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Nach Trump-Besuch ohne Maske: Fabrikladung Wattestäbchen muss vernichtet werden

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 08.06.2020 ksta
Donald Trump bei Puritan Medical Products © ap Donald Trump bei Puritan Medical Products

Dieser Besuch kommt sie teuer zu stehen: Nachdem US-Präsident Donald Trump am Freitag eine Fabrik für Wattestäbchen im US-Bundesstaat Maine besucht hat, muss die gesamte während des Rundgang entstandene Produktion vernichtet werden.

Das berichtet „USA Today“ und beruft sich dabei auf Aussagen der Firma, die medizinische Wattestäbchen für Tests auf Covid-19 herstellt. Einen Grund für die Zerstörung des Materials gab das Unternehmen nicht an. Trump trug bei seinem Besuch allerdings keine Maske, wie Bilder zeigen.

Die Arbeiter um ihn herum hingegen sind mit Haarnetzen und Laborkitteln bekleidet. Während des Besuchs sprach Trump auch mit einzelnen Mitarbeitern und rühmte die Produktion: “Hergestellt in den USA. Das sage ich ja schon lange”, sagte er zu einer Person.

Unklar bleibt, wie viele Wattestäbchen nach dem Besuch genau vernichtet werden mussten. Es scheint allerdings, als würde die Entsorgung den aktuell hohen Bedarf nun noch zusätzlich verknappen: Dem Artikel zufolge gab es in den letzten Wochen Berichte über unzureichende Testkapazitäten in Maine.

Rund ein Drittel der Pflegeheime hätten vergangenen Monat bemängelt, gar keine medizinischen Wattestäbchen zu haben, um Patienten auf Covid-19 zu testen. Rund 60 Prozent hätten sich beklagt, lediglich sieben oder weniger zur Verfügung zu haben.

Kritik an Trump wegen fehlenden Mund-Nasenschutzes

Die USA sind in absoluten Zahlen gemessen das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land der Welt. Bei etwas unter zwei Millionen bestätigten Fällen sind dort nach offiziellen Angaben nahezu 110.000 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben. Mehr als ein Viertel aller Corona-Fälle entfallen auf die USA. Weltweit starben bis Anfang Juni über 400.000 Menschen an einer Infektion mit Covid-19.

Trump war bereits zuvor mehrfach in Kritik geraten, weil er bei öffentlichen Terminen keine Maske trug - etwa Ende Mai beim Autobauer Ford in Michigan. (RND/ma)

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