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Drittklässler kippt Schneeball-Wurfverbot in US-Stadt

SZ.de-Logo SZ.de 06.12.2018 SZ.de/dpa/pvn
USA, Severance: Der neunjährige Dane Best steht vor Gemeinderatsmitgliedern. © dpa USA, Severance: Der neunjährige Dane Best steht vor Gemeinderatsmitgliedern.

Fast hundert Jahre hatte das Gesetz Bestand. Der neunjährige Dane Best fand, Kinder haben ein Recht auf Schneeballschlachten und zog vor den Gemeinderat.

Severance heißt Trennung. Und getrennt hat sich Severance, eine kleine Gemeinde im US-Bundesstaat Colorado, von einem fast hundert Jahre alten Gesetz, das es verbietet, Schneebälle zu werfen. Der Initiator der Gesetzesänderung: Dane Best. Der Gemeinderat folgte dem Antrag des Drittklässlers. "Es sieht so aus, als sei dein Änderungsantrag einstimmig durchgegangen", sagte Bürgermeister Donald McLeod bei einer Sitzung des Gemeinderates Anfang dieser Woche.

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Der neun Jahre alt Dane habe vor dem Gremium unter anderem argumentiert: "Jeder in Severance sollte in der Lage sein, eine Schneeballschlacht zu haben, wie überall auf der Welt." Gemeindesprecher Kyle Rietkerk sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, bei einem Schulausflug zum Bürgermeister und zum Gemeinderat sei den Schülern von dem antiquierten Verbot erzählt worden, Schneebälle zu werfen. Ihnen sei außerdem gesagt worden, dass sie auch als Kinder eine Stimme hätten.

Daraufhin habe Dane beschlossen, das Verbot anzufechten. "Er kam vor rund zwei Monaten zu uns. Seine Mutter rief an und frage, wie er das Gesetz ändern könne." Das Verbot habe seine Wurzeln in einer Regelung aus dem Jahr 1921, wonach keine Wurfgeschosse geworfen werden dürften. Rietkerk sagte, es sei jedoch nicht überliefert, dass Schneeballwürfe jemals geahndet worden seien.

In seiner Begründung vor dem Gemeinderat argumentierte der Junge, Kinder bräuchten "Anlässe, um draußen zu spielen". Gesagt, getan. Nachdem diese Gesetzesänderung verabschiedet worden war, ging es nach draußen. Dane und sein kleiner Bruder waren die ersten, die einen Schneeball werfen durften.

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