Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Mittelalter-Film: Köln 1475 – und Bömmel von den Bläck Fööss mittendrin

EXPRESS-Logo EXPRESS 28.01.2019 Inge Wozelka
Bömmel Lückerath, Mitglied der Kölner Kultband Bläck Fööss ging unter die Schauspieler und landete mitten im Mittelalter. © mobymovies.biz Bömmel Lückerath, Mitglied der Kölner Kultband Bläck Fööss ging unter die Schauspieler und landete mitten im Mittelalter.

Der Dom steht – noch unvollendet – inmitten der mittelalterlichen Stadtmauern und beherbergt schon die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Stapelrecht und Pilgerströme haben die Stadt und ihre gut 40.000 Bewohner reich gemacht.

Über das Leben im mittelalterlichen Köln anno 1475 gibt’s jetzt einen neuen Streifen. Gedreht hat ihn der Rather Filmemacher Jens F. Walter. Und auch ein Bläck Fooss mischt mit: Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (69).

Kaiser erhebt Köln 1475 juristisch zur freien Reichsstadt 

De facto wird Köln am 19. September 1475 von Kaiser Friedrich III. auch juristisch zur freien Reichsstadt („des heiligen Reiches freie Stadt“) erhoben. Damit untersteht die Stadt nun allein dem Kaiser. Walters gut einstündiger Film „Köln anno 1475 – Die freie Reichsstadt“ will vermitteln, wie die Menschen damals gelebt haben, wie ihr Alltag ausgesehen hat.

gasse_26 © mobymovies.biz gasse_26

Für die Menschen damals waren Himmel und Hölle Realität 

Dafür hat sich der Filmemacher mit Historikern beraten und sagt: „Wir haben uns natürlich an Karten wie den Mercatorplan von 1570 orientiert, um zu sehen, welche Bauten wo standen. Wir wollten wissen, wie das Leben in den Stadtmauern, am Hafen, in den Amüsiervierteln aussah. Für die Menschen war Gott doch damals Realität – auch Himmel und Hölle. Das prägte ihr Handeln. Und die Stadtgesellschaft teilte sich in Patrizier und die wohlhabende Mittelschicht aus Handwerkern oder Kaufleuten. Auf die folgten Lehrlinge oder Lohnarbeiter und am Ende Bettler und Latrinensäuberer.“

Lückerath: „Interessiere mich für Stadtgeschichte“ 

Bei seinem Film wurde Walter vom Museum Schnütgen, dem Metropolitankapitel des Kölner Doms und eben auch Bömmel Lückerath unterstützt.

Letzterer berichtet: „Ich interessiere mich für Geschichte, bin im Rath-Heumarer Kulturkränzje. Da geht es um die Geschichte des Veedels. Und die Bläck Fööss haben auch Lieder zur Stadtgeschichte geschrieben. Als ich gefragt wurde, ob ich im Film mitmachen will, habe ich  »ja« gesagt.“

Er gesteht auch: „Das war eine interessante Erfahrung. Aber es war anstrengend, so kurzfristig Texte zu lernen. Da bleib’ ich doch lieber bei der Musik“.

gasse_296 © mobymovies.biz gasse_296

Arbeiten am Film von Jens F. Walter dauerte drei Jahre

Umgesetzt wurde der Film, der innerhalb von drei Jahren entstand, mit dem Greenscreen, vor dem alle Figuren agierten. „Der kam natürlich immer zum Einsatz, wenn Originalschauplätze nicht mehr existierten“, sagt Walter. Das mittelalterliche Köln und viele seiner Bauten wurden am  Computer generiert.

walther_kamera © Mobymovies Media KG walther_kamera

Mehr Infos zum Film, den es auf USB-Stick für TV und Computer gibt (16,95 Euro) unter: www.mobymovies.biz

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von EXPRESS

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon