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Millionen Nacktbilder, Handynummern und Chats von Dating-Apps im Netz aufgetaucht

NOiZZ-Logo NOiZZ 20.06.2020 Juliane Reuther

Diese heftige Sicherheitslücke dürfte die Privatsphäre von sehr vielen Menschen gefährden. Sicherheitsforscher haben bei einem Streifzug durchs Netz Millionen von sensiblen Daten von mehreren Dating-Apps gefunden, die dort einfach frei verfügbar waren.

Noam Rotem und Ran Locar sind Internet-Sicherheitsforscher und durchstreifen regelmäßig das Internet, um Sicherheitslücken zu finden. Ende Mai haben sie mit nur wenigen Handgriffen einen riesigen Pool an sensiblen Daten gefunden. Von Nacktbildern über private Sex-Chats bis hin zu Telefonnummern und ganzen Profilen – haben sie so ziemlich alles gefunden, was sich in Dating-Apps so finden lässt. Millionenfache Informationen, unverschlüsselt und völlig frei auffindbar auf einer Reihe von Servern, die bei Amazon angemietet wurden.

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Nacktfotos und Nutzerdaten aufgetaucht: Betroffene Dating-Apps vor allem in den USA beliebt

Die privaten Daten wurden laut "Wired" aus folgenden Spezial-Dating-Apps bezogen: 3somes, Cougary, Gay Daddy Bear, Xpal, BBW Dating, Casualx, SugarD, Herpes Dating, und GHunt. Die Apps werden vor allem in den USA und China benutzt, sind aber auch hierzulande verfügbar. 845 Gigabyte und damit um die 2,5 Millionen Nutzerinformationen hatten die App-Betreiber*innen auf den Servern unverschlüsselt hinterlegt.

"Das Risiko von Doxing, das bei solchen Dingen besteht, ist sehr real – Erpressung, psychologischer Missbrauch. Als Benutzer*in einer dieser Apps erwartet man nicht, dass andere außerhalb der App die Daten sehen und herunterladen können", so Locar. Ob die Daten tatsächlich heruntergeladen und verbreitet wurden, ist unklar. Die Möglichkeit besteht allerdings.

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