Düsseldorf (rky). Insgesamt legte die GDL den Bahnverkehr in NRW und bundesweit vier Tage lang lahm in diesem Monat. Geld zurück für die Abonnenten gibt es trotzdem nicht, erklären die Verkehrsverbünde. Aber ab Mittwoch sollen die Züge wieder störungsfrei laufen.

 An den großen Bahnhöfen wie Düsseldorf fuhren zwar viele Züge, aber massenhaft Verbindungen fielen auch aus. © Mona Wenisch An den großen Bahnhöfen wie Düsseldorf fuhren zwar viele Züge, aber massenhaft Verbindungen fielen auch aus.

Obwohl die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) in diesem August inklusive diesem Dienstag an vier Tagen wesentliche Teile des Schienenverkehrs durch Streiks lahmgelegt hat, werden Abonnenten von VRR und VRS keine Entschädigung erhalten. Das erklärten die Verkehrsverbünde auf Anfrage. „Erstattungen sind im Streikfall nicht vorgesehen“, heißt es beim VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr). Beim VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg)  sagt eine Sprecherin, es handele sich um Verbundfahrausweise. „Die Fahrgäste können von bestreikten Angeboten auf alternative Angebote ausweichen“.

Die Verkehrsunternehmen würden sich bemühen, die Fahrgäste so gut wie möglich über drohende Ausfälle von Zügen zu informieren, ergänzt der VRR. Tatsächlich war der VRR auf seiner Internetseite aber nicht in der Lage, anlässlich der Streiks den Fahrgästen anschaulich zu zeigen, welche S-Bahn-Linien und Regionalzüge nun von der Bahn (DB Regio NRW) betrieben werden und damit von Streiks bedroht sind. Es war auch nicht klar erkennbar, welche Strecken im Gegenzug von den Wettbewerbern wie Abellio oder National Express gefahren werden. „Für Gelegenheitsfahrer wäre eine solche Übersicht gut“ sagt Lothar Ebbers, Sprecher vom Fahrgastverband Pro Bahn in NRW. „Die regelmäßigen Pendler wissen dagegen, welches Unternehmen die von ihnen genutzte Linie betreibt.“

Derweil gehen die Verkehrsverbünde davon aus, dass ab diesem Mittwoch der Verkehr wieder zuverlässig läuft. Die Bahn kündigte an, für Mittwoch werde wieder ein „weitgehend normaler Zugbetrieb“ erwartet.

Dabei traf der Arbeitskampf NRW und den VRR weniger hart als andere Teile Deutschlands. Rund 70 Prozent der Regionalzüge und S-Bahnen seien am Montag und Dienstag gefahren, schätzt der VRR. Der Grund sei einerseits, dass sehr viele Strecken von Bahn-Konkurrenten gefahren werden. Außerdem fuhren im Regionalverkehr rund 40 Prozent der Züge der Bahn bundesweit.


Video: Bahn-Streik sorgt weiter für Behinderungen (Reuters)

National Express erklärt, das Unternehmen sei vom Streik nicht betroffen gewesen, aber es kamen etwas weniger Fahrgäste.Es hat also geschadet, dass viele Bürger nicht wissen, welche Linien nun von den Streiks nicht betroffen sind.

Die GDL deutet an, längere Streiks zu planen, falls der Bahn-Vorstand sein Tarifangebot nicht wesentlich erhöht. Die Bahn sei nun „am Zug“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky der FAZ. Falls der Konzern „weiter solche tollen ‚Angebote‘ macht, werden wir den nächsten Arbeitskampf sehen“, ergänzte er. Dann könne man „auch länger streiken als bisher.“

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