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„Todbringendes industrielles Weiter-So“: Klimaaktivisten blockieren Brücke im Hamburger Hafen

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 21.02.2022

Klimaaktivisten haben die Köhlbrandbrücke in Hamburg besetzt und offenbar 60 Liter Pflanzenöl auf der Fahrbahn verteilt. Sie fordern ein „Essen-Retten-Gesetz“.

Klimaaktivisten blockieren am Morgen eine Kreuzung im Hamburger Hafen. © Foto: dpa/Christian Charisius Klimaaktivisten blockieren am Morgen eine Kreuzung im Hamburger Hafen.

Mitglieder der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" haben am Montagmorgen die Köhlbrandbrücke in Hamburg blockiert, um so den Warenverkehr über den Hamburger Hafen zu stören. Sie vergossen auf der von der Polizei gesperrten Fahrbahn 60 Liter Rapsöl, wie die Gruppe mitteilte.

Laut Polizei war die Brücke "wegen einer spontanen Versammlung" gesperrt, der Bereich sollte weiträumig umfahren werden.

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Die Gruppe "Aufstand der letzten Generation" hatte eine Ausweitung der Proteste auf Häfen und Flughäfen angekündigt. Sie fordert ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende. Ihre Mitglieder hatten in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Autobahnausfahrten blockiert.

Am Montag erklärte die Gruppe, sie habe der Bundesregierung bis Sonntagabend ein Ultimatum gesetzt, einen Zeitplan zu verkünden, bis wann ein "Essen-Retten-Gesetz" in den Bundestag eingebracht werden solle. Eine Reaktion sei ausgeblieben.

Daher sehe die Gruppe "keine andere Möglichkeit" als die Blockade von Häfen und Flughäfen, sagte deren Sprecherin Aimèe van Baalen am Montag im Deutschlandfunk.

[Lesen Sie auch: Aufgestaute Emotionen in Berlin: So reagieren die blockierten Autofahrer auf den Protest der Klimaaktivisten (T+)]

Sprecherin Carla Hinrichs erklärte am Montag, Hamburg sei "Schauplatz der Zerstörung". Der Hafen der Hansestadt zeige "das todbringende industrielle Weiter-So, während die Auswirkungen der Klimakrise hier bald nicht mehr zu übersehen sein werden".

Die Regierung müsse die Bewohnerinnen und Bewohner aufklären: "Ein Leben, wie wir es heute kennen, wird es Ende dieses Jahrhunderts hier nicht mehr geben." Hinrichs verwies auf Stürme und Hochwasser. (AFP)

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