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Große Verwirrung in Schlebusch : Die Bäume bleiben nun doch erstmal stehen

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 07.03.2019 Frank Weiffen
Einen halben Baum geschafft: Forstbetriebsleiter Benjamin Syrek sitzt zwischen den Stühlen von TBL und Umweltschützern. © Britta Berg Einen halben Baum geschafft: Forstbetriebsleiter Benjamin Syrek sitzt zwischen den Stühlen von TBL und Umweltschützern.

Die Bäume an der Dhünn in Schlebusch werden vorerst nicht gefällt. Am Mittwochnachmittag gegen 15.15 Uhr bekam Benjamin Syrek, dessen Engelskirchener Forstbetrieb mit den Fällungen der acht Pappeln und fünf Erlen beauftragt worden war, nach eigener Aussage telefonisch die Information, dass die Arbeiten ausgesetzt werden sollten, „bis der Sachverhalt geklärt“ sei. Wer ihm diese Information zukommen ließ, wollte Syrek nicht sagen.

Kritik an den Technischen Betrieben

Gleichwohl übte er deutliche Kritik an den Technischen Betrieben Leverkusen (TBL), die Syrek und seine Mitarbeiter mit der Fällung beauftragt hatten. Der Grund: Das stete Hin und Her zwischen der Stadt, zu der die TBL gehören, und den engagierten Umweltschützern, die seit Wochen versuchen, die Pappeln zu retten und überzeugt sind, dass die Fällungen nicht notwendig sind und auch rechtlich nicht begründet werden könnten.

le-pappeln-schlebusch_(2) © Britta Berg le-pappeln-schlebusch_(2)

„Ich sitze hier und bin seit Rosenmontag damit beschäftigt, mit Personen auf beiden Seiten zu reden, die aber nicht miteinander reden. Sowas habe ich in 17 Jahren Selbstständigkeit noch nicht erlebt.“ Letztlich seien es seine Zeit und sein Geld, die dabei draufgingen. „Das sind Dinge, die man schon früher hätte klären können.

Verwirrung erreichte ihren Höhepunkt

Die Verwirrung hatte am gestrigen Mittwoch ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht: Am Morgen noch hatten die Arbeiter mit der Fällung begonnen. „Einen halben Baum haben wir geschafft“, sagte Syrek. Dann sei er von Umweltschützer Benedikt Rees darüber informiert worden, dass dessen Antrag auf Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht angeblich durchgegangen sei und die Arbeiten ausgesetzt werden müssten – eine Information, die Wolfgang Herweg von den TBL wiederum umgehend dementiert hatte: „Davon weiß ich nichts. Mit mir hat niemand gesprochen – und ich sollte so etwas eigentlich als erster erfahren, schließlich sind wir als TBL die Auftraggeber in diesem Fall.“

Syrek hatte seine Gerätschaften dennoch erst einmal ruhen lassen, „einfach weil ich selber erstmal eine gewisse Rechtssicherheit haben muss“, wie er sagte. Später kündigte er an: „Wir werden gleich wohl weitermachen.“

Und dann – war schließlich der von ihm erwähnte Anruf mit der Weisung „Stopp!“ eingegangen. Für eine neuerliche Stellungnahme war im Anschluss an diese Ereignisse und bis zum Redaktionsschluss unserer Zeitung am Abend bei den TBL niemand zu erreichen.

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