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Coronavirus: Nachfrage nach Rewe-Lieferservice steigt bundesweit – das ist erst der Anfang, sagen Experten

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 03.03.2020 Philip Kaleta
Kunden fragen vor allem haltbare Lebensmittel beim Rewe-Lieferservice nach. © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Kunden fragen vor allem haltbare Lebensmittel beim Rewe-Lieferservice nach.

Experten gehen davon aus, dass das womöglich der Startschuss für ein starrkes und nachhaltiges Wachstum im Food-Onlinehandel ist.

Die Bilder der leeren Regale bei Lidl und Aldi Süd in Nordrhein-Westfalen schwirren seit einigen Tagen durch die Sozialen Netzwerke und regionalen Medien. Viele Menschen in der Region tätigen im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus Hamsterkäufe, decken sich mit haltbaren Lebensmitteln ein.

Die Einzelhandelskette Rewe hat auf Anfrage von Business Insider am Montag bestätigt, dass sich im Zuge von Corona auch die Nachfrage nach dem Rewe-Lieferservice erhöht hat. Und zwar bundesweit, nicht nur in den betroffenen Regionen.

Vor allem haltbare Lebensmittel und Konserven werden nachgefragt

„Auch beim Rewe Lieferservice verzeichnen wir - analog zum stationären Handel - eine erhöhte Nachfrage“, heißt es in der Antwort des Unternehmens.

Nachgefragt werden vor allem haltbare

Lebensmittel, Nährmittel, Konserven und Drogerieartikel.

Rewe stellt trotz der hohen Nachfrage weder beim Lieferservice noch beim stationären Handel Engpässe fest. „Die Frequenz der Belieferung der Rewe und Penny-Märkte haben wir erhöht und angepasst. Wir sind gut auf die Situation eingestellt“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens.

Große Wachstumspotentiale im Food-Onlinehandel

Christian Wulff von der Unternehmensberatung

PricewaterhouseCoopers (PWC) ist bei dieser Frage zuversichtlich. Das hat vor

allem einen wirtschaftlichen Grund: Das Food-Segment hat heute lediglich einen

Anteil von zwei Prozent am gesamten Onlinehandel in Deutschland. „Da gibt

es noch große Wachstumspotentiale“, sagt der Experte.

„Wenn sich die Menschen einmal an diese Form des Einkaufs gewöhnt haben, könnte

das ein nachhaltiges Wachstum bedeuten. Denn: Über 60 Prozent unserer Einkäufe

sind immer die gleichen. Es ist doch viel effizienter, sich diese

Basis-Einkäufe automatisiert wiederholt liefern zu lassen“, sagt Wulff.

Es gibt beim Versand von Lebensmitteln allerdings einige Hürden, vor allem im Frische-Sortiment. Dort müssen nämlich Kühlketten penibel eingehalten werden, damit die Nahrung nicht verdirbt. Diese zu organisieren erfordert großen logistischen Aufwand, sagt Wulff. Und das sei natürlich verbunden mit hohen Kosten.

Weniger Emissionen, weniger Stickstoff und leerere Straßen

Ausgenommen davon ist der Trocken-Food-Bereich.

Dieser erfordert keine Kühlketten und ist deswegen deutlich einfacher zu

organisieren. „Hier erwarte ich auch das größte Wachstumspotential im Zuge der

Ausbreitung des Corona-Virus. Die Menschen werden kurzfristig womöglich Vorräte

anlegen wollen und sich auch bei den Online-Händlern eindecken“, sagt der PWC-Experte.

© Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

Ein nachhaltiger und skalierbarer Schwenk zu Onlinebestellungen von Wochen- oder Monatseinkäufen täte auch der Umwelt gut. Weniger Menschen würden ihre Autos zu den Supermärkten bewegen, dadurch gäbe es weniger Emissionen, weniger Stickstoff und leerere Straßen, befindet Wulff.

201808_LS_Treppenhaus_öbergabe_PRINT © Rewe 201808_LS_Treppenhaus_öbergabe_PRINT

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