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Aus vermeintlich verletztem Ehrgefühl: Erneut Morddrohungen gegen Frauen in Berlin

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 13.08.2021 Frank Bachner

Erst kürzlich wurde eine junge Afghanin mutmaßlich von ihren Brüdern getötet. Nun gibr es erneut Morddrohungen gegen Frauen wegen vermeintlich verletzter Ehre.

Polizei im Einsatz (Symbolbild). © Foto: dpa Polizei im Einsatz (Symbolbild).

In Berlin hat es am Donnerstag und zwei Tage zuvor nach Tagesspiegel-Informationen erneut Morddrohungen gegen Frauen gegeben, die mutmaßlich im Zusammenhang mit vermeintlich verletztem Ehrgefühl stehen. Am Donnerstag hat ein Afghane seiner von ihm getrennt lebenden Frau gedroht, er werde sie umbringen.

Er versuchte, in die Gemeinschaftsunterkunft in einem östlichen Bezirk einzudringen, in der die Frau, eine gebürtige Iranerin, zurzeit lebt. Das Sicherheitspersonal verhinderte dies allerdings. Bevor die Polizei kam, floh der Mann. Er wurde angezeigt.

Schon einige Tage zuvor hatte er nach Tagesspiegel-Informationen seine Frau telefonisch über ein Familienmitglied mit Mord bedrohen lassen. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich noch im Ausland.


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Schon zuvor soll der Mann der Frau mehrfach mit Tötung gedroht haben. Die Polizei bestätigte einen Einsatz an der Unterkunft wegen der Bedrohung durch häusliche Gewalt.

Der Afghane und die Iranerin hatten früher in einer Wohnung einer Gemeinschaftsunterkunft gelebt. Nach der Trennung vor drei Jahren war die Frau innerhalb der Einrichtung in eine eigene Wohnung gezogen.

Zwei Tage zuvor hatte nach Tagesspiegel-Informationen ein Flüchtling aus einem osteuropäischen Land telefonisch gedroht, seine frühere Frau und ihre beiden Töchter zu ermorden, die in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen. Der Mann wollte in der Unterkunft auftauchen, kam aber nicht.

Die Frau hatte sich an die Heimleitung gewandt, für sie wird eine sichere Unterkunft gesucht. Die Frau hatte sich von dem Mann vor einiger Zeit getrennt. Er soll sie früher körperlich massiv attackiert haben. Auch gegen ihn läuft eine Anzeige. 

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