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Nachrichten aus Deutschland: Um Rente zu kassieren: 65-Jähriger versteckt tote Mutter fünf Jahre im Schlafzimmer

stern-Logo stern 08.06.2020 deb/jek/js/DPA
Weil er von der Rente lebte, versteckte ein Mann seine tote Mutter jahrelang im Schlafzimmer (Symbolbild) © Picture Alliance/Jan Mammey/ Weil er von der Rente lebte, versteckte ein Mann seine tote Mutter jahrelang im Schlafzimmer (Symbolbild)

Osnabrück: 23-Jähriger stirbt nach Beinschuss bei Polizeieinsatz +++ Bremerhaven: Auto mit zwei Leichen aus der Weser geborgen +++ Werdohl: Mann ohrfeigt Busfahrerin +++ Nachrichten aus Deutschland.

Karlsruhe: 65-Jähriger versteckt Leiche seiner Mutter fast fünf Jahre lang in Schlafzimmer     

In Baden-Württemberg hat ein 65-Jähriger die Leiche seiner Mutter anscheinend mehrere Jahre lang in seinem Wohnhaus versteckt. Staatsanwaltschaft und Polizei berichteten am Freitag in Karlsruhe, dass Nachbarn die Frau vermisst und die Polizei verständigt hätten. Als Beamte den 65-Jährigen in seinem Haus aufsuchten, verwickelte er sich in Widersprüche und führte diese schließlich zu dem Leichnam.    

Dieser befand sich laut Ermittlern in einem Schlafzimmer im ersten Stock des Hauses in der Gemeinde Bruchsal. Der Sohn sagte aus, dass seine Mutter vor beinahe fünf Jahren im August 2015 im Alter von 89 Jahren gestorben sei. Er habe von ihren Rentenzahlungen gelebt, weil er kein eigenes Einkommen habe. Laut Obduktion deckt sich der angebliche Todeszeitpunkt mit dem Zustand der Leiche.    

Die genaueren Todesumstände konnten laut Staatsanwaltschaft und Polizei bislang noch nicht sicher geklärt werden. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an. Diese liefen unter anderem auch wegen des Verdachts des Betrugs durch den Bezug der Rentenzahlungen, hieß es.

Korrektur-Hinweis: Die Behörden haben das Alter des Manns auf 65 Jahre und das Alter der Mutter auf 89 Jahre korrigiert. Zunächst war von 55 und 89 Jahren die Rede. Die entsprechenden Passagen wurden geändert.

Quelle: DPA

Osnabrück: 23-Jähriger stirbt nach Beinschuss bei Polizeieinsatz

In Niedersachsen ist ein von Polizisten im Einsatz angeschossener 23-Jähriger im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Osnabrück erlag der Mann in der Nacht zum Freitag nach einem Schuss in den Oberschenkel seinen Verletzungen. Er hatte laut Ermittlern am Donnerstag in der Gemeinde Twist in einer Arztpraxis und in einem Wohnhaus Menschen mit einem Messer attackiert.    

Bei dem folgenden Polizeieinsatz griff er demnach mit dem Messer auch die Einsatzkräfte an, wobei ihm ein Beamter ins Bein schoss. Der Mann musste wiederbelebt werden, wie die Staatsanwaltschaft schon am Donnerstag mitgeteilt hatte. Er kam in ein Krankenhaus, wo er den Informationen vom Freitag  zufolge dann in der Nacht starb. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft liefen. Bislang deute aber nichts darauf hin, dass der Schusswaffengebrauch ungerechtfertigt gewesen sein könnte, teilte diese mit. Die Leiche des 23-Jährigen werde obduziert. Er war demnach wegen Gewaltdelikten vorbestraft.

Quelle: DPA

Bremerhaven: Auto mit zwei Leichen aus der Weser geborgen

In Bremerhaven hat die Polizei am Donnerstag ein Auto mit zwei Leichen aus der Weser geborgen. Wie das Polizeipräsidium Westpfalz in Rheinland-Pfalz mitteilte, handelt es sich bei den Toten vermutlich um eine Mutter und ihre Tochter aus Kaiserslautern. Die 46-Jährige und ihre zehnjährige Tochter wurden seit zehn Tagen vermisst. Die Polizei hatte zuletzt in Bremerhaven nach ihnen gesucht.

Bei der großangelegten Suche ortete am Donnerstag ein Spezialboot ein Auto in der Weser, wie die Polizei mitteilte. Am Abend zogen Polizei und Feuerwehr das Fahrzeug aus dem Wasser. Bei dem Auto handele es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um das Fahrzeug der Vermissten, erklärte die Polizei in Kaiserslautern.

In dem Auto fand die Polizei zwei Tote, deren Identitäten zunächst nicht zweifelsfrei geklärt werden konnten. Mutmaßlich handele es sich aber um die vermisste Mutter und ihre Tochter, erklärte die Polizei. Die Ermittlungen dauern demnach noch an. Die Polizei will heute über weitere Ermittlungsergebnisse informieren.

Quelle: AFP

Werdohl: Mann ohrfeigt Busfahrerin

In Werdohl im Märkischen Kreis in NRW hat ein Verkaufswagen-Fahrer am Donnerstag eine Busfahrerin geohrfeigt. Wie die Polizei berichtet, fuhr die 52-Jährige mit ihrem Gelenkbus in Richtung Fußgängerzone. Beim Passieren eines Lkw kam ihr demnach der Verkaufswagen entgegen. Sie bat den Fahrer, ein paar Meter zurückzufahren. Daraufhin bezeichnete der Mann die Frau laut Polizei als "blöd" und verpasste ihr eine Ohrfeige. Sie erstattete Anzeige. 

