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Intensivtäter Lulzim D.: Dauer-Raser fährt in den Knast ein

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 19.06.2019 berliner-kurier
Der Angeklagte musste sich vor Gericht verantworten. © Olaf Wagner Der Angeklagte musste sich vor Gericht verantworten.

Sie gaben rücksichtslos Gas auf der Flucht vor der Polizei: Milinko P. (28) raste Studentin Johanna Hahn (22) in Charlottenburg tot. Lulzim D. (29) bretterte in Neukölln in eine Polizeisperre. Mittwoch standen beide vor Gericht.

Kurzen Prozess gab es für Lulzim D., der bei der Polizei als ein Intensivtäter gilt. Mehr als zehn Vorstrafen hat er, saß bereits vier Jahre wegen Raubes und fuhr immer wieder ohne Führerschein. Letzte Fahrt des bislang Unbelehrbaren: 10. April 2018.

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Mit Tempo 90 schoss er auf eine Funkstreife zu

Im VW Lupo raste er durch die Stadt. In der Emser Straße fiel er Polizisten auf – als Geisterfahrer. D. hatte nicht erkannt, dass es eine Einbahnstraße ist. Er wurde aufgefordert, sein Auto zu stoppen. Doch D. dachte nicht daran und legte los. Mit bis zu 120 km/h durch die Straßen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Es entwickelte sich eine Verfolgungsjagd im Wild-West-Stil. Vorfahrtsregeln interessierten den Raser nicht, auch keine roten Ampel.

Mit Tempo 90 schoss er auf eine Funkstreife zu. Die konnte gerade noch ausweichen. Anklage: „Er wollte verhindern, dass seine Personalien aufgenommen werden.“ Schließlich blieb D. in einer Sperre hängen. Eine Polizistin wurde dabei leicht an der Hand verletzt. Vor dem Richter ein Geständnis über den Anwalt: „Er hatte Kokain konsumiert und dann Gas gegeben aus Angst, man könnte ihn erwischen.“ Denn D. war erst einige Wochen zuvor aus dem Knast entlassen worden. Das Urteil nun: zwei Jahre und fünf Monate.

Für Milinko P. im zweiten Raser-Prozess geht es nach rund sechsmonatiger Beweisaufnahme auf das Urteil zu. Er war auf der Flucht vor der Polizei, erfasste Johanna Hahn tödlich. War es Mord oder fahrlässige Tötung? Urteil am 27. Juni. (KE.) 

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