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Microsoft verschärft die Regelungen bei der Prüfung von Grafiktreibern

Dr. Windows-LogoDr. Windows 28.05.2020 Martin Geuß
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Es ist kein Geheimnis, dass Microsoft schon seit Monaten intensiv daran arbeitet, das Treiber-Ökosystem für Windows zu verbessern. Die Hardware-Partner werden stärker eingebunden, gleichzeitig werden aber auch strengere Maßstäbe angelegt, um die Auslieferung fehlerhafter oder instabiler Treiber zu verhindern bzw. im Fall der Fälle Probleme schnell zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Grafiktreiber sind besonders sensibel, da sie besonders häufig für Programm- oder Systemabstürze verantwortlich sind. Daher hat Micrsoft drei neue Richtlinien erlassen, die zum 29. Juni in Kraft treten und die sich auch am durch die Coronakrise veränderten Nutzerverhalten orientieren.

Die erste Richtlinie betrifft Microsoft Edge (Chromium). Wenn ein fehlerhafter Grafiktreiber Microsoft Edge hochgerechnet mehr als ein Mal pro Jahr abstürzen lässt, gilt er als durchgefallen. Für die Berechnung verwendet Microsoft eine Formel, die jeweils auf den Telemetriedaten der letzten sieben Tage basiert. Damit dabei auch valide Ergebnisse erzeugt werden, müssen mindestens 30.000 Stunden Nutzungsdauer über alle Geräte ausgewertet worden sein.

Eine ähnliche Formel verwendet die zweite Richtlinie, die sich auf Software zur Videotelefonie bezieht. Auch hier ist hochgerechnet maximal ein Crash pro Jahr erlaubt. Folgende Programme werden überwacht und fließen in die Bewertung ein:

  • Discord
  • KakaoTalk
  • Line
  • Skype (alle Versionen, inkl. Skype for Business)
  • Slack
  • Teamviewer
  • Telegram
  • Tencent QQ
  • YouCam (Cyberlink)
  • Viber
  • WeChat
  • WhatsApp
  • Zoom

Die dritte neue Richtlinie schließlich prüft, wie oft es innerhalb von zwei Tagen nach der Installation eines neuen Treibers zu einem Rollback auf die vorherige Treiberversion kam. Hierbei gilt ein Wert von maximal 10 Rollbacks je 10.000 Installationen noch als akzeptabel, alles darüber gilt als Fehlschlag.

Sobald eine dieser drei Richtlinien zuschlägt, wird Microsoft den Rollout eines neuen Treibers verweigern (sofern der Test mit Insidern stattgefunden hat) oder die Auslieferung unverzüglich stoppen.

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