Quelle: Polizei

Düsseldorf: Anklage gegen Jugendlichen nach Rheinbad-Tumulten

Knapp ein Jahr, nachdem Tumulte im Düsseldorfer Rheinbad bundesweit für Aufsehen gesorgt haben, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Jugendlichen erhoben. Der damals 16-Jährige soll am Tag der dritten Räumung zu einer Bediensteten des Bades gesagt haben, er klatsche sie an die Wand, wenn er sie privat treffe. Danach soll er der Frau laut Anklage gedroht haben, sie zu töten. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde Anklage wegen Bedrohung erhoben. Der Prozess nach Jugendstrafrecht soll am 16. September vor dem Düsseldorfer Amtsgericht beginnen.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Donnerstag, den 18. Juni

Bremen: 54-Jähriger bei Polizeieinsatz erschossen

In Bremen ist ein Mensch bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. "Eine 54 Jahre alte Person" wurde bei dem Einsatz am Donnerstagnachmittag in Bremen-Gröpelingen tödlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zu den Hintergründen wurde zunächst nichts bekannt gegeben. Die Ermittlungen übernahm die Dienststelle für interne Ermittlung beim Innensenator.

In Niedersachsen wurde indes ein 23-jähriger Mann durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe verletzt. Die Beamten waren am Donnerstagvormittag per Notruf zu einem Einsatz in Twist gerufen worden, weil ein mit einem Messer bewaffneter Mann in einer Arztpraxis und anschließend in einem Wohnhaus Menschen bedroht und angegriffen haben soll. Verletzt wurde dabei niemand.

Anschließend soll der 23-Jährige dann auf die eintreffenden Polizeibeamten mit einem Messer losgegangen sein. Ein Beamter schoss auf den Mann und traf ihn in den Oberschenkel. Der 23-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Nachtrag von Freitag, 19. Juni: Der 23-Jährige ist in der Nacht zum Freitag seinen Verletzungen erlegen.

Quelle: AFP

Darmstadt: Freiwillige Feuerwehrmänner gestehen Brandstiftung in Hochhaus

Nach einem Feuer in einem Hochhaus haben zwei freiwillige Feuerwehrleute am Donnerstag zum Prozessauftakt vor dem Darmstädter Landgericht die Brandstiftung gestanden. Die 21 und 22 Jahre alten Deutschen sind wegen Mordversuchs an 43 Bewohnern, Körperverletzung und Brandstiftung angeklagt. Sie sollen das Feuer am 31. Oktober vergangenen Jahres im Keller des achtstöckigen Wohnhauses in Offenbach gelegt haben.

Die beiden Männer hatten sich nach eigenen Angaben über eine Textnachricht zu der Tat verabredet. Der Brand wurde in dem Haus gelegt, in dem der 21-Jährige mit seiner Mutter wohnte. Man habe das Haus ausgesucht, weil der Keller eine Brandschutztür gehabt habe. Beide Männer aus Offenbach waren gleich nach der Brandstiftung zur Freiwilligen Feuerwehr geradelt. "Damit wir auf das erste Fahrzeug und in den Angriffstrupp kommen", sagten sie. "Wir beide wollten als Helden dastehen", erklärten sie ihr Motiv.

Quelle: DPA

Köln: Polizist schwer verletzt - Rettung behindert

Eine aggressive Gruppe von etwa 150 Personen hat am Mittwochabend in Köln laut Polizei die Versorgung eines schwer verletzen Polizisten erschwert. Der Beamte war von einem 24 Jahre alten Mann niedergeschlagen worden. Er zog sich Platzwunden und einen Knochenbruch zu. Nach Polizei-Angaben vom Donnerstag hatten mehrere Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle ausgeführt und Fahrzeugpapiere geprüft. Dabei ergab sich der Verdacht einer Urkundenfälschung. Der 24-jährige Beifahrer kommentierte den Einsatz lautstark. Als er schließlich einen Platzverweis erhalten habe, habe er einen der Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass dieser durch die Wucht des Schlages stürzte, mit dem Kopf auf dem Bordstein aufschlug und stark blutend liegen blieb.

Innerhalb kürzester Zeit hätten sich etwa 150 aggressive Personen am Einsatzort versammelt und die Versorgung des Polizisten erschwert, sagte eine Polizeisprecherin. Erst als weitere Unterstützungskräfte eingetroffen seien, sei es den Rettungskräften möglich gewesen, den Beamten in ein Krankenhaus zu bringen. Der 24-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Er muss sich in einem Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und einer Straftat nach dem Waffengesetz verantworten - letzteres, weil bei ihm ein verbotenes Einhandmesser gefunden worden sei. Der 28 Jahre alte Fahrer des Wagens bekam eine Anzeige wegen Verdachts der Urkundenfälschung.

Quelle: DPA

Nürnberg: Unbekannter spuckt Kleinkind an – Polizei sucht Zeugen

Am vergangenen Freitag ereignete sich am Hauptbahnhof in Nürnberg eine kuriose Szene. Eine Mutter wartete mit ihrem dreijährigen Kind am Bahnsteig, als ein Unbekannter aus einer anhaltenden U-Bahn stieg, dem Kind unvermittelt auf den Kopf spuckte und schleunigst wieder zurück in den Wagon stieg. Die U-Bahn fuhr Richtung Nürnberg-Pfärrer davon. 

Die Nürnberger Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Angaben zum Täter machen können. Der Mann soll etwa 35 Jahre alt und ca. 180 cm groß sein und kurze Haare haben. Zur Tatzeit trug er ein dunkelblaues T-Shirt, eine dunkle lange Hose sowie einen Mund-/Nasenschutz. Außerdem hatte er einen dunklen Rucksack dabei. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0911 2112-6115 an die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte wenden.

Quelle: Polizei Nürnberg

Uhldingen-Mühlhofen: Hier gibt es das Weihwasser nun aus dem Spender

In diesen Zeiten kommen einige Menschen auf kreative Ideen; die neueste erreicht uns aus Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee. Dort haben die Verantwortlichen der Basilika Birnau einen fast kontaktlosen Weihwasserspender eingeführt. "Eine Gottesdienstbesucherin kam beim Blick auf den Desinfektionsspender auf die Idee und wir setzten diese um", sagte eine Sprecherin der barocken Wallfahrtskirche am Mittwoch. Der Apparat funktioniere genau wie der ursprüngliche Desinfektionsspender: Das Weihwasser komme heraus, wenn man mit dem Ellbogen auf den Bogen drücke. Die Weihwasserbecken waren wegen der Ansteckungsgefahr in der Corona-Krise nicht benutzbar.

