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Geiselnahme: Bewaffnete Person in Apotheke am Kölner Hauptbahnhof verschanzt

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 15.10.2018 ksta
Neuer Inhalt (1): Das SEK ist am Kölner Hauptbahnhof im Einsatz. © dpa Das SEK ist am Kölner Hauptbahnhof im Einsatz.

Am Kölner Hauptbahnhof ist es laut Polizei am Montagmittag zu einer Geiselnahme in der Bahnhofsapotheke gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hat sich dort ein bewaffneter Mann verschanzt. Es gibt mindestens eine weibliche Geisel. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, Einsatzkräfte hätten Kontakt mit dem Geiselnehmer aufnehmen können. 

Schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte der Polizei sind indes in das Bahnhofsgebäude vorgerückt. Augenzeugen berichten aktuell von zwei Detonationen. 

Nach Auskunft der Bundespolizei soll ein Beziehungsstreit der Hintergrund sein. Ein Paar habe sich bei McDonalds gestritten. Dieser Streit sei dann eskaliert. Der Mann soll, so ein Sprecher der Bundespolizei, einen Brandsatz in das Schnellrestaurant geworfen haben. „Es hat dort gebrannt“, so der Sprecher. Anschließend habe sich das Szenario in den gegenüberliegende Apotheke im Kölner Hauptbahnhof verlagert. 

Lesen Sie auch: Kölner Polizei: Geiselnahme im Hauptbahnhof

Verletztes Mädchen

Ein verletztes Mädchen ist laut dpa ins Krankenhaus gebracht worden. Ob diese Verletzung in einem Zusammenhang mit der derzeit laufenden Geiselnahme in einer Apotheke im Hauptbahnhof stehe, müsse aber erst noch untersucht werden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Nachrichtensender n-tv hatte zuvor gemeldet, der Geiselnehmer habe auch ein 14-jähriges Mädchen in seiner Gewalt gehabt, es dann mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Dann habe er das Mädchen freigelassen. 

Ein Hubschrauber kreist über dem Gebiet. Zeugen hatten berichtet, dass gegen 12.50 Uhr Schüsse gefallen seien. Die Polizei konnte dies bisher nicht bestätigen.

Neuer Inhalt (1) © dpa Neuer Inhalt (1)

Bahnhofsgelände geräumt

Der Hauptbahnhof ist vollständig evakuiert worden. Per Lautsprecher wurden Reisende dazu aufgefordert, sich nach draußen zu begeben. Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Die Polizei bittet, den Bereich um den Bahnhof zu meiden. Die Lage sei noch unübersichtlich:

Die Polizei bittet darum, keine Privatfotos in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

Neuer Inhalt (1) © Ingo Hinz Neuer Inhalt (1)

Zugausfälle und Verspätungen bei der Bahn

Die Räumung soll ruhig vonstatten gegangen sein. Das berichten Fahrgäste auf Twitter:

Der Zugverkehr am Kölner Hauptbahnhof ist eingestellt. Die Züge werden nach Angaben der Deutschen Bahn umgeleitet oder enden vorzeitig. Das gilt nicht nur für den Fernverkehr, sondern auch für die RE-Linien und S-Bahnen. Da auch die Schnellstrecke nach Frankfurt nach einem ICE-Brand gesperrt ist, steht fast der komplette Bahnverkehr rund um Köln derzeit still.

Reisende werden gebeten, den Deutzer Bahnhof zu nutzen. Für ältere Menschen und solche mit Einschränkungen, die Hilfe brauchen, stellt die Bahn Taxigutscheine aus.

Der Kölner Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten am Rhein. Täglich fahren dort rund 1.300 Züge durch, bis zu 280.000 Reisende nutzen den Bahnhof täglich.

Der Breslauer Platz und Bahnhofsvorplatz sind ebenfalls gesperrt. Der Bereich vor dem Seitenausgang am Taxistand des Vorplatzes wird in eine Art Sammel- und Aktionsgebiet für Beamte umfunktioniert. Er ist weiträumig gesperrt, die Menschen halten sich entlang und vor den Domtreppe auf. Immer mehr Beamte und Rettungskräfte rücken an, auch eine Hebebühne steht bereit. (red)

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