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Mikro war noch an: „Scheiße“, sagt Baerbock nach ihrer Parteitags-Rede

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 12.06.2021

Annalena Baerbock hielt auf dem Grünen-Parteitag eine bejubelte Rede. Dennoch entfuhr ihr nach dem Ende ein Schimpfwort, das deutlich zu hören war.

Annalena Baerbock nach ihrer Rede. Im Saal gibt es Applaus. Sie scheint nicht so zufrieden gewesen zu sein. © Foto: dpa Annalena Baerbock nach ihrer Rede. Im Saal gibt es Applaus. Sie scheint nicht so zufrieden gewesen zu sein.

Annalena Baerbock begann ihre Rede auf dem Grünen-Parteitag emotional und dankte den Delegierten zum Auftakt für den "Rückenwind, gerade nach dem Gegenwind der letzten Wochen". Sie habe selbst Fehler gemacht.

Zuvor war sie - zusammen mit Robert Habeck - mit mehr als 98 Prozent der Stimmen als Kanzlerkandidatin bestätigt worden. Sie sehe das Abstimmungsergebnis als Zeichen der vollen Solidarität, sagte Baerbock. Dann ging es eine knappe dreiviertel Stunde um klimagerechten Wohlstand, eine neue Industriepolitik, Kinderrechte im Grundgesetz und die Außenpolitik.

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Nachdem Baerbock geendet hatte, dachte sie wohl, dass die Mikrophone ausgeschaltet würden. Dem war aber nicht so. Hörbar war, wie Baerbock "scheiße" sagte, als sie gemeinsam mit Robert Habeck von der Bühne wegging.

Aus Baerbocks Umfeld war zu hören, die frisch bestätigte Kanzlerkandidatin habe sich darüber geärgert, dass sie in ihrer Rede an einer Stelle neu ansetzen musste.

Baerbock verhaspelte sich zum Ende ihrer Ansprache hin, die etwa eine Dreiviertelstunde dauerte. Sie warnte an dieser Stelle zunächst davor, sich beim Ausbau wichtiger digitaler Infrastruktur abhängig zu machen vom chinesischen Staat, wofür sie Applaus von den Anwesenden erntete. Obwohl der Parteitag digital stattfindet, waren bei Baerbocks Rede am Samstag ebenso wie bei der Rede Habecks am Tag zuvor hundert Neumitglieder im Saal.

Baerbock sagte: „Die Angriffe von heute finden ja vor allen Dingen digital statt. Und die liberalen Feinde innen wie außen wissen das gezielt zu nutzen. Was früher -“, hier brach die Grünen-Chefin ab und korrigierte sich. „Die Feinde der liberalen Demokratie innen wie außen wissen das natürlich gezielt zu nutzen. Was früher ein Angriff auf eine Gasleitung war, kann heute der Hack auf Krankenhäuser oder Umspannzentren von Stromversorgern sein.“ (Tsp, dpa)

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