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Absagen wegen des Coronavirus: Diese Events werden in Köln nicht stattfinden

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 17.04.2020 Norbert Ramme, Clemens Schminke, Stefan Worring
Die Kölner Lichter fallen aus, Bilder wie diese wird es in diesem Jahr nicht geben. © Peter Rakoczy Die Kölner Lichter fallen aus, Bilder wie diese wird es in diesem Jahr nicht geben.

Anfang des Jahre kündigte die Veranstalter für Köln noch das „Konzertjahr der Superlative an“ und ein Stelldichein der Weltstars an. Seit der Einigung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer vom Mittwoch ist das  Makulatur.  Bis zum 31. August sind alle Großveranstaltungen untersagt, zudem bleiben Opern, Theater, Museen, Kinos, Freizeitparks  vorerst dicht. 

Stadionkonzert

Wie in den Vorjahren sollte die fußballfreie Sommerzeit im Rheinenergie-Stadion mit Konzerten überbrückt werden. „Wir sind natürlich sehr traurig, dass die Konzerte von Iron Maiden, Kasalla und den Fantastischen Vier nicht wie geplant stattfinden können“, sagt Lutz Wingerath, Chef der Kölner Sportstätten. Man habe bereits seit Längerem damit gerechnet und seit Mittwoch nun Gewissheit. Man sei im engen Austausch mit den Veranstaltern und suche nach Lösungen, damit die Konzerte nachgeholt werden könnten. „Ob das klappt und wann das sein könnte, kann man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.“ Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest das weitgehend in Eigenregie organisierte Konzert von Kasalla im kommenden Jahr nachgeholt wird – dafür waren schon rund 40 000 Tickets verkauft worden.

Lanxess-Arena 

In Europas größter Multifunktionshalle werden rund 70 Veranstaltungen ausfallen, zu denen mehr als 800 000 Besucher erwartet wurden. Betroffen sind Konzerte von Weltstars wie Sting, Billie Eilish und Alicia Keys, aber auch Sportveranstaltungen wie die Finalspiele der europäischen Champions League im Handball – diese sollen nun am 28. und 29. Dezember stattfinden. Arena-Chef Stefan Löcher befürchtet für dieses Jahr einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.

Gamescom

Das weltgrößte Games-Event findet rein digital statt – die Besucherbereiche in den Messehallen kann es 2020 nicht geben. Neben bewährten Formaten wie „Opening Night Live“ oder „Gamescom now“ wird derzeit mit Hochdruck am Ausbau dieser und der Einführung zusätzlicher Module gearbeitet. Auch die Entwickler-Konferenz devcom wird ausschließlich digital stattfinden. Erste konkrete Informationen dazu werden Mitte Mai bekanntgegeben.

Fest steht, dass nicht nur den Besuchern die bereits bezahlten Tickets erstattet, sondern auch den Ausstellern die an die Kölnmesse geleisteten Zahlungen zu 100 Prozent zurückerstattet werden. Messe-Geschäftsführer Oliver Frese: „Als Veranstalter schmerzt uns diese Entscheidung genauso, wie es die halbe Million Fans der gamescom trifft, die jedes Jahr nach Köln kommen, um gemeinsam Games zu feiern.“

Kölner Lichter

Noch schwankt Werner Nolden als Veranstalter der Kölner Lichter (18. Juli) zwischen einer Absage und einer Verschiebung. Ein neuer Termin für dieses größte Höhenfeuerwerk Deutschlands müsse ja auch mit den „Rhein in Flammen“-Veranstaltungen in Bonn und Koblenz abgestimmt werden, die ebenfalls neue Termine suchten. Nolden: „Überall sind ja dieselben 55 Personenschiffe im Einsatz.“

