Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

„Wir haben Angst“: Beliebtes Modehaus führt „Schwarze Liste“ über sein Personal

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 30.05.2019 berliner-kurier
Zara geht alles andere als sozial mit seinen Mitarbeitern um. © picture alliance / Paco Campos/E Zara geht alles andere als sozial mit seinen Mitarbeitern um.

Das ist mal genau das Gegenteil von sozialer Personalpolitik, was Zara sich da leistet! Wie RTL berichtet, führt das Modeunternehmen eine sogenannte „Schwarze Liste“, auf der unerwünschtes Personal aufgeführt wird. 

Zara: Schwangere rot markiert 

Auf der Liste, die RTL vorliegt, ist beispielsweise eine Schwangere rot markiert. Bei einer anderen steht „Aufhebung in Vorbereitung“.

Zara-Betriebsrat Christian Berhorst kann davon schon ein Liedchen singen: „Das passt doch wieder zur Personalpolitik. Die Mitarbeiter sind nur noch irgendwelche Nummern, die man austauschen kann und die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass – wenn man nicht mehr funktioniert oder zu teuer wird– eiskalt abgespeist wird mit Aufhebungsverträgen und deswegen passt das halt nur all zu gut in das Schema.“

Lesen Sie hier: Bonnie Strange beleidigt Zara-Verkäufer und landet vor Gericht! 

Die Top-Themen der MSN-Leser:

Bei Maischberger: „Ihr Storytelling ist so viel besser als das von AKK“

Nach Mueller-Bericht: Rufe nach Trumps Amtsenthebung mehren sich

Brexit: Die Auferstehung des Nigel Farage

Zara-Mitarbeiterin vom Unternehmen tyrannisiert 

Eine, die genau das, am eigenen Leib erfahren musste, ist Sabine (Name geändert). Als die Verkäuferin ein Kind bekam, machte Zara ihr während der Elternzeit die Hölle heiß. „Mir wurde am Telefon gedroht, dass es besser für mich sei, dass ich gehe, weil niemand mit mir zusammenarbeiten möchte, weil man mich nicht mehr sehen will“, erzählt sie RTL. 

Auch nach der Elternzeit hatte Sabine Angst, zur Arbeit zu kommen. „Mit der Zeit geht das auf die Psyche und man hat einfach Angst. Man hat Angst, wenn das Kind krank ist, anzurufen und zu sagen, dass man heute nicht zur Arbeit kommt“, erzählt sie. 

Zara-Mitarbeiterinnen ziehen vor Gericht 

Der Frauenanteil der Zara-Mitarbeiter liegt bei 80 Prozent! Wer als Frau aber plant, eine Familie zu gründen, sollte besser die Finger von dem Tochterunternehmen des Kozerns Inditex mit Sitz in Spanien lassen. Auch Massimo Dutti, Bershka und Zara Home gehören dem Konzern an. 

Einfach so davon kommen lassen wollen die Mitarbeiterinnen Zara aber nicht. Wie RTL vom Zara-Betriebsrat erfuhr, ziehen nun mehrere Angestellte vor Gericht!

(jri) 

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Berliner Kurier

Berliner Kurier
Berliner Kurier
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon