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Christmette: Papst fordert Gastfreundschaft für Flüchtlinge

dw.com-Logo dw.com 25.12.2017 dw.com

So wie einst Maria und Josef seien heute "Millionen Menschen" zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen, "weil sie aus ihrem Land vertrieben werden", betonte der Papst. "In vielen Fällen ist es ein Aufbruch voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft. In vielen anderen Fällen hat dieser Aufbruch nur einen Namen: Überleben", sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche.

"Haus des Brotes"

Das Weihnachtsfest sei eine gute Gelegenheit an das Leid der Flüchtlinge zu erinnern. Weihnachten sei die Zeit, "die Kraft der Angst in eine Kraft der Liebe zu verwandeln, in eine Kraft für eine neue Auffassung von Nächstenliebe", so Franziskus. "Nämlich die Nächstenliebe, die sich nicht mit der Ungerechtigkeit zufrieden gibt, als wäre sie etwas Normales, sondern den Mut hat, inmitten von Spannungen und Konflikten zu einem 'Haus des Brotes', zu einem Raum der Gastfreundschaft zu werden."

Im Übrigen, so Franziskus, bedeute christlicher Glaube auch, neue Formen der Beziehung auszuprobieren. Niemand solle das Gefühl haben, es gebe in dieser Welt keinen Platz für ihn, sagte der 81 Jahre alte Argentinier, der Sohn italienischer Einwanderer ist.

Das Oberhaupt der Katholischen Kirche hat immer wieder auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam gemacht und in der Flüchtlingskrise mehr Engagement gefordert. Am Sonntagabend leitete der Papst zum fünften Mal die Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan.

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Am ersten Weihnachtsfeiertag an diesem Montag - dem Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan - wird Franziskus auch den traditionellen Segen "Urbi et Orbi", der Stadt und dem Erdkreis, spenden.

haz/jm (kna, dpa, afp)

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