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Erster Rosenmontagszug wegen Sturm abgesagt

WELT-Logo WELT 04.03.2019
Karnevals-Sonntag in Köln © dpa Karnevals-Sonntag in Köln

Die Karnevalisten in Nordrhein-Westfalen trotzen dem Sturmtief "Bennet": Doch bei den Rosenmontagszügen wird es Einschränkungen geben - eine Stadt musste den Umzug komplett absagen.

Unter stürmischen Vorzeichen laufen in den Karnevalshochburgen die letzten Vorbereitungen für die Rosenmontagszüge. Das Festkomitee Kölner Karneval entschied am Morgen, dass alle großen Motivwagen mitfahren sollen. Bereits am Wochenende hatten die Kölner allerdings entschieden, diesmal auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen im Zug zu verzichten.

Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte in Deutschland. In Düsseldorf soll der Rosenmontagszug später beginnen – um 13.30 Uhr statt wie ursprünglich geplant um 11.50 Uhr. Auch den kleinen Karnevalszügen machte das Wetter zu schaffen. In Bottrop wurde der Umzug abgesagt.

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In Düsseldorf kann der Zug nur bis Windstärke 7 stattfinden. Bei Windstärke 8 – offiziell "stürmischer Wind" – brechen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes Zweige ab, und das Gehen im Freien ist erheblich erschwert.

Das Comitee Düsseldorfer Carneval hofft, dass der Wind am Nachmittag höchstens noch mit Windstärke 7 weht. Der Deutsche Wetterdienst rechnet allerdings erst für den Nachmittag mit einer spürbaren Beruhigung der Wetterlage.

Trotz des stürmischen Wetters liefen am Morgen in Düsseldorf die Vorbereitungen für den Rosenmontagszug auf Hochtouren. Die ersten Wagen wurden aus der Wagenhalle ins Freie gefahren, berichtete eine dpa-Reporterin. Die traditionell stark polarisierenden Motivwagen von Wagenbauer Jacques Tilly waren zunächst aber nicht zu sehen.

Auch in mehreren anderen Städten starten die Züge aufgrund des Wetters mit Verspätung. Bottrop im Ruhrgebiet hat seinen Karnevalszug sogar ganz abgesagt. "Das ist natürlich für die vielen Engagierten schwer zu verdauen, die Herzblut und Engagement in die Jubiläumsdarstellung, aber auch in die sonstigen guten Ideen aller Karnevalsgruppen für den Rosenmontagszug gesteckt haben", sagte Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler. Die Gefahr durch den Sturm sei aber zu groß.

In Duisburg startet der Zug zwei Stunden später um 15.11 Uhr, in Ratingen bei Düsseldorf wurde der Zug um fünf Stunden verschoben und startet nun erst um 15.11 Uhr, Aachen will eine Stunde später um 12.11 Uhr starten, Münster verschiebt um zwei Stunden auf 14.11 Uhr. Überall haben die Veranstalter aber bis zuletzt die aktuellen Wetterprognosen im Blick, um zu entscheiden, ob der Zug womöglich sogar ganz abgesagt werden muss.

In der Nacht zum Montag hatte der starke Wind in Düsseldorf und Köln Äste von Bäumen abbrechen lassen, Mülltonnen und Baustellenschilder wurden umgeweht. Die Feuerwehr Düsseldorf berichtete von zahlreichen Einsätzen. Bei der Bahn gab es vorübergehend Streckensperrungen im Regionalverkehr – unter anderem bei Eschweiler, Iserlohn, Velbert und Wickede vor allem wegen umgestürzter Bäume, wie die Bahn am Morgen mitteilte. Auf der Autobahn 4 bei Kerpen stürzte gegen 5.10 Uhr ein Baum auf die Strecke. Zwei Lastwagen und zwei Autos seien stark beschädigt worden, es habe aber keine Verletzten gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

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