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„Ich habe einfach gefilmt“: Deshalb nahm der Kameramann die Schießerei in der LuWu auf

Mitteldeutsche Zeitung-Logo Mitteldeutsche Zeitung 10.10.2019 mz-web
Das erschütternde Videomaterial über die Schießerei in der LuWu wurde von Andreas Splett gedreht: „Ich habe einfach gefilmt". © Oliver Müller-Lorey Das erschütternde Videomaterial über die Schießerei in der LuWu wurde von Andreas Splett gedreht: „Ich habe einfach gefilmt".

Es sind mehr als zwei Minuten erschütterndes Videomaterial, das am Mittwoch um die Welt ging: wackelige Bilder von der Ludwig-Wucherer-Straße, die zeigen, wie ein schwer bewaffneter Mann um sich schießt, offenbar getroffen wird und schließlich mit seinem Auto wegfährt. Gedreht wurde das Video aus einer oberen Etage einer Wohnung in der „LuWu“. Die MZ sprach mit dem Kameramann, Andreas Splett, der die Aufnahmen machte.

Kameramann:  Ich habe mir dabei nichts gedacht“

„Ich war in meinem Büro und habe gearbeitet, da hat meine Frau gesagt, da wird geschossen“, erzählt er. Erst habe er gedacht, dass es sich um ein anderes Geräusch handle, doch als er aus dem Fenster gesehen habe, habe er den schwer bewaffneten Täter gesehen. „Ich hatte ein Handy in der Hand und habe einfach gefilmt. Ich habe mir dabei nichts gedacht“, so Splett, der auch hauptberuflich als Kameramann arbeitet. Auch als der Täter sich umgedreht hatte und wieder in seine Richtung ging, hielt Splett drauf. „Er hat mich gesehen, irgendwann wurde es mir dann zu heikel und ich bin vom Fenster zurückgewichen.“ Das Video liegt inzwischen der Polizei vor und könnte für die Ermittlungen ein wichtiger Beweis sein. (mz)

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