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Philippinen: Vulkanausbruch bei Manila: 300 000 Menschen müssen evakuiert werden

SZ.de-Logo SZ.de vor 6 Tagen SZ.de/AP
Eine Landschaft südlich der Hauptstadt Manila wird während des Ausbruchs des Vulkans © dpa Eine Landschaft südlich der Hauptstadt Manila wird während des Ausbruchs des Vulkans

• Der Vulkan Taal spuckt Lava und Asche.

• Am Sonntag hatte der zuletzt 40 Jahre lang inaktive Vulkan Asche bis zu 15 Kilometer weit in die Luft geschleudert, am Montagmorgen spuckte er auch Lava.

• 300 000 Menschen sollen wegen der Gefahr ihre Häuser verlassen.

• Der Taal liegt etwa 70 Kilometer von der philippinischen Hauptstadt Manila entfernt in einem See. 1977 war er zuletzt ausgebrochen.

Vulkanausbruch bei Manila: 300 000 Menschen müssen evakuiert werden

Der Vulkan Taal steht möglicherweise kurz vor einem gefährlichen Ausbruch. Am Sonntag hatte das Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen (Phivolcs) die Warnstufe für den Vulkan auf vier erhöht, nachdem dieser Ache bis zu 15km hoch in die Luft geschleudert hatte.

Am Montagmorgen gegen 3.20 Uhr Ortszeit spuckte der Vulkan erstmals auch Lava aus. Phivolc teilte über die Sozialen Medien ein Foto von der Lavafontäne. Gegenüber CNN bestätigten die Wissenschaftler, dass Lava die Oberfläche des Kraters erreicht habe und wiederholten ihre Aufforderung an alle Menschen im Umkreis von 14 Kilometern, sich in Sicherheit zu bringen.

Wegen des drohenden Vulkanausbruchs hatten die Philippinen bereits am Sonntag mit der Evakuierung Zehntausender Anwohner begonnen. Die Eruptionen des Vulkans werden von leichten erdbebenartigen Erschütterungen und Gewittern begleitet; es handelt sich dabei um sogenannte Eruptionsgewitter, die infolge der statischen Aufladung bei einem Vulkanausbruch entstehen können. Die Seismologen warnten, es könne dabei zum plötzlichen Ausstoß von Dämpfen und zu hohen Konzentrationen tödlicher Gase kommen. Magma bewege sich auf den Kraterrand des Vulkans zu. Auch Tsunamis seien möglich.

Die Eruptionen des Vulkans Taal werden von leichten erdbebenartigen Erschütterungen und Gewittern begleitet. © Getty Images Die Eruptionen des Vulkans Taal werden von leichten erdbebenartigen Erschütterungen und Gewittern begleitet.

Der Vulkan ist wegen seiner malerischen Lage in einem See ein beliebtes Touristenziel und Naherholungsgebiet. Die Luftfahrtbehörde schloss den internationalen Flughafen der Hauptstadt, dessen Start- und Landebahnen bereits mit Asche bedeckt waren. Der Leiter des Vulkaninstituts sagte, Menschen in den hoch gefährdeten Gebieten einschließlich der Vulkaninsel seien gebeten worden, diese vor einer möglichen gefährlichen Eruption zu verlassen. Die Warnstufe wurde auf Stufe vier von fünf erhöht. Dies bedeutet, dass "eine gefährliche Eruption binnen Stunden oder Tagen geschehen kann."

Der Taal einer der aktivsten Vulkane des ostasiatischen Inselstaats; 1977 brach er das letzte Mal aus.

Berichte über Verletzte und Schäden gab es zunächst nicht. Die Behörden leiteten aber die Evakuierung von etwa 6000 Menschen von der Insel im See und Zehntausenden weiteren Menschen von nahegelegenen Küstenorten ein. 300 000 Menschen sollten in der Provinz Batangas in der Nacht und in den kommenden Tagen in Sicherheit gebracht werden.

Der Vulkan befindet sich etwa 60 Kilometer südlich von Manila. Auf mehrere nahegelegene Dörfer und Städte ging schon Asche nieder. Behörden empfahlen Einwohnern, nicht nach draußen zu gehen und Atemschutzmasken zu tragen. In den Provinzen Batangas und Cavite wurde wegen Ascheregens für Montag der Schulunterricht abgesagt.

Erdbeben und vulkanische Aktivität sind auf den Philippinen häufig. Die Inseln liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten unter der Erdoberfläche zusammenstoßen.

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