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Irland: Tausende gedenken toter 23-jähriger Joggerin

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL vor 4 Tagen Jean-Pierre Ziegler

Sie war jung, sie joggte – und wurde ermordet: Der Tod einer 23-Jährigen hat in Irland eine Debatte über Gewalt gegen Frauen ausgelöst. Etliche Menschen trauerten öffentlich.

© CLODAGH KILCOYNE / REUTERS

Der mutmaßliche Mord an einer jungen Frau hat in Irland zu landesweiten Trauerbekundungen geführt. Tausende Menschen gedachten der 23-Jährigen bei Mahnwachen in mehreren Städten in Irland und im britischen Landesteil Nordirland.

Die Frau war am Mittwoch in ihrer Heimatstadt Tullamore auf einem beliebten Kanalweg joggen. Ein Mann soll sie dabei attackiert haben. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff zufällig erfolgte.

Der Mord hat das Land schockiert, rund 100 Mahnwachen wurden organisiert. Vor dem Dubliner Parlament wurde um 16.30 Uhr eine Schweigeminute abgehalten, also zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt.

In Tullamore schlossen Geschäfte und Cafés am Freitag früher als sonst. Zahlreiche Trauernde versammelten sich in einem Park.

In der irischen Hauptstadt nahm Regierungschef Micheál Martin an einem Gedenken teil. Der Mord an der Lehrerin habe das Land »in Solidarität und Abscheu« geeint, sagte Martin.

Verdächtiger nicht vernehmungsfähig

Die Polizei hat einen Verdächtigen im Visier, der gerade mit Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden soll. Über die Ursache dieser Verletzungen gibt es zurzeit keine weiteren Informationen. Zuvor war ein 40 Jahre alter Mann festgenommen worden und wieder auf freien Fuß gekommen, wie Medien berichteten.

Das Verbrechen hat eine Debatte über die Sicherheit von Frauen auf der irischen Insel ausgelöst. »Es gibt eine Epidemie der Gewalt gegen Frauen. Das ist schon seit Jahrtausenden so«, sagte Vizeregierungschef Leo Varadkar.

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