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Biografie: The Black Widow – Linda Calvey war Britanniens berüchtigtste Gangster-Braut

stern-Logo stern 09.07.2019 Gernot Kramper
Das linke Foto zeigt Linda Calvey in der Blüte ihrer Jahre. Sie verschickte es gern als Postkarte an ihre Fans. Gezeichnet mit "The Black Widow" und einem Herzen. © PR/Mirror Books/Linda Calvey Das linke Foto zeigt Linda Calvey in der Blüte ihrer Jahre. Sie verschickte es gern als Postkarte an ihre Fans. Gezeichnet mit "The Black Widow" und einem Herzen.

Linda Calvey ließ sich von ihren Männern als "Lady Boss" ansprechen und zog mit ihrer Bande 30 Überfälle durch. Sie setzt ihre erotische Attraktivität ein, um Männer in ihr Netz zu locken. Ihre große Liebe, den Gangster Ronnie Cook, tötete sie mit einem Schrotschuss in den Kopf.

18 Jahre saß Linda Calvey hinter Gittern. 30 Jahre lang war sie eine tragende Säule der Londoner Unterwelt. Als junge Frau lernte sie die berüchtigten Kray-Zwillinge kennen. Später wurde sie die Black Widow genannt. Die gefährlichsten Männer verfielen ihr, für alle ging es schlecht aus. Wer Glück hatte, landete im Gefängnis. Die anderen starben im Kugelhagel und ihre große Liebe soll sie selbst hingerichtet haben. Nun erscheint ihre Biografie – stilecht wird das Buch in der Kneipe vorgestellt, in der Gangsterkönig Ronnie Kray 1966 den Gangster George Cornell erschoss.

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Linda Calvey stieß schon als junges Mädchen zum kriminellen Milieu des East Ends. Ende der 60er, mit 19 Jahren verliebte sie sich in Bankräuber Mickey Calvey. Ein Berufskrimineller, der 1978 bei einer Schießerei mit der Polizei verblutete. "Ich habe einen Bankräuber geheiratet, als ich 22 war, weil ich mich in ihn verliebt habe", sagt sie heute. "Ich wusste, dass Mickey Calvey ein Gangster war, als ich ihn auf seiner Party nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis traf. Ich ging mit offenen Augen in diese Welt hinein."

Sie begann ihre Karriere als Fahrerin von Fluchtfahrzeugen, stieg aber schnell zu einem Schützen auf. Erst nach dem Tod von Mickey Calvey hat ihre eigene kriminelle Karriere dann richtig Fahrt aufgenommen. Calvey schwor an seinem Sarg, dass sie für die Familie sorgen würde. Sie sagte: "Meine Liebe zu ihm hat mich verrückt gemacht. Nach außen war ich ich, nach innen war ich ein Dämon."

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Linda Calvey: "Ich war eine Verführerin"

Sie trennte sich von ihren Kindern und wurde zu einer führenden Figur der Unterwelt. Insgesamt soll sie in 30 Überfällen mehr als eine Million Pfund erbeutet haben. Die Polizei hat von ihren Jungs als der "Bande der Black Widow" gesprochen. Sie selbst soll auf die Anrede "Lady Boss" bestanden haben und führte ein wüstes Leben – in Nachtklubs, mit Schränken voller Pelze und mit Männern. Ihr Name "Black Widow" spielt auf ihre gewalttätige Natur und ihre erotische Anziehungskraft an. Stolz sagt sie: "Ich war eine Verführerin. Ich lockte Männer in mein Netz hinein. Und ich wusste immer, welchen ich bekam."

Als Königin der Londoner Unterwelt traf sie den Gangster Ronnie Cook, den sie später ermordet haben soll. Als Cook 1981 inhaftiert wurde, ließ sich Calvey seinen Namen tätowieren. Er bekam 16 Jahre für seine Beteiligung an einem Raub, der der Bande sagenhafte 26 Millionen Pfund eingebracht hatte.

Als sie selbst im Gefängnis war, hatte sie Kontakt zu den berüchtigsten Kriminellen des Königreichs. Sie saß sie mit Myra Hindley und der zehnfachen Serienmörderin Rose West ein. Bis zu ihrem Tod war Myra Hindley wegen ihrer Beteiligung an grauenhaften Kindermorden die meistgehasste Frau des Königreichs, ihr schnitt Calvey in der Zelle die Haare. "Myra war sehr wählerisch in Bezug auf ihr Haar, da dies die einzige Kontrolle war, die sie noch besaß. Sie schickte mir Weihnachtskarten und rief ihre Mutter an, um zu sagen, dass sie eine reizende Freundin hatte." Calvey nennt Myra Hindley nicht Freundin, sie glaubt, dass Hindley bis zuletzt verdreht und wahnsinnig war.

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Selbst der notorisch gewalttätige Reggie Kray – gemeinsam mit seinem Bruder herrschte er über die Londoner Unterwelt – soll sie begehrt und ihr einen Antrag gemacht haben, als sie inhaftiert war. Sie kannte Reggie Kray noch aus den Klubs der 60er, im Gefängnis schrieben sie sich Briefe. Er sagte ihr, sie solle stark sein. "Er bat mich am Telefon, ihn zu heiraten. Ich sagte, das ist für keinen von uns beiden gut." Sie fürchtete, niemals entlassen zu werden, wenn sie die Ehefrau des bekanntesten Gangsters der 60er Jahre würde. Von anderen wurde er als unberechenbar und gewalttätig beschrieben, doch die Schwarze Witwe sagt über ihn: "Er war eine romantische Seele und hat sehr leise gesprochen."

In dem Gefängnis saßen auch die talentierten Gibbons-Zwillinge. Lesen Sie hierzu: Bis in den Tod – die wahnsinnige Liebe der stummen Gibbons-Zwillinge

Hinrichtung auf den Knien

Noch immer glaubt Linda Calvey an einen Freispruch wegen des Mordes an Ronnie Cook. Ihre Hoffnung ruhen nun auf DNA-Untersuchungen. Vielleicht würde auch ein pensionierter Beamter ihre Biografie lesen und zugeben, dass man ihr damals den Mord angehängt habe, so Calvey. In ihrer Schilderung wurde Cook bei einem Hafturlaub von einem Auftragskiller getötet, der in ihr Haus einbrach. "Es gab einen lauten Knall, als die Straßentür aufgebrochen wurde", erinnert sie sich. "Ron wurde in den Arm geschossen. Der Mann zog seine Maske herunter. Er gab einen zweiten Schuss ab, der Ron tötete, dann lief er weg und ließ mich in meiner Küche zurück, während Ron auf dem Boden tot war."

Die Polizei hat eine andere Erklärung. Als Cook im Gefängnis war, hatte die Black Widow eine leidenschaftliche Affäre mit dem Gangster Brian Thorogood. Doch dessen Frau heuerte einen Privatdetektiv an und wusste Bescheid. Calvey hatte nun Angst, dass Cook von ihrer Affäre erfahren würde. So die Theorie der Polizei. Also soll Calvey den Mörder angeheuert haben. Sie verschaffte Cook ein paar Tage Hafturlaub, um ihn in ihr Haus zu locken. Dort soll der Killer schon auf das Paar gewartet haben. Doch er verfehlte Cook und traf ihn nur am Arm. Dann schnappte sich Calvey selbst die Flinte, Cook musste sich in der Küche hinknien und wurde von seiner Geliebten erschossen – der Schwarzen Witwe.

Quelle: Mirror Books

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