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Internet Explorer: Der Support läuft aus, Microsoft rät zu Edge

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 15.06.2022 Markus Böhm

Der 15. Juni ist ein Tag für die Internet-Geschichtsbücher: Microsoft schickt seinen Internet Explorer in Rente. Weiterlaufen soll der Browser nur in Sonderfällen.

© Levine Roberts / IMAGO

Die Zeit des Internet Explorer ist abgelaufen – das sieht längst auch Microsoft so. An diesem Mittwoch hat das Unternehmen seinen Support für den 1995 eingeführten und einst weit verbreiteten Browser weitgehend auslaufen lassen. Betroffen sind Windows-10-Versionen, die dem sogenannten »halbjährlichen Kanal« zuzuordnen sind, also zweimal jährlich ein Funktionsupdate bekommen. Beim Versuch, den Browser zu starten, sollen Nutzerinnen und Nutzer fortan zunächst zum Nachfolgeprogramm Edge geleitet werden. Später soll der Internet Explorer auf den betroffenen Systemen dann per Windows-Update endgültig deaktiviert werden.

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Laut Daten der Website Statcounter kam der Internet Explorer im Bereich der Desktop-Browser zuletzt noch auf einen weltweiten Marktanteil von immerhin 0,64 Prozent.


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Microsoft hatte bereits vor gut einem Jahr angekündigt, dass der Internet Explorer 11, der zuletzt am 7. Mai ein Update erhielt, als letzte Hauptversion des Programms in die Internetgeschichte eingehen wird. Für Windows 11, Microsofts jüngstes Betriebssystem, stellte der Konzern gar keine Version der über Jahrzehnte weit verbreiteten Software mehr zur Verfügung.

Nutzerinnen und Nutzern, die derzeit noch mit dem Internet Explorer surfen, rät das Unternehmen schon länger, auf seinen 2015 veröffentlichten Browser Edge zu wechseln. In Edge hat Microsoft einen sogenannten IE-Modus verbaut, mit dem sich auf den Internet Explorer ausgelegte Apps und Websites weiter nutzen lassen (mehr dazu hier). Der IE-Modus soll mindestens noch bis 2029 Teil des neuen Browsers bleiben, den Microsoft als schneller und sicherer bewirbt.

Auf manchen Systemen läuft der Internet Explorer weiter

Endgültig tot ist der Internet Explorer mit der aktuellen Änderung nicht. Von Microsofts Vorstoß ausgenommen sind unter anderem sogenannte LTSC-Versionen von Windows 10. Diese »Long-Term-Service-Channel«-Varianten stehen jedoch nur Unternehmen zur Verfügung, die bereit sind, für langfristigen Support zu zahlen.

Vom Support-Ende nicht betroffen sind zudem Versionen des Internet Explorer für Windows 8.1 sowie sogenannte ESU-Versionen von Windows 7, die nur Unternehmen angeboten werden und die gegen einen gewissen Aufpreis sogenannte »erweiterte Sicherheitsupdates« bieten. Den allgemeinen Support für Windows 7 hat Microsoft am 14. Januar 2020 eingestellt.

Einen Abschiedsgruß erhielt der Internet Explorer am Mittwoch noch von Mozilla, der Firma hinter dem Browser Firefox. »Lebewohl, Internet Explorer«, hieß es auf Twitter. »Wir waren nicht immer einer Meinung, aber es ist schade, einen nicht Chromium-basierten Browser zu verlieren.« Damit spielt Mozilla darauf an, dass Microsofts Browser Edge – anders als Firefox – seit 2020 im Zuge des Open-Source-Projekts Chromium auf einer ähnlichen Code-Basis wie Googles Browser Chrome basiert.

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