Inzwischen gebe es solche Weihwasserspender aber auch zu kaufen, sagte die Sprecherin weiter. So stellt beispielsweise die Firma Foottec in der bayerischen Oberpfalz Spender her. Sie rüstete dafür eines ihrer Produkte um: kontaktlose Senf- und Ketchup-Spender für Imbissbuden. Nach Angaben einer Firmensprecherin haben mittlerweile rund 25 Kirchen deutschlandweit einen Weihwasserspender. Ein Exemplar sei auch nach Schweden geliefert worden. Der Spender soll demnächst auch der Deutschen Bischofskonferenz vorgestellt werden. Foottec-Gründer Tobias Sturm ist sich sicher, dass der berührungslose Spender Zukunft hat, auch nach Corona. "Das wird bleiben. Gerade zur Weihnachtszeit sind alle verschnupft und langen dann in das Weihwasserbecken rein", sagte er.

Quelle: DPA

Regensburg: Mann auf offener Straße getötet

Seit den Morgenstunden steht die Polizei mit einem Großaufgebot im Stadtgebiet von Regensburg. Der Grund: Ein Mann soll gegen acht Uhr auf offener Straße getötet worden sein. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Der Bereich rund um den Tatort in der Nähe des Regensburger Hauptbahnhofs sei weiträumig abgesperrt worden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ein Polizeisprecher konnte zunächst keine Angaben zur Identität des Opfers und des Festgenommenen machen, dies müsse noch geprüft werden. Er wollte sich auch nicht zu Medienberichten äußern, nach denen am Tatort mehrere Schüsse fielen. Auch dies müsse noch geprüft werden.

Nachtrag, 14:34 Uhr:

Wie die Polizei am Nachmittag bekannt gab, ist es vor dem gewaltsamen Tod des Mannes zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und dem anschließend flüchtenden Tatverdächtigen gekommen. Dabei soll mindestens ein Schuss gefallen sein. Zu den Motiven des 55-jährigen Tatverdächtigen, der kurze Zeit später festgenommen werden konnte, äußerte sich die Polizei bislang nicht. 

Quelle: Polizei Bayern, AFP

Dinslaken: Lkw rammt Vermessungsfahrzeug – 22-Jähriger stirbt

Am Mittwochmittag kam es auf der A3 bei Dinslaken zu einem schweren Verkehrsunfall. Aus bisher ungeklärten Gründen raste ein 40 Tonnen schwerer Lkw auf ein Absicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei zu, das er anscheinend nicht wahrgenommen hatte. Es kam zu einem Zusammenstoß mit einem 22-jährigen Vermessungstechniker, der sich unmittelbar vor dem Fahrzeug befunden hatte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der junge Mann durch die Luft geschleudert und erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen. Wie die Polizei Düsseldorf berichtet, mussten mehrere Personen vor Ort medizinisch und seelsorgerisch betreut werden. Der Lkw wurde zur Beweis- und Spurensicherung beschlagnahmt.

Quelle: Polizei Düsseldorf

Reinsfeld: 49-Jähriger stirbt bei Absturz einer Propellermaschine – nun ermittelt ein Spezialteam

Ein 49-jähriger Pilot ist am Mittwoch beim Absturz eines kleinen Flugzeugs nahe Reinsfeld ums Leben gekommen. Der Mann saß alleine in der zweimotorigen Propellermaschine, wie die Polizei mitteilte. Er stürzte nahe dem Sportplatz und nicht weit von Häusern ab. Mehrere Zeugen beobachteten das Unglück. Kurz zuvor nahmen sie laut Polizei einen lauten Knall wahr. Der in Nordrhein-Westfalen gestartete Pilot war auf dem Weg nach Frankreich.

Wie das Polizeipräsidium Trier noch am Nachmittag berichtete, wurden Untersuchungen des Flugzeugwracks angeordnet. Ein Spezialteam aus Braunschweig, sowie Kräfte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen seien auf dem Weg zum Unglücksort, um die Ursache des Unfalls zu ermitteln. Hinweise auf eine Straftat gäbe es allerdings nicht.

Quelle: Polizeipräsidium Trier

Limburg: Spielende Kinder zwingen ICE-Lokführer zu Notbremsung bei Tempo 280

Zwei spielende Kinder haben einen ICE-Lokführer auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln zwischen Limburg und Montabaur bei etwa 280 Kilometern pro Stunde zu einer Notbremsung gezwungen. "Der Lokführer hat sie von weitem am Bahndamm gesehen und die Notbremse reingehauen", sagte Ralf Ströher von der Bundespolizei am Mittwoch. Bis zum Stillstand sei der ICE am Dienstag auf hessischem Gebiet nahe der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz noch fast zwei Kilometer gefahren. "Die Kinder haben sich wahrscheinlich so erschrocken, dass sie gleich getürmt sind", ergänzte der Sprecher. Die Strecke wurde etwa eine Stunde gesperrt. Bundespolizisten suchten vergeblich nach den Kindern. Ihr Alter und Geschlecht blieben unbekannt. Wegen der Streckensperrung kam es bei 15 Zügen zu Verspätungen.

Quelle: DPA

Schwarzwald: Auerhahn erschlagen – zwei Männer angeklagt

Rund zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Auerhahns am Feldberg im Schwarzwald hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei junge Männer erhoben. Den heute 21- und 23-Jährigen werde ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz zur Last gelegt, teilte die Ermittlungsbehörde am Mittwoch in Freiburg mit. Dem Jüngeren werde zudem Tiertötung vorgeworfen. 

Das Duo hatte den Angaben zufolge im August vergangenen Jahres am Feldberg am Rande eines Volksfestes den Auerhahn in seinem Schutzgebiet gestört, aufgescheucht und bedrängt. Der heute 21-Jährige habe das Tier erschlagen. Die beiden Männer waren den Angaben zufolge betrunken.