Circus Roncalli

Das Kölner Gastspiel des Circus Roncalli auf dem Neumarkt war wegen der Corona-Krise ja schon auf die Zeit vom 2. Juli bis 12. August verschoben worden. Doch ob das Zelt dann geöffnet werden kann, weiß Roncalli-Direktor Bernhard Paul nicht. „Ich kann mich nur im Nebel erklären. Bislang haben uns die Offiziellen immer nur gesagt bis wann wir nicht spielen dürfen, aber nie klar, ab wann wie wieder spielen dürfen“, sagt Paul und gibt sich durchaus etwas optimistisch. „Ich habe ja schon den André Heller überlebt. Da werde ich auch diese Krise überleben.“

Bläck Fööss Jubiläum

Anstelle eines goldene Jubiläums mit drei Konzerten vor dem Dom zum 50-jährigen Bestehen der Bläck Fööss wird nun wohl „50+1“ gefeiert. „Die Stadt hat uns schon neue Termine für das Jahr 2021 gegeben“, sagt Veranstalter Micki Pick. „Die Fööss-Konzerte auf dem Roncalli-Platz finden dann eine Woche vor den Sommerferien statt“. Ebenfalls entfallen die am 28. und 29. Juli geplanten Auftritte zum Motto „Weltstars am Dom“ auf. Bryan Ferry wird um ein Jahr verschoben. John Cale fällt aus, die Tickets dafür werden erstattet.

Summer Jam

Die Organisatoren des Reggae-Festivals „Summerjam“, das vom 3. bis 5. Juli am Fühlinger See geplant war, hatten lange gewartet und gehofft, dass sich die Situation positiv entwickelt. Da eine Verlagerung in den Spätsommer nicht machbar scheint, wurde die 35. Ausgabe des Festivals nun in das nächste Jahr verschoben. Was mit bereits gekauften Tickets passiert, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. 

Tanzbrunnen

Auch wenn er nach der Entscheidung aus Berlin noch keine Empfehlung des Landes und keine Verfügung der Stadt gibt, geht Köln-Kongress-Chef Bernhard Conin davon aus, dass die Open-Air-Saison am Tanzbrunnen weitgehend ausfällt – von der Saisoneröffnung am 9. Mai mit Tommy Engel bis zu Köbes Underground am 28. August. „Im September haben wir derzeit noch einen Fischmarkt und eine Laufveranstaltung auf dem Plan. Somit auch noch freie Termine für Verlegungen – beispielsweise für das Amphi-Festival oder eine Opern-Gala.“ Mit den anderen zu Köln-Kongress gehörenden Veranstaltungsorten hänge man derzeit völlig in der Luft. „Ab welcher Besucherzahl gilt man als Großveranstaltung? Und wenn die Schulen die Abiturprüfungen durchführen dürfen – was ist mit den Abi-Bällen?“

CSD

„Wir sind sehr traurig, das der Cologne Pride nicht am ersten Juliwochenende stattfinden kann,“ sagt Hugo Winkels, politischer Sprecher des Kölner Lesben- und Schwulentags (Klust), der das zweiwöchige Programm des Christopher Street Day veranstaltet. Höhepunkt ist stets das dreitägige CSD-Straßenfest mit der Parade durch die Stadt. Dafür war der 5. Juli vorgesehen. Der Vorstand des Klust arbeite intensiv daran, eine Alternative zu finden, sagte Winkels. Eine Möglichkeit sei, den Cologne Pride, der in den vergangenen zwei Jahren rund eine Million Besucher angezogen habe, komplett in das nächste Jahr zu verschieben, eine andere, ihn in einer Online-Version zu veranstalten. Als dritte Variante sei ein Ersatztermin in diesem Jahr möglich. Wann eine Entscheidung falle, sei offen. 

NRW-Tag

Der NRW-Tag muss auf jeden Fall verschoben werden, eine Entscheidung dazu hat das Land noch nicht getroffen. Auch wegen der anstehenden Landtagswahl scheint ein neuer Termin erst in 2021 wahrscheinlich.

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