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Richter erstaunt über Masche: Edeka-Kassiererin erbeutet mit dreistem Trick 35 000 Euro

EXPRESS-Logo EXPRESS 11.09.2018 Paula Heiler
Schulden über 20.000 Euro trieben Yasemine K. dazu, Lücken im Kontrollsystem bei Edeka auszunutzen. © Sun Schulden über 20.000 Euro trieben Yasemine K. dazu, Lücken im Kontrollsystem bei Edeka auszunutzen.

Darauf muss man erst einmal kommen: Kassiererin Yasemine K. (34, Name geändert) gelang es innerhalb einen Jahres durch gefälschte Stornierungen fast 35 000 Euro von ihrem Arbeitgeber zu erbeuten.

Nun musste sich die Angestellte am Montag wegen Diebstahls in St. Georg vor Gericht verantworten.

Yasemine K. weint, sie zittert und klammert sich im Gerichtssaal an ihrem Stuhl fest. Der Vorwurf: Sie scannte die Waren von Barzahlern regulär ein und nahm das Geld entgegen.

Danach stornierte sie einzelne Artikel, so dass diese nicht mehr im Zahlungssystem auftauchten. Die Kunden bekamen von der Stornierung nichts mit und zahlten die Artikel trotzdem.

Beträge haben sich summiert

Das so eingenommene Geld nahm Yasemin K. in unbeobachteten Momenten aus der Kasse. Von Oktober 2017 bis Januar dieses Jahres entwendete die junge Frau auf diese Weise fast 35.000 Euro in der Edeka-Filiale im Hauptbahnhof, wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.

„Es handelt sich um viele Klecker-Beträge, die sich am Ende des Tages zu meist dreistelligen Beträgen summiert haben“, fasst Richterin Behr das raffinierte System der Kassiererin zusammen. „Ich bin erstaunt, wie das so lange gut gehen konnte.“

Yasemine K. versichert, dass die Unregelmäßigkeiten bei den Stornierungen wohl nie aufgefallen wären, – wäre sie nicht am 2. Januar von einem Ladendetektiv erwischt worden, wie sie Geld aus der Kasse nahm.

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20 000 Euro Schulden bei Freunden

Die Angeklagte gab daraufhin direkt zu, dass sie systematisch Geld aus der Kasse entwendet hatte, um ihre Schulden zu begleichen. Mit fast 20.000 Euro stand Yasemine K. bei ihren Freunden und ihrer Familie in der Kreide. Von dem verbleibenden Geld kaufte sie nach eigenen Angaben Kleidung und Kosmetik.

Am Ende der für Yasemine K. nervenzerreißenden Verhandlung setzte Richterin Behr die Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zur Bewährung aus.

„Ich entschuldige mich bei meinem Arbeitgeber und bereue, was ich getan habe“, schluchzt die Angeklagte nach der Urteilsverkündung.

In dem Supermarkt arbeitet sie nicht mehr. Derzeit lebt sie von Arbeitslosengeld.

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