Das Auerhuhn ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Im Schwarzwald geht der Bestand seit rund 100 Jahren zurück. Das Töten eines Tieres ohne vernünftigen Grund ist laut Tierschutzgesetz verboten. Es drohen demnach bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafen.

Die Tat ereignete sich abseits von Wanderwegen. Sie war von Passanten beobachtet, gefilmt und fotografiert worden. Die beiden Männer hatten gegenüber der Polizei angegeben, von dem Auerhahn attackiert worden zu sein und aus Notwehr gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat laut ihres Sprechers Anklage beim Jugendrichter des Amtsgerichts Titisee-Neustadt erhoben. Der Richter muss nun entscheiden, ob und wann es zu einem Prozess kommt.

Quelle: DPA

Soltau und Calw: Durchsuchungen wegen Hackerangriffe auf Banken 

Ein 16-Jähriger aus Soltau in Niedersachsen und ein 20-Jähriger aus Calw in Baden-Württemberg sollen die Computernetze von Banken und Telekommunikationsanbietern in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin und anderen Bundesländern angegriffen haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Itzehoe, das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein und das Bundeskriminalamt am Mittwoch mit. 

Wegen des Verdachts der Computersabotage in besonders schweren Fällen und der versuchten Erpressung hätten Einsatzkräfte des LKA und des Bundeskriminalamtes auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe am Dienstag die Wohnungen der zwei Beschuldigten in Calw und Soltau durchsucht. Dabei seien diverse Datenträger sichergestellt worden. Von der Angriffen betroffen waren den Angaben zufolge ab Juli 2019 mehrere Unternehmen, darunter die Deutsche Kreditbank. Als eine der ersten Firmen war die TNG Stadtnetz GmbH in Kiel angegriffen worden. Deshalb seien die Staatsanwaltschaft Itzehoe und das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein zuständig, sagte eine Sprecherin. 

Durch die Angriffe waren unter anderen Internetanschlüsse, Webseiten und Online-Banking-Systeme für Kunden über mehrere Tage nicht nutzbar. Derzeit sei von einem Gesamtschaden in siebenstelliger Höhe auszugehen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, durch den Aufbau eines sogenannten Botnetzes in mindestens zwölf Fällen sogenannte DDos-Angriffe (Distributed Denial of service) auf die Unternehmen unternommen zu haben. Nach ersten Ermittlungen soll der 16-Jährige aus Soltau die Taten aus Langeweile und Einsamkeit begangen zu haben. Er soll auch im April 2019 Router von Telekommunikationsanbietern in Nigeria sowie von deren Endkunden lahmgelegt und für die Entsperrung Bitcoins im Wert von jeweils rund 100 Euro gefordert haben.

Quelle: DPA

Günzburg: Gastank explodiert, Bahnstrecke gesperrt

In der Nähe des Bahnhofs Günzburg gab es am Mittwochmorgen eine schwere Explosion. Wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet, soll in einer leerstehenden Tierzuchtanlage ein Gastank explodiert sein. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. Von dem Haus ist offenbar nicht mehr viel übrig. Demnach stehen nur noch die Außenmauern. "Das Gebäude ist komplett weg", zitiert das Blatt einen Polizeisprecher. Einige Teile sollen aufgrund der Wucht der Detonation bis zu 50 Meter weit durch die Luft geschleudert worden sein. Betroffen ist auch die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurden am Bahnhof Günzburg zwischenzeitlich alle Gleise gesperrt. Man arbeite an einem Schienenersatzverkehr.

Aktualisierung, 16:20 Uhr: 

Nach einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei hat die bei der Explosion entstandene Druckwelle etwa 20 Wohn- und Geschäftsgebäude im Umkreis der Tierzuchtanlage beschädigt, sowie knapp 80 Fahrzeuge. Die Höhe des Sachschadens wurde noch nicht festgelegt, nach Schätzungen der Polizei dürfte sie aber im niedrigen siebenstelligen Bereich liegen. Wie die Polizei weiter berichtet, wurden nach aktuellen Stand 15 Personen durch die Explosion verletzt. Dabei soll es sich größtenteils um Bauarbeiter handeln, die auf einer in der Nähe befindlichen Baustelle arbeiteten. Sie erlitten überwiegend Knalltraumata.

Quelle: "Augsburger Allgemeine", Polizei Bayern

Waldrach: Mann stürzt mit Traktor 80 Meter steilen Abhang hinunter

Im nordrhein-westfälischen Waldrach ist ein Mann mit seinem Traktor verunglückt. Wie die Polizei berichtete, fuhr der 57-Jährige gegen 20.30 Uhr eine Straße in den Weinbergen entlang, als er aus bislang noch ungeklärten Gründen nach rechts vom Weg abkam und einen etwa 80 Meter steilen Abhang hinunterstürzte. Das Gefährt blieb zwischen zwei Bäumen hängen. Der Mann wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus nach Trier gebracht. 

Quelle: Polizei Schweich

Iserlohn: 38-Jährige tot – SEK nimmt Ex-Freund fest

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einer Wohnung in Hagen (NRW) haben Ermittler der Polizei am Dienstagabend einen Tatverdächtigen gefasst. Demnach nahmen Spezialeinsatzkräfte den 24-jährigen Mann in einer Wohnung in Iserlohn fest. Bei dem 38-jährigen Opfer soll es sich um die frühere Lebensgefährtin des Gesuchten handeln. Nach ersten Ermittlungen und einer Obduktion geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. 

