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Rhein-Erft-Kreis: Corona wird ein Teil der Geschichte

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 16.06.2020 Jennifer Seidel
Viele Stadtarchive im Kreis sammeln Bilder von typischen Situationen während der Corona-Krise. © Kreidler Viele Stadtarchive im Kreis sammeln Bilder von typischen Situationen während der Corona-Krise.

Leere Straßen, geschlossene Geschäfte, Hamsterkäufe und Nachbarschaftshilfe: Das waren und sind immer noch besondere Situationen, die der Corona-Krise geschuldet sind und die zum Alltag der Menschen in den vergangenen Monaten gehörten. Für Archivare ist heute schon klar: Das waren und sind historische Momente, die festgehalten werden müssen. Die Archive im Kreis sammeln Material, um diesen Ausnahmezustand für künftige Generationen zu dokumentieren.

Fotos und kurze Videos gesucht

„Wir versuchen festzuhalten, wie sich das Leben in der Stadt während der Pandemie verändert hat“, sagt Martina Zech (54), Stadtarchivarin in Wesseling. Dazu sollen nicht nur die Akten der Verwaltung archiviert werden, sondern auch Fotos oder kurze Videos von besonderen Situationen, die die Bürger erlebt haben. „Die Akten der Verwaltung sammeln wir selbstverständlich auch. Aber die Dokumentation gelingt nicht nur über die amtlichen Stücke“, erläutert Zech. Die Stadtarchivarin bittet Wesselinger Bürger, Fotos, Filme, Plakate oder Tagebucheinträge an das Archiv per E-Mail oder Post zu senden. Das Archiv entscheidet, welche Materialien in die Bestände aufgenommen werden. Wichtig sei, so Zech, dass die Genehmigung zur Verwendung an das Archiv erteilt wird. Das Material kann an die Stadt Wesseling, Stadtarchiv, Alfons-Müller-Platz, oder per E-Mail geschickt werden.

Auch die Stadtarchive Brühl und Erftstadt bitten die Bürger, ihnen Material zuzusenden. „Das Stadtarchiv Brühl dokumentiert seit Beginn der Corona-Krise die Entwicklung vor Ort“, heißt es von der Stadt Brühl. „Um die Situation möglichst facettenreich abzubilden, lädt das Stadtarchiv alle Brühler Bürger herzlich dazu ein, an der Dokumentation dieser außergewöhnlichen Zeit mitzuwirken, um sie für die kommenden Generationen zu überliefern.“ Die Unterlagen können an das Stadtarchiv Brühl, Mühlenbach 65, oder per E-Mail verschickt werden. Erftstädter Bürger können ihre Bilder und Videos ebenfalls an das Rathaus Liblar, Holzdamm 10, oder per E-Mail senden.

Auch Hürth arbeitet an Dokumentation

Auch der Hürther Stadtarchivar Michael Cöln arbeitet an einer Dokumentation über die Auswirkungen der Corona-Pandemie vor Ort. „Das umfasst sowohl die Protokolle des Krisenstabs, die Wochen- und Tagesberichte für die übergeordneten Behörden als auch Fotos, die der Kommunale Ordnungsdienst bei seinen Einsätzen gemacht hat“, so Cöln. „Dadurch bekommt man schon ein ganz gutes Bild.“ Auch er selbst habe die Situation mit seiner Kamera festgehalten. Hürther, die selbst zu der Sammlung beitragen wollen, können sich ans Stadtarchiv im Rathaus wenden.

Frechener Bürger können an ihr Stadtarchiv ebenfalls Geschichten und Fotos aus der Corona-Zeit senden. Weitere Informationen sowie der benötigte Abgabezettel sind auf der Homepage des Archives Frechen zu finden. Und auch Kerpener Bürger können ihre Eindrücke per Mail ans Stadtarchiv senden. Dort waren die Stadtarchivare während der Corona-Verordnungen zum Teil selbst im Außendienst beim Ordnungsamt tätig. „Dadurch haben wir natürlich auch viele Eindrücke sammeln und festhalten können“, sagt Susanne Harke-Schmidt, Leiterin des Stadtarchivs. „Dennoch freuen wir uns, wenn die Bürger ihre Erlebnisse einsenden.“

Wichtige Adressen:

www.stadtarchiv-frechen.de

archiv@wesseling.de

archiv@bruehl.de

frank.bartsch@erftstadt.de

stadtarchiv@huerth.de

historisches-archiv@stadt-kerpen.de

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