätestens jetzt ernst nehmen: Flash zu deinstallieren. Die Plattform gehört längst vom Computer verbannt und erhält ab sofort keine (Sicherheits-)Updates mehr. Adobe rät daher allen Nutzern „dringend“, den Flash-Player zum Schutz ihrer Systeme zu deinstallieren – wer dies nicht ohnehin schon getan hat. Für Nutzer von Windows 10 stellt Microsoft ein entsprechendes Update bereit, dass den Player und seine Komponenten automatisch aus dem System tilgt. Wer alte

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Flash-Inhalte und -Spiele sicher nacherleben will, kann für diesen Zweck einen Emulator einsetzen.

Steve Jobs 2010: Flash ist aus der Zeit gefallen

Bereits 2015 forderte Adobe die Entwickler auf, statt der hauseigenen Lösung HTML5 zu verwenden. Zwei Jahre später kündigte das Softwareunternehmen den Support-Stopp an, der nun in Kraft tritt. Bereits 2010 erklärte Steve Jobs in einem viel beachteten Brief, warum Apple den Standard nicht unterstützt und welche Probleme Flash mit sich bringt. Der iPhone-Konzern hatte sich die Kritik des ehemaligen Partnerunternehmens eingehandelt, nachdem er alle Flash-Inhalte auf seinen tragbaren Produkten untersagte.

Adobe schaffte es nie, das Webtool vernünftig auf mobile Geräte zu portieren und gab dieses Unterfangen schließlich auf. Jobs empfahl dem Unternehmen bereits 2010: „Konzentriert euch lieber darauf, großartige HTML5-Tools zu entwickeln.“ Er setzte dort Flash mit „Vergangenheit“ gleich. Diese Vergangenheit ist mit dem 1. Januar 2021 endgütig Realität geworden.

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