Quelle: Polizei Dortmund

Schwarzach: Getötete Kinder wurden laut Obduktion erstickt

Die beiden Kinder, die die Polizei vor etwa einem Monat in einer Wohnung im niederbayerischen Schwarzach tot entdeckte, wurden erstickt. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Dienstag mit. Demnach befinde sich der Vater des achtjährigen Jungen und des sechsjährigen Mädchens weiter in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zum Tatablauf seien noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Polizei hatte eine 28-jährige Frau am 14. Mai die Beamten gerufen, weil sie nach einem Telefonat mit dem 36-jährigen Vater der beiden Kinder fürchtete, dass sich dieser etwas antun könnte. In seiner Wohnung fanden die Ermittler die getöteten Kinder. Der Vater stellte sich noch in der gleichen Nacht in Straubing der Polizei.

Quelle: "rtl.de"

Gelsenkirchen: Männer klettern wegen Arbeitslohn auf Baukran

Um ihren Arbeitslohn einzufordern, sind zwei Männer in Gelsenkirchen auf einen Baukran geklettert. Wie die Polizei berichtete, drohten sie damit, in die Tiefe zu springen. Versuche, die Störer zur Aufgabe zu bewegen, scheiterten demnach zunächst. Erst nach sieben Stunden kletterten die beiden 28 und 36 Jahre alten Männer von dem Baukran und wurden anschließend in Polizeigewahrsam gebracht. Nun droht ihnen ein Strafverfahren.

Quelle: Polizei Gelsenkirchen

 Nachrichten von Dienstag, den 16. Juni

Lichtenstein: Toter Säugling in Tiefkühltruhe gefunden

Schon vor mehreren Jahren soll eine Frau im baden-württembergischen Lichtenstein die Leiche ihres neugeborenen Kindes in ihre Tiefkühltruhe im Keller eines Mehrfamilienhauses gelegt haben. Der Ehemann der bereits vor geraumer Zeit aus dem Haus ausgezogenen 46-Jährigen fand das tote Mädchen vor gut einer Woche in der Tiefkühltruhe und alarmierte die Polizei, wie die Behörden am Montag mitteilten.

Die anschließenden Ermittlungen der Polizei Reutlingen und der Staatsanwaltschaft Tübingen führten demnach zu der 46-jährigen Kindsmutter, gegen die nun wegen Verdachts der Aussetzung mit Todesfolge ermittelt wird. Nach Angaben der Behörden gab die Frau an, das Kind sei unmittelbar nach der Geburt gestorben. Sie sei mit der Situation überfordert gewesen und habe den Leichnam in der Kühltruhe versteckt. Die Obduktion der Leiche gab den Angaben zufolge zunächst keinen eindeutigen Aufschluss über die genaue Todesursache. Anhaltspunkte für einen gewaltsamen Tod des Mädchen gab es demnach aber nicht. Die 46-Jährige befindet sich weiter auf freiem Fuß. Nach Angaben der Ermittler gibt es derzeit weder einen dringenden Tatverdacht auf ein Tötungsdelikt gegen die Frau noch einen Haftgrund.

Quelle: AFP

Berlin: Mann stellt sich nach Einbruch in Gedächtniskirche der Polizei

In Berlin hat sich ein Mann im Beiseins seines Rechtsanwalts der Polizei gestellt und gestanden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag bekannt gaben, Anfang Februar den Raub auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche begangen zu haben. Am 11. Februar wurden dort unter anderem eine Erinnerungsmedaille zum 100. Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. sowie ein Jubiläumsabzeichen zur Silberhochzeit des Kaiserpaars 1906 gestohlen. Außerdem wurden zwei Adlerorden und sechs Silbermünzen entwendet.

Der 48-Jährige führte die Ermittler zu einer Grünanlage in Lichtenberg, wo er die Wertgegenstände eingepackt in einer Plastikbox einige Zentimeter tief im Erdreich vergraben hatte. Der wegen Eigentumsdelikten polizeibekannte Mann wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls einer anderen Sache einem Haftrichter vorgeführt. 

Quelle: Polizei Berlin

Essen: Heranwachsende Raser von der Polizei festgenommen

Als Polizeibeamte in Essen in der Nacht zu Montag einen herannahenden Mercedes kontrollieren wollten, erlebten sie eine böse Überraschung. Anstatt den Pkw anzuhalten, fuhren die drei Insassen auf die Beamten zu. Ein Warnschuss aus einer Dienstwaffe wurde abgegeben, der Pkw trat die Flucht an. Nach einer rasenden Verfolgungsjagd durch das Essener Stadtgebiet, bei der der Mercedes und ein Streifenwagen erheblichen Schaden nahmen, konnte der Fahrer gefasst werden. Nach Angaben der Bochumer Polizei ist er gerade einmal 14 Jahre alt. Seine 11- und 13-jährigen Mitfahrer waren vorher aus dem Wagen gesprungen und hatten versucht, zu Fuß zu fliehen – wurden aber bald von den Einsatzkräften aufgehalten. Bei dem Einsatz wurde eine Polizeibeamtin leicht verletzt, die drei Heranwachsenden sind unversehrt. 

Quelle: Polizei Bochum

Hannover: Drei mit Corona infizierte Katzen unter Beobachtung

Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat drei mit dem Coronavirus infizierte Katzen aufgenommen. Die Tiere seien unter Sicherheitsvorkehrungen im Forschungszentrum für neu auftretende Infektionskrankheiten und Zoonosen untergebracht, sagte eine Hochschulsprecherin am Dienstag. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Ein Amtstierarzt aus einem anderen Bundesland hatte die aus einem Haushalt stammenden Katzen abgegeben. Sie zeigten bisher keine Symptome. Der Sprecherin zufolge werden in der Quarantäne regelmäßig Blut- und Speichelproben genommen, zudem werden die Tiere auf Antikörper getestet.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen positive Corona-Tests bei Tieren bald bei den Behörden meldepflichtig werden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Menschen sich bei ihren Haustieren mit dem Virus ansteckten, hieß es in Berlin. Sinnvoll könne es etwa sein, Katzen testen zu lassen, die in einem Haushalt mit Corona-Infizierten lebten. Es habe sich gezeigt, dass Katzen oder auch Frettchen sich mit dem Erreger infizieren, bei Hunden sei das Risiko geringer.

Quelle: DPA

Bonn: Mann überquert Rhein mit Gummi-Flamingo

Ein junger Mann hat mit einem aufblasbaren Gummi-Flamingo den Rhein in Bonn überquert und so einen Rettungseinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr-Leitstelle sei am Montagabend von einem Passanten informiert worden, dass eine Person schlaff auf dem Flamingo liege und auf Ansprache nicht reagiere, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Dienstagmorgen. Da solch eine Situation eine "Riesen-Gefahr" sein könne, alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot - mit rund 45 Rettern und einem Hubschrauber. 

"Nach intensiver Suche" sei der Mann gefunden worden, der den Fluss erfolgreich von der rechts- zur linksrheinischen Seite überquert hatte und wohlauf war. Ihm sei nachdrücklich gesagt worden, wie gefährlich die Aktion war, berichtete der Sprecher. Da er aber nichts Verbotenes getan habe, seien die Personalien nicht aufgenommen worden.

Schwimmen im Rhein gilt wegen der starken Strömung und der Sogwirkung, die Frachtschiffe auslösen können, als lebensgefährlich. Mit einem "nicht-manövrierfähigen" Schlauchboot sei eine Fahrt auf dem Fluss ebenfalls sehr gefährlich, betonte der Feuerwehrsprecher.

Quelle: DPA

Nordendorf: Ermittler gehen von Drogentod bei zwei Jugendlichen aus

Die beiden in Nordendorf bei Augsburg tot aufgefundenen Jugendlichen sind nach bisherigen Erkenntnissen an Drogen gestorben. Wie die Kripo am Dienstag mitteilte, ergab ein Drogenvortest bei der Obduktion der Leichen der 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen Hinweise auf einen Rauschgiftkonsum. Um die Rauschmittel genau zu bestimmen, wurde ein chemisch-toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben, wie das Augsburger Polizeipräsidium berichtete. Die Eltern des 16-Jährigen hatten am Samstagmorgen in ihrem Haus in Nordendorf die Leichen ihres Sohnes sowie des 15-Jährigen gefunden. Der Jüngere hatte bei seinem Freund übernachtet. Die Ermittler schließen Suizid und ein Gewaltverbrechen aus.

Die Beamten sind bei der Untersuchung auf Amphetamine gestoßen. Dabei handelt es sich um synthetische Drogen, die auch als Speed bekannt sind. Die weiteren Laboruntersuchungen sollen nun klären, ob die Amphetamine zum Tod der Jugendlichen führten.

Quelle: DPA

Niederhausen: Seltenes weißes Rentier-Weibchen geboren

Erneut ist ein extrem seltenes weißes Rentier auf einer Alm im rheinland-pfälzischen Nahetal geboren worden. Das Kleine ist ein Weibchen und heißt Nala. "Es ist ein absolutes Wunder. Damit hätten wir nie gerechnet", sagt Sonja Persch-Jost, die Inhaberin der Rentieralm in Niederhausen (Landkreis Bad Kreuznach), der Deutschen Presse-Agentur. Im Mai 2018 war der weiße Mika zur Welt gekommen. "Es kann doch nicht noch mal ein weißes Rentier geben, das ist doch irre", sagt Persch-Jost. Weltweit seien weniger als drei Prozent aller Rentiere weiß.

Die kleine Nala mit ihren hellblauen Augen ist vor einer Woche geboren worden. Sie sei topfit und schon eifrig auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Gelände unterwegs. "Sie ist ein weißer Blitz", sagt Persch-Jost. Nala wächst nun mit zwölf Artgenossen auf. Eines Tages wird sie um die 90 Kilo schwer sein und ein prächtiges Geweih – mit weißem Bast – tragen. Rentiere sind die einzige Hirschart, bei der auch die Weibchen ein Geweih tragen.

Quelle: DPA

Bundesweit: Störungen im Mobilfunknetz der Telekom

Im Mobilfunknetz der Telekom gibt es seit der Nacht zum Dienstag Störungen. In Teilen komme es aktuell für Kunden zu Problemen beim Aufbau der Daten und Sprachverbindung, teilte die Telekom am Morgen mit. Das Festnetz sei nicht betroffen. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Fehlerbehebung", hieß es. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Zuvor hatten Telekom-Kunden Berichten der Internetportale allestoerungen.de und netzwelt.de zufolge Probleme mit dem Mobilfunkempfang und mit dem mobilen Internet gemeldet. Betroffen waren demnach unter anderem die Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt und München.

Auch im Kurznachrichtendienst Twitter meldeten in der Nacht Nutzer Probleme.

Quelle: DPA

Ratingen: Nächtliche Explosion in Wohnhaus 

Im nordhrein-westfälischen Ratingen hat es in der Nacht zu Dienstag eine Explosion in einem Wohn- und Geschäftsgebäude gegeben. Wie die Feuerwehr berichtet, wurden die Anwohner gegen kurz vor vier Uhr von einem lauten Knall geweckt. Fenster und Türen wurden durch den Druck herausgeschleudert. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich eine Bankfiliale. Durch die Wucht der Explosion wurden Fenster- und Fassadenteile bis zu 20 Meter weit auf die gegenüberliegende Straße geschleudert. Die Geschäftsräume verwüstet. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Die erschreckten Bewohner konnten schnell wieder in ihre Wohnungen zurückkehren – Einsturzgefahr bestand nicht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Feuerwehr Ratingen

Bochum: Feuerwehr befreit neugierigen Hundewelpen aus Kunststoffrohr

In Bochum hat die Feuerwehr einen Hund aus einer misslichen Lage befreit. Die Hundedame "Taya" hatte beim Herumtollen im Garten ihren Kopf etwas zu tief in ein herumliegendes Kunststoffrohr gesteckt. Weder dem Hundewelpen noch dessen Besitzern gelang es, den Kopf verletzungsfrei aus dem engen Rohr zu befreien. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit Zange, Säge und Co. riefen die Besitzer schließlich die Feuerwehr. Mit einem Löschfahrzeug rückten vier Einsatzkräfte um 18.15 Uhr aus. Die entschlossen sich vor Ort schließlich für einen Rettungsversuch mit einem altbewährten "Hausmittel" in solchen Fällen: Etwas Wasser und einige Spritzer Spülmittel. Dies reichte dann auch tatsächlich aus, um den Hund aus seiner misslichen Lage zu befreien und unverletzt an seine Besitzerin zu übergeben.

Quelle: Feuerwehr Bochum

 Nachrichten von Montag, den 15. Juni

Bielefeld: Imbisswagen explodiert - drei Männer schwer verletzt

In Bielefeld ist am Montagvormittag in der Innenstadt ein Imbisswagen für japanische Crepes explodiert. Regionalen Medien zufolge gerieten dabei auch drei Menschen in Brand. Ersthelfer hätten die brennenden Männer gelöscht, in dem sie sie mit Wasser übergossen. Alle drei kamen mit Brandverletzungen ins Krankenhaus, einer schwebt den Berichten zufolge in Lebensgefahr. Offenbar handelt es sich um die Betreiber des Wagens, der den Berichten zufolge nach einem Knall in Flammen aufgegangen war und bis auf das Gerippe niederbrannte. Gesicherte Informationen zur Brandursache wurden nicht bekannt, die "Neue Westfälische" schreibt von der Explosion einer Gasflasche. Brandermittler und Kriminalpolizei ermitteln. 

Quellen: WDR, "Neue Westfälische", "Westfalen-Blatt"

Hamm: Ärzte entfernen verschluckte Münze aus Lunge

In der Lunge eines Patienten mit monatelangem hartnäckigen Husten haben Ärzte ein Geldstück gefunden. Er hatte das Ein-Cent-Stück im Januar beim Dart-Spielen versehentlich verschluckt und dann vergessen, berichtete die St. Barbara-Klinik in Hamm. Lungenfachärzte des Krankenhauses entfernten den Fremdkörper erfolgreich, nachdem der Mann mit Beschwerden und einer Lungenentzündung zum Arzt gegangen war. Der "Westfälische Anzeiger" hatte zuvor berichtet. "Der Patient ist nun kerngesund und beschwerdefrei", sagte eine Sprecherin der Klinik am Montag. 

"Mein Kumpel hat mir auf den Rücken geklopft, ich habe mich kurz erschrocken und die Münze, mit der ich am Mund gespielt habe, verschluckt. Was rein geht, findet den Weg auch wieder raus, dachte ich und habe mir weiter keine Gedanken gemacht", zitierte die Klinik den Patienten in der Mitteilung. Ein heftiger Husten trieb ihn dann doch zum Arzt. Auf dem Röntgenbild konnten die Ärzte im Bronchialsystem der Lunge einen wahrscheinlich metallenen Fremdkörper erkennen - und beschlossen schnell zu handeln.

Was da genau in seiner Lunge steckte, war bis zum Eingriff auch für den Patienten ein großes Rätsel. "Er hat noch mit dem Anästhesisten gewitzelt, ob sie nicht Wetten abschließen sollten", sagte die Sprecherin. Das nach dem Eingriff ramponierte Geldstück trage der Patient nun im Portemonnaie mit sich - als Glücksbringer.

Quelle: DPA

Erfurt: Schaffnerin erwischt Pärchen beim Schäferstündchen im Zug

Eine Zugbegleiterin hat am Sonntagabend ein Pärchen in prekärer Situation überrascht: "Der Zug befand sich auf der Fahrt von Sangerhausen nach Erfurt, als die 51-jährige Reisende einen 57-Jährigen oral befriedigte", berichtet die Polizei. Beeindrucken ließen sich die beiden allerdings nicht. Auch, nachdem die Kontrolleurin sie mehrfach aufgefordert hatte, hielten sie nicht inne. Da sie zudem keine Fahrkarten hatten und im Zug geraucht hatten, wurden diverse Anzeigen gegen die beiden erstattet. 

Quelle: Bundespolizei 

Höhnstedt: Mann tödlich vom Blitz getroffen

In Höhnstedt im nördlichen Saalekreis in Sachsen-Anhalt ist ein 44-Jähriger am Samstag nach einem Blitzschlag ums Leben gekommen. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" mit Berufung auf die Polizei berichtet, war der Mann auf einer Gartenfeier. Dem Bericht zufolge stellte er sich abseits der Gruppe unter den Mast einer Hochspannungsleitung, um seine Notdurft zu verrichten. Dort wurde er vom Blitz getroffen. Jegliche Hilfe kam für den Mann zu spät, er starb am Unglücksort.

Quelle: "Mitteldeutsche Zeitung"

Bayreuth: Zwei Spaziergänger vom Blitz getroffen

Bei einem gemeinsamen Spaziergang sind am Sonntagabend zwei Menschen in Oberfranken vom Blitz getroffen worden. Gegen 18.45 Uhr gerieten eine 22 Jahre alte Frau und ihr 29 Jahre alter Begleiter am Röhrensee in Bayreuth in ein Unwetter, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Frau habe schwere Brandverletzungen erlitten, der Mann sei nur leicht verletzt worden, hieß es. Beide kamen in ein Krankenhaus. Ob die Spaziergänger vom selben Blitz getroffen wurden, konnte die Polizei nicht sagen.

Quelle: DPA

Nordendorf: Tod zweier Jugendlicher – Kripo rechnet nicht mit raschem Ergebnis 

Nach dem rätselhaften Tod zweier Jugendlicher im Landkreis Augsburg rechnen die Ermittler nicht mit raschen Ergebnissen der Obduktion. Zwar würden die Leichen der 15 und 16 Jahre alten Freunde am Montag von Gerichtsmedizinern untersucht, die notwendigen chemisch-toxikologischen Analysen dauerten aber länger, sagte Polizeisprecher Michael Jakob am Montag. "Das endgültige Ergebnis der Obduktion wird noch Zeit in Anspruch nehmen." Wann eine konkrete Aussage zur Todesursache möglich sei, könne deswegen noch nicht gesagt werden. 

