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Rösrath: Mann würgt Frau (22) halb tot – darum ging sie mit ihm in den Keller

EXPRESS-Logo EXPRESS 08.01.2021 express
Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Symbolfoto wurde 2014 in Bayern aufgenommen. © picture alliance / dpa Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Symbolfoto wurde 2014 in Bayern aufgenommen.

In der Nacht zu Donnerstag (7. Januar) spielt sich in einer Rösrather Wohngruppe ein Drama ab. Ein 19-Jähriger soll versucht haben, eine Betreuerin (22) zu töten.

Unfassbar: Der Tatverdächtige rief die 22-Jährige gegen drei Uhr an und bat sie, ihm zu helfen. Nach bisherigen Ermittlungen soll er behauptet haben, dass er sich aus seinem Zimmer im Keller ausgesperrt hat. Das gab am Freitag (8. Januar) Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, bekannt.

Nach dem Anruf machte sich die Betreuerin wohl sofort auf den Weg: Sie wollte dem jungen Mann helfen – und fand sich kurz darauf in einem Albtraum wieder. 

Drama in Rösrath: 19-Jähriger ließ vom Würgen ab und rief selbst den Notarzt

In die Kellerräume gelockt, schlug der 19-Jährige auf sie ein und würgte sie. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll er dann jedoch vom Würgen abgelassen und selbst den Notarzt alarmiert haben. 

Daher hat die Staatsanwaltschaft gegen ihn am Freitag nicht Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, sondern „nur“ wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung beantragt. Der junge Mann wird in Kürze dem Haftrichter des Amtsgerichts Bergisch Gladbach vorgeführt. 

Drama in Rösrath: Ermittler sehen Fluchtgefahr

Die Ermittler sehen Fluchtgefahr. Da der 19-Jährige nicht in die Wohngruppe zurückkehren kann, hat er keinen festen Wohnsitz. 

Der 19-Jährige hat Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Laut Bremer sei sein Tatmotiv jedoch noch unbekannt. Bei der Wohngruppe, Gammersbacher Weg, handelt es sich um eine Jugendhilfe-Einrichtung der Diakonie. 

Durch die Tat schwebte die junge Betreuerin in Lebensgefahr. Sie liegt im Krankenhaus, inzwischen hat sich ihr Gesundheitszustand verbessert. „Sie konnte aber noch nicht vernommen werden“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. (iri)

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