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AfD-Landeschef Junge löst mit Bundeswehr-Tweet Empörung aus

WELT-Logo WELT 17.07.2019
Annegret Kramp-Karrenbauer hat Ursula von der Leyen als Verteidigungsministerin abgelöst. Berlins Bürgermeister Müller übergab die Entlassungs- und Ernennungsurkunden. In ihrem ersten Statement dankte Kramp-Karrenbauer ihrer Vorgängerin. © WELT Annegret Kramp-Karrenbauer hat Ursula von der Leyen als Verteidigungsministerin abgelöst. Berlins Bürgermeister Müller übergab die Entlassungs- und Ernennungsurkunden. In ihrem ersten Statement dankte Kramp-Karrenbauer ihrer Vorgängerin.

Nach der Ernennung Annegret Kramp-Karrenbauers zur Verteidigungsministerin sorgt ein Tweet des AfD-Fraktionsvorsitzenden im rheinland-pfälzischen Landtag, Uwe Junge, für Empörung. Zwar ist der AfD-Politiker nicht der Einzige, der Anstoß an der Personalie nimmt. FDP-Vizefraktionschef Alexander Graf Lambsdorff nannte die Entscheidung für die CDU-Vorsitzende etwa „eine Zumutung für die Truppe und für unsere Nato-Partner.“

Doch Junge, der auch deutscher Stabsoffizier (Oberstleutnant a.D) ist, bewege sich mit seiner Kritik auf einem ganz anderen Level, befinden mehrere Politiker auf Twitter: „Wann kommt endlich der Aufstand der Generäle?“, fragte Junge in seinem Tweet zu AKK - und überschritt damit für viele eine rote Linie.

Uwe Junge © dpa/Horst Galuschka Uwe Junge

Es ist nicht das erste Mal, dass Junge mit einem Tweet provoziert: Unter anderem schrieb er im Dezember 2017 mit Bezug auf die Morde an Maria L. und Mia V. in Freiburg und Kandel: „Der Tag wird kommen an dem wir alle … Befürworter und Aktivisten der Willkommenskultur im Namen der unschuldigen Opfer zur Rechenschaft ziehen werden.“

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CDU-Politiker Ruprecht Polenz sieht in Junges aktueller Meinungsäußerung eine unverhohlene Aufforderung zum Putsch - sein Parteikollege Lukas Kilian einen klaren Beweis dafür, dass es keine „‚gemäßigten‘ in der AfD“ gebe. Er fügt hinzu: „Eine Parlamentsarmee sollte vor solchen Parlamentariern geschützt werden.“ Auch FDP-Politiker Hagen Rheinhold geht Junges Tweet deutlich zu weit: „Man kann unterschiedlicher Meinung zu AKK als neue Verteidigungsministerin und damit Chefin der Bundeswehr sein, aber als gewählter Parlamentarier einen Aufstand der Generäle fordern?“

Viel-Twitterer Junge legte nach der Kritik an seinem Satz am Mittwoch nach: Demnach sah er sich als Teil der militärischen Führung offenbar gezwungen, sich zu „äußern“.  Der Staatsbürger in Uniform sei schließlich „kein reiner Befehlsempfänger“.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wurde am Mittwoch offiziell zur neuen Bundesverteidigungsministerin ernannt. Sie erhielt am im Schloss Bellevue in Berlin ihre Ernennungsurkunde vom stellvertretenden Bundesratspräsidenten, Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD).

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