Die Eltern eines 16-Jährigen hatten am Samstagmorgen in ihrem Haus in Nordendorf die Leichen des Sohnes sowie des 15-Jährigen gefunden. Der Jüngere hatte bei seinem Freund übernachtet. Laut Polizei gab es weder Hinweise auf ein Gewaltverbrechen noch auf Suizid.

Quelle: DPA

Mecklenburg-Vorpommern: ADAC warnt vor Ferienbeginn vor Staus

In Mecklenburg-Vorpommern beginnen am kommenden Wochenende die Sommerferien. Der ADAC warnt in dem Zusammenhang vor Staus, allerdings hat der Verein nicht nur Reisende aus dem norddeutschen Bundesland im Blick: "In Richtung Meer oder in den Süden unterwegs sind auch Autourlauber aus Skandinavien, wo die Schulen nun ebenfalls geschlossen sind, sowie Reisende, die nicht an Ferientermine gebunden sind", heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar werden insgesamt keine endlosen Staus erwartet, aber es sei damit zu rechnen, dass in diesem Jahr viele Deutsche im eigenen Land urlauben und es dadurch zu einem höheren Aufkommen kommt. 

Wo es laut ADAC eng werden könnte: 

- A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Lübeck

- A 2 Dortmund - Hannover - Berlin

- A 3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau

- A 5 Basel - Karlsruhe - Frankfurt - Hattenbacher Dreieck

- A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg

- A 7 Hamburg - Flensburg

- A 7 Hamburg - Hannover -Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte

- A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg

- A 9 Berlin - Halle/Leipzig - Nürnberg - München

- A10 Berliner Ring

- A 24 Berlin - Hamburg

- A 93 Kufstein - Inntaldreieck

- A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen

- A 99 Umfahrung München

Quelle: ADAC (OTS)

Hannover: Großeinsatz der Polizei wegen betrunkenem Pärchen

Am Samstagabend kam es in Hannover zu einem Großeinsatz der Polizei wegen eines betrunkenen Pärchens. Die zwei hatten wegen ihres aggressiven und alkoholisierten Autretens einen Platzverweis in der Innenstadt erhalten, so die Polizei. Dabei beleidigte die 35-Jährige die Beamten mit den Worten:  "Versager, Vergaser!". Sie und ihr 30-jähriger Begleiter wollten dem Platzverweis nicht nachkommen. Es kam zu einem Gerangel zwischen den Beamten und dem betrunkenen Pärchen. Die Eskalation lockte zahlreiche Schaulustige an, so die Polizei. Laut Angaben der Beamten konnten rund 250 Personen gezählt werden, die lautstark "ACAB" riefen. Rund 25 Streifenwagenbesatzungen kamen zum Einsatz, um die Situation zu beruhigen. Das betrunkene Duo verbrachte die Nacht in polizeilicher Obhut. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Beleidigung, Widerstand, versuchter Gefangenenbefreiung und tätlichem Angriff ein

Quelle: Polizei Hannover

Winsen: 82-Jährige stellt Trickbetrüger bloß

Vergangene Woche hat eine 82-Jährige den Spieß umgedreht und Trickbetrüger am Telefon reingelegt. Ein Unbekannter hatte die ältere Dame angerufen und sich als ihr Neffe ausgegeben. Die Rentnerin wunderte sich jedoch über die fremde Stimme und fragte nach der Ehefrau ihres angeblichen Neffen. Der Mann am anderen Ende der Leitung behauptete, dass seine Frau verreist sei. Die 82-Jährige stellte den Mann auf die Probe und verlangte, alle Namen seiner Kinder aufzuzählen. Als der Anrufer falsche Namen nannte, legte die Rentnerin auf und wählte die Nummer ihres richtigen Neffen. Dieser bestätigte, dass er nicht bei ihr angerufen hatte. Die einfallsreiche Seniorin informierte die Polizei und erstattete Strafanzeige.

Quelle: Polizei Winsen

Schleifreisen: Schwere Unfälle auf Autobahnen nach unwetterartigen Regenfällen

Unwetterartige Starkregenfälle haben am Sonntag erneut für Unfälle auf deutschen Autobahnen gesorgt. In Thüringen starben zwei Autofahrer auf der A4 bei Gotha und der A38 bei Burghausen, wie die Polizei in Schleifreisen mitteilte. Zehn weitere Autofahrer wurden teils schwer verletzt. Den Beamten zufolge kam es am Sonntag "am laufenden Band" zu Unfälle, Grund war demnach zu schnelles Fahren trotz der widrigen Bedingungen.    

Auch von der A7 in südlichen Niedersachsen meldete die Polizei in der Nacht zum Montag "erneut erhebliche Verkehrsbehinderungen" durch Gewitter mit Starkregen. Bereits am Wochenende hatte es beim Durchzug einer Unwetter- und Gewitterfront in Teilen Deutschlands Überschwemmungen und teils schwere Unfälle auf Autobahnen gegeben.     So wurden am Sonntagnachmittag auf den Fernstraßen um Bielefeld in Nordrhein-Westfalen bei 30 Unfällen 13 Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auf der A659 bei Viernheim in Baden-Württemberg wurden ein Autofahrer und seine Beifahrerin bei einem spektakulären Unfall verletzt. Ihr Fahrzeug kam ins Schleudern, flog hundert Meter durch die Luft und blieb in mehreren Metern Höhe in einem Baum hängen.

Quelle: AFP

Wilhelmshaven: Auto prallt gegen Zug – ein Toter

Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Zug ist an einem Bahnübergang in Wilhelmshaven ein Autoinsasse ums Leben gekommen. Der andere Insasse sei reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Abend in Niedersachsen. Das Auto mit den beiden Männern sei an einem Bahnübergang mit geschlossener Halbschranke von dem Regionalzug erfasst worden. Im Zug befanden sich zehn Reisende. Sie blieben ebenso wie der Lokführer unverletzt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 08. Juni bis 14. Juni 2020 lesen Sie hier.

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