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NRW: Radioaktives Material bei Bundeswehroffizier entdeckt

SZ.de-Logo SZ.de 22.10.2021
Symbolbild © imago images/photothek Symbolbild

Ermittler fanden bei dem Soldaten neben Waffen Strontium-90 aus unbekannter Quelle. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Radioaktives Material bei Bundeswehroffizier entdeckt

Ein in Nordrein-Westfalen verhafteter Bundeswehroffizier soll neben Waffen auch radioaktives Material gehortet haben. Gefunden worden sei Strontium-90 aus bislang unbekannter Quelle, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe gegen den Mann seien deshalb um den Tatbestand unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen erweitert worden.

Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt - Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist zuständig, da dort am Flughafen vom Zoll ein Paket mit Schalldämpfern abgefangen worden war, das der 32-Jährige in die USA schicken wollte. Deswegen leiteten die Behörden ein Verfahren ein und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss. Der Soldat sitzt in Untersuchungshaft.

Die sichergestellten Waffen und die beschlagnahmte Munition stammten nach erster Bewertung nicht aus Bundeswehrbeständen, hatte das Verteidigungsministerium erklärt. Es seien allerdings auch "eingestufte" Dokumente gefunden worden, die nun Gegenstand der Ermittlungen seien.

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