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Corona-Maßnahme: Kölner Apotheke mit kuriosem Angebot an die eigenen Kunden

EXPRESS-Logo EXPRESS 25.03.2020 Inge Wozelka
Flatterband, eine Puppe im Kittel: So macht die Marienburg Apotheke in Köln auf ihren Drive in aufmerksam. © Hansel Flatterband, eine Puppe im Kittel: So macht die Marienburg Apotheke in Köln auf ihren Drive in aufmerksam.

Auf den ersten Blick kann einem bei diesem Bild Angst und bange werden: Auf der Pferdmengesstraße in Marienburg steht, eingepackt in einen weißen Kittel, eine Puppe an der Straße. Was anmutet wie eine Science-Fiction-Szene ist bittere Realität in Zeichen des Coronavirus. Hier schützt Apothekerin Corinna Lausberg sich, ihre acht Angestellten und ihre Kunden vor einer Infektion.

Köln: Apotheke Im Süden in ein Drive-In umgerüstet

Die 41-Jährige hat ihre Marienburg Apotheke in ein „Drive-In“ verwandelt – frei nach dem Motto: „Sie sitzen, wir flitzen“. Die Puppe an der Straße soll eindringlich auf die Gefahren der Ansteckung hinweisen.

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„Im Augenblick ist alles sehr anstrengend,“ sagt Lausberg zum EXPRESS. „Zu uns kommen täglich zwischen 250 und 300 Personen. Die Hälfte hustet und hat Fieber“, sagt sie und ergänzt: „Es sind auch viele alte Menschen unter unseren Kunden. Einige kommen nur, um sich die Apotheken-Umschau abzuholen. Um sie und auch uns zu schützen, haben wir den Verkauf komplett nach draußen verlegt.“

Kölner Apotheke: keinen ausreichenden Mundschutz

Wobei: Selbst die Apothekerin hat für sich und ihre Mitarbeiter nur einfache Mundschutze und Handschuhe. „Sie schützen unsere Kunden vor einer Ansteckung, uns selbst allerdings nicht“, erklärt Lausberg. Die beide Seiten schützenden Atemschutzmasken seien bekanntlich nicht lieferbar. „Und wenn es mal welche gäbe, wäre es wichtiger, dass sie an die Krankenhäuser weitergegeben werden.“

Bezahlt werden Medikamente meist mit EC-Karte 

Bezahlt werde mit EC-Karte, die nur auf das Lesegerät aufgelegt werden muss. „Wir verzichten in diesen Zeiten auch auf die Eingabe des Pins.

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Aber es sind gerade die alten Menschen, die immer noch lieber mit Bargeld bezahlen,“ sagt die Apothekerin und seufzt. Um dann zu berichten: „Die meisten unserer Kunden sind aber vernünftig – und viele sind deshalb auch sehr, sehr dankbar für unseren Service.“

Bonner Straße: Auch Restaurant setzt in der Krise auf Drive-In

Apropos: Auch Klaus und Monika Höhn haben im Garten ihres Höhns Restaurant an der Bonner Straße ein „Drive-In“ eingerichtet. Alle Bestellungen, die bis 14 Uhr eingehen, können am gleichen Tag von 15 bis 18 Uhr abgeholt werden. Es gibt sogar eine extra Drive-In-Karte. Die Preise für die Gerichte wurden um 20 Prozent gesenkt.

Auch das Tapas-Restaurant „Salera“ an der Balthasarstraße hat versucht, sich mit einem „Drive-In“-Verkauf über Wasser zu halten, aber nun doch entschieden, bis auf weiteres zu schließen.

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