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„Gucci-Bande“ prügelt Rentner fast tot

WELT-Logo WELT 24.05.2019
Eine Schwebebahn fährt am 26.06.2017 in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) durch die Stadt. Foto: Oliver Berg/dpa | Verwendung weltweit Quelle: pa/Oliver Berg/d © pa/Oliver Berg/d Eine Schwebebahn fährt am 26.06.2017 in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) durch die Stadt. Foto: Oliver Berg/dpa | Verwendung weltweit Quelle: pa/Oliver Berg/d

Zwei 14-jährige Intensivtäter der sogenannten „Gucci-Bande“ sollen in Wuppertal beinahe einen Rentner umgebracht haben. „Die nennen sich selbst so“, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Freitag. Dabei handele es sich um eine etwa 15-köpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen, „die von Schule nicht so viel halten“. Wenn diese Gruppe „zusammen abhänge“, komme es immer wieder zu Straftaten.

Das Opfer schwebe in Lebensgefahr und werde nach Auskunft der Ärzte bleibende Schäden behalten, wenn er die Tat überlebe, sagte der Oberstaatsanwalt. Die Gruppierung sei bislang mit Straftaten wie Ladendiebstahl, Straßenraub, Abzocke und durch kleinere Drogendelikte aufgefallen. Ein Gewaltexzess wie gegen den 70-Jährigen sei neu.

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Eine Richterin schickte beide Jugendliche wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Einer von ihnen sei erst seit wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß gewesen. Beide hätten bereits eine „unglaubliche Vergangenheit“, sagte der Staatsanwalt. Einer habe als strafunmündiges Kind unter 14 Jahren 60, der andere etwa 140 Eintragungen bei der Polizei.

Mit Karatetritt in den Rückengesprungen

Der türkische Rentner hatte demnach am Dienstagabend eine Gruppe Jugendlicher aus dem Flur eines Mietshauses auf die Straße scheuchen wollen. Ein Jugendlicher sei hoch gesprungen und habe ihm mit seinen Fäusten ins Gesicht geschlagen. Der andere sei ihm mit einem Karatetritt in den Rücken gesprungen.

Der 70-Jährige sei mit dem Kopf gegen eine Wand geprallt und habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Nach derzeitigem Stand habe das Duo den Mann nicht töten wollen. Dennoch ermittelt eine Mordkommission.

Einer der Jugendlichen sei Deutscher, der andere Deutsch-Bulgare. Für seine erste Tat, die er als strafmündiger 14-Jähriger beging, sei einer der beiden bereits zu acht Monaten Jugendhaft ohne Bewährung verurteilt worden. Er hatte einen Erzieher angegriffen und war erst am 10. Mai freigekommen. Zeugen hatten einen der beiden mutmaßlichen Täter am Tatort festgehalten und der Polizei übergeben. Der andere war später festgenommen worden.

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