Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Neu Delhi: Fünfjähriges Mädchen offenbar auf Gelände von US-Botschaft vergewaltigt

stern-Logo stern 07.02.2020 ivi
Kaschmirtal, Indien: Demonstranten fordert Gerechtigkeit für Vergewaltigungsopfer. Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat nach wie vor eine erschreckende Dimension. © Picture Alliance/Muzamil Mattoo Kaschmirtal, Indien: Demonstranten fordert Gerechtigkeit für Vergewaltigungsopfer. Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat nach wie vor eine erschreckende Dimension.

In Indien ist ein kleines Mädchen auf dem Gelände der US-Botschaft von Neu Delhi offenbar vergewaltigt worden. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Er soll das Kind in das Personalquartier gelockt und dort das Verbrechen begangen haben. 

Auf dem Gelände der US-Botschaft in der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist es zu einem grausamen Verbrechen gekommen: Ein fünfjähriges Mädchen wurde offenbar vergewaltigt. Ein 25-jähriger Mann steht im Verdacht, die Tat begangen zu haben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde der Verdächtige am vergangenen Sonntag aufgrund einer Anzeige der Familie des Opfers festgenommen. Erste medizinische Tests hätten bestätigt, dass die Fünfjährige vergewaltigt wurde, sagte einer der Ermittler der Nachrichtenagentur AFP.

Nach ersten Erkenntnissen soll der Mann die Fünfjährige in den Wohnräumen der örtlichen Hausangestellten auf dem Gelände der US-Botschaft vergewaltigt haben. Das Mädchen habe am Samstag vor dem Personalquartier gespielt, als es "von einem Nachbarn angelockt und vergewaltigt wurde", erklärte Eish Singhal, stellvertretender Kommissar der Polizei in Delhi, gegenüber CNN.

Das Mädchen, das die Tochter einer Haushälterin der Botschaft sei, habe später den 25-jährigen männlichen Verdächtigen identifizieren können. "Sie konnte ihn eindeutig erkennen und es besteht kein Zweifel", so der Beamte. Nach den verschärften Strafgesetzen für Vergewaltigung von Kindern droht ihm nun bei einem Schuldspruch die Todesstrafe.

Das Botschaftspersonal zeigt sich über die Tat entsetzt. "Wir haben umgehend Maßnahmen ergriffen, als wir über den Vorwurf informiert wurden, und die Polizei uns auf diese Angelegenheit aufmerksam gemacht hat. Natürlich arbeiten wir uneingeschränkt mit der Behörde zusammen", erklärte ein Sprecher der US-Botschaft in einer Stellungnahme gegenüber CNN.

Erschreckende Zahlen zur Gewalt gegen Frauen in Indien 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in Indien erschreckend weit verbreitet. Immer wieder kommt es zu schweren Übergriffen. Amtlichen Statistiken zufolge wurden im Jahr 2018 in Indien rund 34.000 Vergewaltigungen gemeldet. Es wird davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist: Nach Angaben von Experten verzichten viele Opfer aus Angst vor einer Stigmatisierung auf eine Anzeige.

Ende 2012 sorgte die Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu Delhi landesweit und auch international für Entsetzen. Zehntausende Menschen in Indien demonstrierten gegen die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen, die Regierung verschärfte die Strafen für Vergewaltigungen. Vier der Angeklagten wurden im September 2013 zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung war zunächst für den 22. Januar 2020 und dann für den 1. Februar 2020 angesetzt worden. Kurz vor dem zweiten Termin wurde sie aber erneut verschoben, dieses Mal auf unbestimmte Zeit.

Erfahren Sie mehr:

Schicksalswendung: Der Mann, der drei Mal hängen sollte, aber immer noch lebt

Kuschelige Wollmode: Das Geschäft mit Billig-Kaschmir - und wie man fair produzierte Pullover erkennt

Lynchjustiz in Indien : Mann nimmt Kinder als Geiseln – Nachbarn lynchen aus Rache seine Frau

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

mehr von stern

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon