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Radioaktiv: Bundesamt warnt: Einige Wildpilze immer noch stark mit Tschernobyl-Cäsium belastet

stern-Logo stern 21.10.2018
Wildpilze sind immer noch verstrahlt. © Getty Images Wildpilze sind immer noch verstrahlt.

32 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Wildpilze immer noch stark belastet, so das Bundesamt für Strahlenschutz. Das gilt vor allem in einigen Regionen Bayerns.

Auch 32 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl kann das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) keine Entwarnung bei Wildpilzen geben. Das belegen Messergebnisse von zwei aktuellen Berichten. Demnach sind einige Wildpilze in einigen Regionen Bayerns immer noch stark radioaktiv belastet. "Braunscheibige und Orangefalbe Schnecklinge oder Rotbraune Semmelstoppelpilze können bis zu einige 1000 Becquerel (Bq) Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse aufweisen", heißt es in einer Mitteilung des Bundesamtes. Bei einigen Wildpilzarten kann auch mehr als drei Jahrzehnte nach dem Tschernobyl-Unfall noch keine Entwarnung gegeben werden. Unsere Messergebnisse zeigen, dass die radioaktive Belastung dieser Pilzarten im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln nach wie vor sehr hoch ist“, sagt BfS-Präsidentin Inge Paulini. Wegen seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren ist das aus dem Tschernobyl-Unfall stammende Cäsium-137 bisher erst rund zur Hälfte zerfallen. 

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Einige Gebiete Bayerns besonders belastet

"Die höchsten Gehalte an Cäsium-137 in Wildpilzen sind in höher kontaminierten kleineren Gebieten im Bayerischen Wald, im Donaumoos südwestlich von Ingolstadt und in der Region Mittenwald zu finden", so das Bundesamt. Ein Grund, warum ausgerechnet dort die Konzentration von Tschernobyl-Cäsium so hoch sei, liege an der Beschaffenheit der Böden. Waldböden unterscheiden sich deutlich von landwirtschaftlich genutzten Böden. Die Werte des Cäsium-137 in landwirtschaftlichen Produkten liegen derzeit in Deutschland im Bereich von nur einigen Becquerel pro Kilogramm und darunter. In Deutschland werden mit Nahrungsmitteln aus landwirtschaftlicher Erzeugung im Mittel weniger als 100 Becquerel Radiocäsium pro Person und Jahr aufgenommen. Die Werte des Cäsium-137 in landwirtschaftlichen Produkten liegen derzeit in Deutschland im Bereich von nur einigen Becquerel pro Kilogramm und darunter. In Deutschland werden mit Nahrungsmitteln aus landwirtschaftlicher Erzeugung im Mittel weniger als 100 Becquerel Radiocäsium pro Person und Jahr aufgenommen. 

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